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------------------------------------------------------------------ Am 12. Dezember 2013 verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit die Puppen- und Maskenspielerin Mo Bunte. ... Da sprach Lenchen: "Fundevogel, verlässt du mich nicht, so verlass' ich dich auch nicht." Da sprach der Fundevogel: "Nun und nimmermehr." ... (Vom Fundevogel, Brüder Grimm) Nach ihrer Ausbildung zur Puppenspielerin am Figurentheater-Kolleg in Bochum, stieß Mo Bunte Anfang der 80er Jahre (mit ihrer damaligen Partnerin Meike Clausen und beider "Figurentheater Motte") zu der sich gerade formierenden Bremer Freien Theaterszene. Von ihrem Hof hinterm Deich in Butjadingen brachten sie die Stoffe ihrer damaligen Stücke mit: Die "Gnome unter uns" - ein Märchen nicht nur für Erwachsene - führten in eine morastige, urige Welt weit außerhalb der Städte, zu eigentümlichen Wesen, deren Geheimnisse nur abzulauschen waren, wenn sich der Zuschauer auf Mythen einlasssen konnte. Im Kinderstück "Von Märchen und Mäusen" diente als Bühnenbild ein von Mäusen zerfressener Foliant, aus dem heraus die Märchen gespielt und erzählt wurden - eigene Erfahrungen mit angenagten Büchern auf dem Dachboden des Hofes hatten Pate gestanden. Schon früh nutzte Mo Bunte in ihren Stücken den unerschöpflichen Fundus, den die Natur ihr bot. Ob im Spülsaum oder in Wald und Flur: überall fand sie Wurzeln und Gerten, Vogelfedern und Entendaunen, Muscheln und Knochen, Hagebutten und Herbstlaub, Äpfel und Nüsse, die zum Material ihrer Inszenierungen wurden. Zu diesen Naturmaterialien gesellten sich rostende Kochtöpfe, Kartoffelsäcke, irdene Näpfe, hölzerne Kochlöffel. Und wie die zur Arbeit untauglichen und also "überflüssigen" Tiere Esel, Hund, Katze und Hahn sich als Bremer Stadtmusikanten neu erfanden, so erfand und verlieh Mo den vernutzten Alltagsgegenständen in ihren Stücken ein neues Leben auf der Bühne: der löchrige Kartoffelsack wurde zum philosophierenden Gnom, der zerbeulte Topfdeckel zum schützenden Schild, das leere Weinglas zur hellen Kirchturmglocke. Nach langer Abwesenheit spielte Mo Bunte Anfang 2013 wieder in Bremen. Einkaufstrolley und Rucksack genügten ihr, um das Bühnenbild, alle Requisiten und ihren persönlichen Reisebedarf allein im Zug von Berlin nach Bremen zu transportieren. Es war ihr in den letzten Jahren auf kluge Weise gelungen, die materiellen Erfordernisse der Stücke mit der Mobilität, die sie für die Tourneen brauchte, zu verknüpfen. Und wo sich dennoch Schwierigkeiten auftaten, lächelte Mo sie voller Liebreiz weg. Während des Bremer Auftritts im März 2013 ist auch der Trailer zum Fundevogel entstanden. Im November 2013 sollte die Vorstellung in Bremen und Bremerhaven wiederholt werden. Mo konnte ihren "Fundevogel" jedoch nicht mehr spielen - die Erkrankung hatte ihr bereits zuviel Kraft geraubt. Klaus Benk, Bremen klausbenk@me.com