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JUNGER - Kein Land in Sicht out now: https://bfan.link/kein-land-in-sicht Mehr von JUNGER: https://www.junger.band/ Produziert von Jakob Pitzer, Bianca Bauer und Junger Unterstützt von Dockyard und dasWERK Regie, Schnitt - Jakob Pitzer Aufnahmeleitung - Lukas Harrer Bildgestaltende Kamerafrau, Farbkorrektur - Bianca Bauer Kameraoperateur - David Lagger Kameraassistenz - Maximilian Hofko Oberbeleuchtung, Farbkorrektur - Valentin Bernauer Beleuchtung - Manuel Leitner Effektlicht (dasWERK) - Lisa Panzenböck Technik (dasWERK) - Josef Sotriffer Maske - Miyu Haydn Verköstigung - Claudia Radlinger Band - Hans-Peter Junger, Albert Radlinger, Andreas Mitterbuchner, Philipp Roithinger Mephisto - Hans-Peter Junger Mephisto-Double - Matthias Stibleichinger Tänzerin – Sabrina Lippsky Zuschauer - Claudia Radlinger, Christian Roithinger, Stefan Stürzer Danke an Stefan Stürzer, Claudia Mitterbuchner, Hans-Peter Schausberger, Elisa Maier, Benedikt Missmann, Markus Englisch, David Horswell und Performance Picture Entertainment. Ein fensterloser Raum mit einem Sofa, zwei Stehlampen, die schwaches Licht bieten und jeder Menge musikalischem Equipment. Hans-Peter Junger zieht tief an seiner Zigarette und blickt unter seinen zerzausten Haaren hervor. Er spricht langsam, seine Worte wirken stets sorgfältig gewählt. „Im Walfischbauch fängt alles an“, sagt Junger, wenn er über seinen Kreativraum spricht. „Dort kann man, wie Jonas in der biblischen Geschichte man selbst sein und sich ganz auf sich konzentrieren. Alles was wir irgendwo aufgesaugt haben, bekommt da drinnen seine Form. Und am Ende wirst du dort wieder ausgespuckt, wo du hingehörst. Ob du das willst, oder nicht.“ Junger ist Sänger und kreativer Kopf der gleichnamigen Alternative-Rockband, die er vor einigen Jahren gemeinsam mit Albert Radlinger (Gitarre) und Andreas Mitterbuchner (Bass), welche schon seit Mitte der Neunziger zusammen spielten, gegründet hat und die später mit Florian Duft am Schlagzeug komplettiert wurde. Die Vorleben der Bandmember aus dem hohen Norden Österreichs waren voll von Musik in verschiedenen Formationen und Genres, man zelebrierte Hardcore und Punk gleichermaßen wie Bluesrock oder erzählte düstere Liebesgeschichten als Singer-Songwriter. In den Regalen der Musiker stapeln sich verstaubte Musikkassetten, CDs und VHS-Videos vergangener Projekte, immer mit höchstem Einsatz aber auch letzter Kohle realisiert. Dokumente jahrelangem Hoffens und Scheiterns, jedoch niemals der Kapitulation. Als JUNGER sind sie dem Projektstatus endlich ein für alle Mal entwachsen. Der Sound wurde erdiger, die Gitarren bissiger, der Wind wurde rauer und das Licht düsterer und es schweißte sich endgültig ein solides Bandgefüge zusammen Mit “Kein Land in Sicht” steht jetzt die erste Single aus dem gleichnamigen Debut von JUNGER in den Startlöchern, in welchem sich die vielen Jahre intensiver Arbeit mit großer Wucht und großen Gefühlen entladen. Aufrüttelnd und vielleicht sogar ein wenig verstörend sind die Bilder dazu. Der Titel „Kein Land in Sicht“ kann wohl als Metapher für so manches herhalten, der wahre Ursprung dieses Songs sind jedoch die vielen alltäglichen Scharmützel der eigenen Seele, die einem oft alles abverlangen aber bei genauerem Hinsehen offenbaren, dass der wahre Feind nicht unbedingt im Außen zu finden ist. Ein positiv dreckiges Stück Rockmusik, das aus der Zeit gefallen zu sein scheint und vielleicht gerade deshalb richtig gut tut. „Soll ich für dich dein Leuchtturm sein? Nur diese Nacht und nur zum Schein?“ (aus „Kein Land in Sicht“) Man hat das Gefühl einer alten Seele zuzuhören, wenn Hans-Peter Junger mit seiner kratzigen, rauchigen, whiskygeschwängerten Stimme Geschichten von der Liebe und vom Scheitern, von Leid und Leidenschaften vorträgt. Manche sagen, er könne mit seiner Stimme sogar Schiffe durch den Nebel leiten. Häufig ist eben diese gewisse Affinität zum Meer, zum Maritimen in Junger’s Sprachbildern zu finden. Jedoch spielen sich die Geschichten vielmehr vor einem nördlich-verregneten Hintergrund ab, als vor mediterran-sonnigem Ambiente. Eher fühlt man sich zu Kulissen aus dem Roman „Querelle“ von Jean Genet hingezogen, als zur herkömmlichen Seemannsromantik.