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Der im westfälischen Barmen geborene und in Elberfeld aufgewachsene Ernst Ferdinand Sauerbruch gilt als einer der einflussreichsten Chirurgen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu seinen wesentlichen Lebensstationen gehörte - neben Marburg, Breslau, Zürich und Berlin - auch München. Hier übernahm er 1918 als Professor für Chirurgie (wozu er 1910 an der Hochschule Zürich berufen worden war) die Leitung der Chirurgischen Universitätsklinik, die Sauerbruch bis zu seiner Berufung nach Berlin (1927/1928) innehatte. Der bayerische König Ludwig III. freute sich so sehr über Sauerbruchs Entscheidung, nach München zu kommen, dass er ihn umgehend zum Geheimen Hofrat ernannte. Dem „Herrn Geheimrat“, wie Sauerbruch fortan angeredet wurde, gelang es, den Ruf der Chirurgischen Klinik der LMU als Zentrum moderner Chirurgie zu festigen. So sorgte er unter anderem dafür, dass seine Klinik eine Unterdruckkammer erhielt, die er selbst bereits 1903 in Breslau – noch als Assistenzarzt – entwickelt hatte. Diese Unterdruckkammer eröffnete erstmals die Möglichkeit, chirurgische Eingriffe am offenen Brustkorb durchzuführen, ohne dass es zu einem lebensgefährlichen Pneumothorax kam. Als Sauerbruch München 1928 wieder verließ, hatte sich die Klinik international einen Namen gemacht und galt seitdem als weltweit führend auf dem Gebiet der Thoraxchirurgie. Neben der Etablierung von innovativen Methoden bei der Operation, etwa der Speiseröhre, des Mageneingangs oder auch der Hirnchirurgie, wagte sich Sauerbruch in den 1920er Jahren erstmals auch an Eingriffe am freigelegten Herzen. In München entwickelte Sauerbruch außerdem die sogenannte "Umkipp-Plastik": Nach Entfernung eines z.B. durch Krebs zerstörten Oberschenkelknochens wird der gesunde Unterschenkelknochen in die Hüftgelenkpfanne verpflanzt. Die Funktion des Unterschenkels übernimmt eine Prothese. Eine weitere Errungenschaft, die wesentlich zu Sauerbruchs internationale Anerkennung beitrug, war die Entwicklung einer Armprothese, die direkt in den Körper implementiert wurde und die er speziell für Kriegsversehrte des Ersten Weltkriegs entworfen hatte. Bereits in seinem ersten Jahr in München gründete Sauerbruch eine Firma, um möglichst viele Amputierte zeitnah mit dem „Sauerbruch-Arm“ versorgen zu können. 1919 war auch das Jahr, in dem Sauerbruch dem Attentäter und Mörder von Kurt Eisner, der als erster Ministerpräsident von Bayern in die Geschichte einging, das Leben rettete – und dies sogar in zweierlei Hinsicht: zum einen durch eine Notoperation und zum anderen durch seine Weigerung, Anton Graf Arco-Valley dem Revolutionskomitee auszuliefern; hierfür wäre Sauerbruch sogar beinahe zum Tode verurteilt worden. Fast ein ganzes Jahrzehnt lenkte und prägte Sauerbruch in München die Geschicke der Chirurgischen Universitätsklinik. Von 1928 an wurde für ihn und seine zweite Frau, die Ärztin Margot Großmann (1903-1995), Berlin zur neuen Heimat: Am 11. März 1928 hielt Sauerbruch seine offizielle Antrittsvorlesung an der Medizinischen Fakultät (Charité) der Berliner Friedrich-Wilhelm-Universität. Bis zu seiner Emeritierung 1949 leitete Professor Ferdinand Sauerbruch die II. Chirurgischen Klinik der Berliner Charité; zu dieser Zeit war Sauerbruch bereits demenzkrank. Im März 1951 verstarb er infolge eines Schlaganfalls. Sauerbruch behauptete von sich selbst, er sei „ein unpolitischer Mensch“. Anlässlich der Ausstellung „Auf Messers Schneide. Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch zwischen Medizin und Mythos“ im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité (von 2019 bis 2020) schrieben die Veranstalter jedoch zu Saubruchs umstrittener Rolle während der NS-Zeit: „Als Generalarzt und Forschungsgutachter wusste er in der Zeit des Nationalsozialismus […] um die Praxis verbrecherischer Menschenversuche im KZ und erhob seine Stimme dagegen nicht.“ Nach Ferdinand Sauerbruch sind in Deutschland mehrere Straßen benannt, darunter auch eine Straße im Stadtteil Hadern von München. Quellenangaben: -(Portrait Sauerbruch) Bundesarchiv, Bild 183-R45871 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE (https://creativecommons.org/licenses/...) -(Abbildung zur OP Armstumpf) Auge=mit abfotografiert aus "Carl Franz (1870 -1946) - Lehrbuch der Kriegschirurgie (2. Aufl. 1936)" Seite 224 / 225., CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/...)