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Eines der vier rechtsrheinischen Forts in Köln ist das zwischen 1876 und 1880 errichtete Fort IX. Einige Quellen berichten von einer Bauzeit, die zwischen 1877 und 1881 lag. Bereits in den Jahren zwischen 1887 und 1891 wurde das Fort IX, bedingt durch die “Brisanzgranatenkrise”, teilmodernisiert und verstärkt. Für diesen Zweck wurden die Decken der Kehl- und Spitzenkaserne mit einem Sandpolster von einem Meter sowie einer Stampfbetonschicht von 1,2 Meter verstärkt. Die Zugänge der Schultergrabenwehren wurden ebenfalls verstärkt und erhielten je einen Wachturm. Nach der Einnahme der Festung Lüttich im Jahr 1915 wurden die Forts entwaffnet. Die Waffen und Geschütze wurden an die Front verlegt, von wo sie nie zurück kehrten. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Köln durch britische Truppen besetzt. Die Forts spielten keine Rolle mehr und waren verwaist. Nach 1914 wurde das Fort als “Freiwilliges Arbeits- und militärisches Früherziehungslager” für Jugendliche Abiturienten der NSDAP genutzt. In dieser Zeit wurde über dem Hauptzugang der Schriftzug “Lager Hitler” angebracht. “Hitler” wurde nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt. Im Jahr 1943 wurden Zwangsarbeiter im Fort IX kaserniert. Das Fort wurde nach Fertigstellung der benachbarten belgischen Kaserne in das Kasernengelände integriert. Von da an wurde es als Stallung für Pferde und als Schießanlage bis 1998 genutzt.