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Die Pfarrkirche St. Georg, Hauptkirche der westfälischen Stadt Bocholt, nahe der Grenze zu den Niederlanden gelegen, geht auf eine Holzkirche des. 8/9. Jh, errichtet in der Missionszeit des hl. Ludgerus, zurück; in dieser Zeit ist auch die Gründung der Siedlung Bocholt rund um die Missionskirche und einen bischöflichen Haupthof zu vermuten. Nach mind. 2 steinernen Vorgängerkirchen wurde 1415 der Grundstein zur heutigen, spätgotischen Georgskirche gelegt, die Weihe der Kirche erfolgte am 8.4.1455. Der Turmbau begann erst 1472, die Vollendung erfolgte 1486. Die vermutete Ansicht des Turmes mit steinerner (?) Glockenstube und Knickhelm ist dem Filmbeitrag in einer Zeichnung beigefügt. Im Mai 1593 wurden der Turmhelm und wohl auch die Glockenstube durch einen Brand nach Blitzschlag zerstört und danach durch einen auf den Turmstumpf gesetzten Spitzhelm ersetzt. Seit dieser Zeit dürfte das Geläut der Kirche aus dem Turmhelm erklungen sein. Dieser Helm wurde 1745 erneut durch Blitzschlag zerstört, der Wiederaufbau, nun in barocken Formen, erfolgte 1749/50. Dieser Helm überstand die Zeiten bis zur umfassenden Zerstörung der Stadt durch Bomben am 22.3.1945. Beim Wiederaufbau des Turmes 1958 wurde die seit 1593 bestehende Form aus Turmstumpf und -helm erneut aufgegriffen und nach Plänen von Prof. Rudolf Schwarz der heutige Helm gestaltet. In seiner Kunstform übernimmt er gotische Motive wie den Knickhelm oder auch das Viergiebelmotiv, übersetzt sie jedoch in moderne Formsprache und wirkt als eigenständiges, plastisches Kunstwerk; in der sich fortwährend verändernden Ansicht beim Gang um die Kirche bietet sich ein höchst abwechslungsreiches Bild. Die Turmhöhe einschl. Zier beträgt heute 68 Meter. Die Kirche selbst ist als Pseudobasilika gestaltet, und bietet, lichtdurchflutet und von stattlichen Abmessungen, einen kathedralhaften Raumeindruck. Viele Stücke der Ausstattung gingen im Krieg verloren, der Wiederaufbau erschuf einen sehr schlicht gehaltenen Raum, in dem die erhaltenen Stücke der Ausstattung wie auch die modernen Ergänzungen, u. a. von Gottfried Böhm, sehr gut zur Geltung kommen. Zur Geläutegeschichte von St. Georg schweigen die frei verfügbaren Quellen zumeist. Für 1593, dem Jahr der ersten Turmzerstörung, werden lt. Quelle 4 „sieben völlig harmonisierende Glocken“ genannt. Ein in der Kirche befindlicher Aushang zu den Glocken nennt die Siebenzahl für die Zeiten 1593 bis 1745, 1798 bis 1917 und 1925 bis 1942. Sicher sind bei den Turmbränden immer wieder Glocken zerstört worden. Das Geläut bis 1917 wird von Quelle 3 als c‘ d‘ e‘ f‘ a‘ h‘ c‘‘ (~2300/1750/1150/900/350/250/? kg) aufgeführt. Die Große- oder Salvatorglocke von 1797 hatte 1,55 m. Durchmesser und wurde im 2. Weltkrieg beim Bombardement zerstört. Die Glocke 3 (St. Katharina, 1,25 m.), 1749 von Jean Petit aus Dinslaken gegossen, kam vor dem oder zum 2. Weltkrieg in die Bocholter Liebfrauenkirche, in der sie noch heute als Glocke 2 läutet. Aus diesem Guss von 1749 (insg. 4 Gl.!) kam nach dem Krieg die Glocke 6, Joseph- oder Vesperglocke, zurück, sie läutete bis 1959 vom Turm und wurde dann der neuen Marienglocke b‘ geopfert. Nach dem Krieg wurden in Gescher aus dem Material der großen Glocke 2 Glocken gegossen, und zusammen mit der h‘ in einem offenen Stuhl auf dem Turmstumpf geläutet. Vermutlich zur besseren Harmonisierung erfolgte der Umguss der h‘ zur b‘ 1959. Erst 1989 wurde das bescheidene Geläut um die beiden großen Glocken ergänzt, die Vervollständigung auf die Siebenzahl erfolgte, auf Initiative des damaligen Küsters, zum 50. Jahrestag des Wiedereinzuges in die aufgebaute Kirche im Jahr 2000. Das Geläut, von 3 Gießern der Familie Hüesker bei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gefertigt, zeigt sich in hoher Qualität (bei schlichter Gestaltung), wird aber durch die Umgebung im zerklüfteten Holzwerk des Turmhelmes klanglich eingeschränkt. Geläutedaten: 1. Hl. Geist - 1989, c‘ -9, 1530 mm, 2350 kg 2. Hl. Kreuz - 1989, es‘ -8, 1320 mm, 1550 kg 3. St. Georg - 1950, f‘ -8, 1180 mm, 1000 kg 4. St. Michael - 1950, g‘ -8, 1030 mm, 700 kg 5. St. Maria - 1959, b‘ -8, 860 mm, 400 kg 6. Hl. Dreifaltigkeit - 2000, c‘‘ -7, 760 mm, 270 kg 7. St. Ludgerus - 2000, es‘‘ -7, 630 mm, 150 kg. Aufnahme: 08.05.2021 Alle Fotos eigener Provenienz. Herzlicher Dank gilt Pfarrer Martin Goebel für die Organisation des Sondergeläutes und das gute Schalten für die Aufnahme. Verwendete Quellen/Literatur: 1. Wikipediaartikel zu St. Georg, abgerufen am 20.11.21: https://de.wikipedia.org/wiki/St._Geo...) 2. Netzauftritt der Pfarrei St. Georg, abgerufen am 20.11.21: https://www.st-georg-bocholt.de/detai... 3. K. Walter: Glockenkunde, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 1913. 4. Kurt Kramer (Hrsg.): Die deutschen Glockenlandschaften/Westfalen, bearbeitet von Dr. Claus Peter, MC und Begleitheft, Deutscher Kunstverlag München, 1989.