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Zwischen Glanz und Grauen: Lunario veröffentlicht „Letztes Fest“ Von unserer Redaktion Wolfsburg. – Was macht man mit einem alten Weihnachtsbaum, der längst hätte entsorgt werden sollen? Für eine Wolfsburger Familie war die Antwort simpel – man lackiert ihn metallic-blau. Was als spontane Ausrede für kindliche Bequemlichkeit begann, erhebt Dark-Wave-Künstler Lunario nun in seinem neuen Song „Letztes Fest“ zur bitter-ironischen Kapitalismus-Kritik. „Ein Kunstwerk von dir“ Schon der Refrain klingt wie eine Mischung aus Abgesang und bissiger Satire: „Letztes Fest stand ich freudig dabei, am nächsten Tag – war alles vorbei. Dieses Jahr steh ich noch immer hier, angemalt in Blau, ein Kunstwerk von dir.“ Lunario lässt in seinem Song den Baum selbst sprechen – als geschundene Kreatur zwischen Wohnzimmerromantik und Spraydosen-Albtraum. Zwischen Mahnmal und Mahnung Der Text erzählt, wie die Tanne einst grün und festlich war, dann aber vernachlässigt wurde: „Einst war ich grün, mit Kugeln behängt, doch niemand hat je an Wasser geschenkt. Kinder vergessen, mich runterzutun, jetzt glänz ich im Eck – in Metallic-Blau nun.“ Die Verwandlung vom Festschmuck zum Mahnmal zieht sich durch das ganze Lied. „Fotos auf Insta, die Nachbarn erstaunt, / ‚Das ist doch Kunst!‘ hat Papa geraunt“, heißt es an einer Stelle – eine präzise Beobachtung über den modernen Zwang zur Selbstinszenierung. Kapitalismuskritik mit Spraylack Während die Familie den Baum nun tatsächlich bei eBay versteigern will, um den Kindern „eine Lektion“ zu erteilen, stellt Lunario in seiner Ballade die Frage, ob man nicht eher das Gegenteil erreicht: Eine kaputte Tradition wird in ein weiteres Objekt der Verwertungskette verwandelt. Besonders eindringlich wirkt der gesprochene Outro-Teil, in dem der Baum wie ein verspotteter Märtyrer klingt: „Ich war mal ein stolzer Baum… jetzt bin ich ’ne Skulptur. Statt ruhe in Frieden bin ich die Weihnachtsschande pur. Danke auch, Familie… danke für nichts.“ Zwischen schwarzem Humor und Melancholie Lunarios „Letztes Fest“ ist mehr als nur ein Song über einen misshandelten Weihnachtsbaum. Es ist ein Kommentar über Faulheit, Konsum und die bizarre Fähigkeit, aus jedem Objekt noch Kapital zu schlagen. Dass die Geschichte realen Ursprung hat – in einem Wolfsburger Wohnzimmer – macht das Stück umso irritierender. Ob der blaue Baum am Ende tatsächlich Käufer findet oder als bizarrstes Mahnmal deutscher Nachkriegsweihnachten endet, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Lunario hat erneut geschafft, ein alltägliches Detail in ein düsteres Symbol unserer Gegenwart zu verwandeln. „Letztes Fest“ erscheint am Freitag auf allen gängigen Streaming-Plattformen.