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PD Dr. Christian Kell (CoBIC – Cooperative Brain Imaging Center Frankfurt) Das Gehirn gilt allgemein als zentrales Vorhersagemodul des Organismus. Es lernt im Laufe des Lebens statistische Regularitäten und nutzt dieses Wissen fortan, um mögliche Überraschungen zu reduzieren - was unter Umständen entscheidende Überlebensvorteile bringt. Regularitäten, die über Tausende von Generationen konstant bleiben, wie z.B. die Auswirkung der Schwerkraft oder die Änderungen des Tageslichts, erzeugen über die biologische Evolution Wissen, das sich in das Genom geschrieben hat. Sich verändernde Realitäten müssen jedoch von den Gehirnen jeder Generation erlernt werden, sei es durch direkte Erfahrung oder durch abstrakte Wissensvermittlung. Erfahrung und Wissensvermittlung bedürfen aber einer physischen Auseinandersetzung mit der Umwelt, die in aller Regel über Bewegung stattfindet. Ein großer Teil unseres Bewegungsrepertoires muss im Laufe der Entwicklung erlernt werden. Bewegung ändert Realitäten und trägt damit zur Reduktion von Überraschungen bei. Hieraus ergibt sich ein dynamisch gekoppeltes System, in dem der Organismus mit der Umwelt interagiert und zwischen Lernen und Veränderung der Umwelt changiert. In diesem Vortrag werden Theorien zur Hirnfunktion anhand von anschaulichen Beispielen vor- und zur Diskussion gestellt. Besonders spannend wird dies, wenn es um kulturelle Errungenschaften wie der menschlichen Sprache mitsamt ihren sozialen Funktionen und Fehlfunktionen geht. Der Neurologe und Hirnforscher Christian Kell ist Direktor des neu eröffneten Cooperative Brain Imaging Centers CoBIC, einer Kooperation des Max-Planck-Instituts für Empirische Ästhetik, des Ernst Strüngmann Institute for Neuroscience und der Goethe-Universität Frankfurt. In diesem Hirnforschungszentrum am Campus Niederrad arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Fachdisziplinen zusammen, um die Funktionsweise des Gehirns besser zu verstehen und innovative Therapien für neuropsychiatrische Erkrankungen zu entwickeln. Kell erforscht insbesondere, wie das Gehirn Handlungen kontrolliert und welche Rolle das richtige Timing hierbei spielt. Der Vortrag war Teil der Reihe „Faszination Gehirn: Organ der unbegrenzten Möglichkeiten“, in der wir uns einem der komplexesten Gebilde befassen, das die Natur hervorgebracht hat – dem Gehirn. Es ermöglicht Neugier, Bewusstsein und Emotionen, entwickelt sich lebenslang weiter und bestimmt, wie wir die Welt wahrnehmen. Die neue Dauerausstellung im Senckenberg Naturmuseum erlaubt einen Einblick in dieses außergewöhnliche, immer noch nicht vollständig erforschte Organ, das uns als Individuen ausmacht. Begleitend hierzu gibt diese Vortragsreihe vertiefende Einblicke in Struktur, Evolution und zentrale Funktionen unseres Denkapparates und macht außerdem mit einem Themenabend zur Senckenberg-Forschung, der Gehirne und verblüffende gehirnähnliche Strukturen und Funktionen verschiedener Organismen vorstellt, einen Abstecher ins Tierreich. Die Vortragsreihe ist eine Kooperation zwischen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.