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Pudendusneuralgie für Frauen (von Renate Bruckmann) Es stellen sich immer wieder Patientinnen und Patienten mit der Diagnose Pudendusneuralgie vor. Sie klagen über Schmerzen und Missempfindungen im urogenitalen Bereich und in der Analregion. Manchmal werden die Beschwerden als einseitig oder stärker einseitig beschrieben, manchmal auch beidseitig. Beschwerden Benninghoff und Drenckhahn schreiben, dass eine Läsion des Nervs eine Funktionsuntüchtigkeit der Schließmuskeln von Blase und Anus verursachen könne sowie Störungen der Geschlechtsfunktion. (Benninghoff & Drenckhahn, 2014). Probleme bei den Sphinktermuskeln (Wind- und Stuhlinkontinzenz, Harn- und Belastungsinkontinenz) werden genannt. (Tanzberger, 2013)Die Autoren im Prometheus berichten über folgende Beschwerden: Funktionsverlust des Beckenbodens einschließlich der Schließmuskeln von Blase und Darm (Harn und Stuhlinkontinenz) sowie einer Störung der Geschlechtsfunktionen, z. B. Impotenz beim Mann (Schünke, Schulte, Schumacher, Voll, & Wesker, 2019). Laut Travell und Simons können Schmerzen im Damm, sexuelle Funktionsstörungen und Dyspareunie der Frau; Potenzstörungen und Schmerzen in der Leiste entstehen (Travell & Simons, 2000). Bis auf die Leistenschmerzen sind dieser Meinung auch andere Autoren, wobei die beschriebenen Schmerzqualitäten unterschiedlich dargestellt werden. (Roche, Dembe, Karenovics, Robert-Yap, & Cahana, 2005) Die Autoren (Roche, Dembe, Karenovics, Robert-Yap, & Cahana, 2005) berichten, dass Frauen doppelt so häufig von „Pudendusneuropathie“ betroffen sein sollen. Die Symptome werden beschrieben mit Parästhesien, Schmerzen (manchmal einfahrend, wie elektrisch), die bei Druck, etwa beim Sitzen zunehmen, Brennen, Fremdkörpergefühl im Rektum, Schmerzen, die bis in die Organe ziehen können. Andere schreiben, dass es Druckläsionen des Pudendusnerves gebe, diese jedoch akut auftretende Taubheit am Damm und im Genital auslösen (habe ich selbst bei langen Radtouren und schlecht angepassten Sätteln erlebt), sowie evtl. Blasen- und Mastdarmentleerungsstörungen, Ejakulationsprobleme. Durch das Einnähen des Nervs an das Lig. Sacrospinale im Rahmen einer Kolpopexie (bei der das Scheidenende fixiert wird) soll es weiterhin zum Pudendus-Schmerzsyndrom kommen. Außerdem durch Obstipation und Geburtsverletzungen, hier soll es aber typisch eher zu motorischen Ausfällen kommen, seltener zu sensiblen, Schmerzen entstünden dabei nicht (Wiesner & Jost, 2003). © Renate Bruckmann 2022