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Süditalien Bevölkerungskrise: Warum der Mezzogiorno ausstirbt Süditalien steht vor einer demografischen Katastrophe, die seit über 150 Jahren andauert und sich dramatisch beschleunigt. In diesem Video analysieren wir die komplexen Ursachen eines der größten ungelösten Probleme Europas: Warum verlassen jedes Jahr Zehntausende Menschen den italienischen Süden, während ganze Dörfer veröden und manche Gemeinden ihre Häuser für einen Euro verschenken? Die Zahlen sind erschreckend: Seit 2002 haben über 2,5 Millionen Menschen Süditalien verlassen - mehr als die Hälfte davon unter 35 Jahren. Während Mailand und der Norden zu den reichsten Regionen Europas zählen, kämpfen Kalabrien, Sizilien und die Basilikata mit Arbeitslosenquoten von über 40 Prozent bei jungen Menschen. Aber wie ist es zu dieser extremen Spaltung gekommen? Wir beginnen unsere Reise 1861, als Italien vereinigt wurde - eine Vereinigung, die den agrarischen Süden zur Kolonie des industrialisierten Nordens machte. Während Turin und Mailand Fabriken aufbauten, pflügten Bauern im Süden noch mit Ochsen ihre Felder. Die italienische Regierung investierte fast ausschließlich in den Norden, während der Süden Steuern und Wehrpflicht zahlte. Bereits ab 1880 begann die erste massive Fluchtwelle: Vier Millionen Menschen - jeder fünfte Bewohner - verließen den Mezzogiorno in Richtung Amerika, Argentinien und Australien. Nach dem Zweiten Weltkrieg hätte alles anders werden können. Italiens Wirtschaftswunder, das Miracolo Economico, versprach Hoffnung. Doch auch dieses Wunder fand fast ausschließlich im Norden statt. Das berühmte Industriedreieck Mailand-Turin-Genua saugte Arbeitskräfte wie ein Magnet an. Die 1950 gegründete Cassa per il Mezzogiorno pumpte Hunderte Milliarden Lire in den Süden - doch das Geld versickerte in Prestigeprojekten, korrupten Politikertaschen und vor allem in den Strukturen der organisierten Kriminalität. Hier liegt ein Kernproblem: Die vier großen Mafiaorganisationen - Cosa Nostra, Camorra, 'Ndrangheta und Sacra Corona Unita - kontrollieren in manchen Gebieten praktisch alles. Schätzungen zufolge zahlen bis zu 80 Prozent aller Geschäftsinhaber Schutzgeld. Junge, gut ausgebildete Menschen gründen ihre Unternehmen lieber in Mailand oder München. Das Ergebnis: Brain Drain im massiven Ausmaß. Seit 2000 haben über 200.000 Hochschulabsolventen den Süden verlassen. Die Infrastruktur verschärft das Problem zusätzlich. Von Reggio Calabria nach Mailand dauert eine Zugfahrt über zehn Stunden. Hochgeschwindigkeitszüge enden faktisch in Salerno. Krankenhäuser im Süden haben deutlich weniger Ärzte pro Einwohner. Das BIP pro Kopf liegt bei 19.000-22.000 Euro, im Norden bei 35.000-40.000 Euro. Kalabrien ist statistisch ärmer als manche Region in Polen oder Tschechien. Dies führt zu einer demografischen Todesspirale: Wenn die Jungen gehen, sinkt die Geburtenrate. Sardinien hat eine der niedrigsten Geburtenraten Europas. In vielen Dörfern liegt das Durchschnittsalter über 55 Jahren. Schulen schließen, Kindergärten machen dicht, Geschäfte geben auf. Und als wäre das nicht genug, beschleunigt der Klimawandel alles: Temperaturen über 45 Grad, Wasserkrisen, Dürren und Waldbrände machen die Landwirtschaft unrentabel. Bis 2080 könnte der Mezzogiorno ein Drittel seiner Bevölkerung verlieren. Es ist eine stille Katastrophe - kein Erdbeben, keine Flut, sondern ein langsames, lautloses Verschwinden. Doch kann Süditalien noch gerettet werden? 📋 In This Video: 📊 2,5 Millionen Menschen verließen Süditalien seit 2002, überwiegend unter 35 Jahren 🏭 Historische Ungleichheit: Norden wurde industrialisiert, Süden blieb agrarisch und unterentwickelt 🚫 Organisierte Kriminalität kontrolliert Wirtschaft; bis zu 80% zahlen Schutzgeld (Pizzo) 🧠 Brain Drain: 200.000 Hochschulabsolventen verließen seit 2000 den Mezzogiorno dauerhaft 💼 Jugendarbeitslosigkeit über 40% auf Sizilien und in Kalabrien; keine wirtschaftlichen Perspektiven 🚂 Infrastruktur-Defizite: Zugfahrt von Reggio Calabria nach Mailand dauert über 10 Stunden 🌡️ Klimawandel beschleunigt Krise: Hitze über 45°C, Wasserknappheit, Waldbrände, Dürren 📉 Demografische Todesspirale: Niedrigste Geburtenraten Europas, Durchschnittsalter über 55 Jahren 💬 Glaubt ihr, dass Süditalien noch gerettet werden kann, oder ist es bereits zu spät? Schreibt eure Meinung in die Kommentare! #Süditalien #Mezzogiorno #ItalienKrise #Bevölkerungsrückgang #Wirtschaftsgeografie #Bildungsdokumentation #Mafia #Klimakrise #Europäische Ungleichheit #Demografie