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"Vor einiger Zeit wurden im Institut für Sozialforschung zwei Seminare abgehalten, eines über das Lachen, das andere über sozialen Konflikt heute. Eine doppelte Absicht wurde verfolgt. Die Studenten sollten bestimmte Situationen unmittelbar beobachten. Deren präzise Beschreibung, und Versuche zur Interpretation, sollten verdeutlichen, daß, wo mehrere Menschen zusammen lachen oder feindselig aneinander geraten, soziale Momente sich ausdrücken, die über den direkten Anlaß hinausgehen, zuweilen in diesem sich verstecken. Mit der, wenn man will, pädagogischen Absicht verband sich das sachliche Interesse an der gesellschaftlichen Relevanz scheinbar individueller Aggression. Sie wurde als Konstituens des Lachens vorausgesetzt und durch die Analyse der Beobachtungen oft bestätigt. Die Seminare hätten bezeichnet werden können als Übung zur Entwicklung jenes bösen Blicks, ohne den kaum ein zureichendes Bewußtsein von der contrainte sociale zu gewinnen ist. Einige Überlegungen der Seminardiskussionen zum Verhältnis von Theorie und Erfahrung seien aufgegriffen." (Jaerisch/Adorno, "Anmerkungen zum sozialen Konflikt heute", GS 8: S.177-195) Quelle: https://bit.ly/3dZrm74 Adorno formuliert eine tiefgreifende Kritik an einer Soziologie, die durch methodologische Verengung und "Verdinglichung des Bewusstseins" den Blick auf gesellschaftliche Realitäten verstellt. Er fordert stattdessen, "soziales Sehen zu lernen" und mittels "soziologischer Fantasie" oder jenes "bösen Blicks" die subtilen Manifestationen von Zwang zu erkennen. Er argumentiert, dass der grundlegende gesellschaftliche Antagonismus, historisch als Klassenkampf gefasst, trotz seiner Integration und scheinbaren Befriedung fortbesteht – der Klassenkampf beginnt, "unsichtbar zu werden". Dieser latente Konflikt äußert sich nun verschoben in Mikro-Phänomenen des Alltags: in Spannungen zwischenmenschlichen Beziehungen, sprachlicher Aggression, irrationalen Ausbrüchen und im kollektiven Lachen. Dieses Lachen, so Adorno, restituiert oft nicht das Leben, "sondern die Verhärtung", indem es Abweichung bestraft und Konformität erzwingt. Solche "kryptosozialen Streitigkeiten" sind keine bloß psychologischen Zufälle, sondern Chiffren der objektiven gesellschaftlichen Verhältnisse. Adorno kritisiert zeitgenössische Konflikttheorien (wie die von Lewis A. Coser und Ralf Dahrendorf), die Konflikt zwar anerkennen, ihn aber institutionalisieren und auf seine Regelung beschränken, statt seine Ursachen zu adressieren – sie verzichten auf den "vergeblichen Versuch der Beseitigung ihrer Ursachen". Wahre soziologische Erkenntnis müsse daher diese "Deckbilder" durchdringen und die verborgene Struktur der "totalen, durchaus vergesellschafteten Gesellschaft" in ihren unscheinbarsten Äußerungen aufspüren. Es bedarf einer Kombination von Theorie und Sensibilität für das Detail, um "Gesellschaft aus ihren Phänomenen zu interpolieren". Ziel ist es, der "falschen Harmonie" einer verwalteten Welt denkend zu widerstehen, indem man das "Erstattete und Verstumpfte zum Sprechen" bringt. Weitere Vorträge: Zum Problem des sozialen Konflikts heute - Ein Vortrag von Theodor W. Adorno (1967): • Zum Problem des sozialen Konflikts heute -... Aspekte des neuen Rechtsradikalismus - Ein Vortrag von Theodor W. Adorno: • Aspekte des neuen Rechtsradikalismus - Ein... Culture und Kultur - Ein Vortrag von Theodor W. Adorno (1958): • Culture und Kultur - Ein Vortrag von Theod... Funktionalismus heute - Ein Vortrag von Theodor W. Adorno: • Funktionalismus heute - Ein Vortrag von Th... - / nokturnaltimes / nokturnaltimes / thenokturnaltimes / nokturnaltimes