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BERND FRANKE Daheim in der Fremde Szene für Bariton, Sprecher, Oud, Solo-Perkussion und Orchester nach Texten von Adel Karasholi (2016) Life-Recording vom 24.2.17, RBB Kompositionsauftrag vom Staatstheater Cottbus, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung UA: 24.2.2017, Cottbus, Theaterhaus, Cottbuser Philharmonie Adel Karasholi liest seine Gedichte Bariton – Andreas Jäpel, Oud/Gesang – Cham Saloum, Solo-Perkussion – Nora Thiele Leitung – Evan Christ Dauer: ca. 30 Minuten PROLOG I - Lied 1 („Entwurzelung“), Bariton und Orchester II - Teppich 1 („Im Gepäck“ und „Grün der Minze“), Sprecher und Orchester III – Erinnerung 1, Oud, Gesang, Perkussion (Improvisation) IV – Lied 2 („Verwurzelung“), Bariton und Orchester V - Teppich 2 („Das Seil“ und „Eilende Winde“), Sprecher und Orchester VI - Erinnerung 2, Oud, Gesang, Perkussion (Improvisation) EPILOG – („Die Brücke“), Bariton, Sprecher und Orchester TEXTE von ADEL KARASHOLI Satz 1, Lied 1 (Entwurzelung) Packe deine Koffer nicht aus. Schlage keinen Nagel in die Wand. Hinter dir das Meer. Vor dir der Abgrund. Tanze auf dem Seil zwischen Hölle und Hölle. Du bist nirgends Zuhaus. Satz 2 (Teppich 1) Im Gepäck Ich habe mitgenommen An den Schuhsohlen Der Kindheit enge Gasse Die sich festklammern an des Berges Grauen Zöpfen In den Augen Die kleine Minze am Bach Vor dem Olivenbaum Und im Haar den zärtlichen Windhauch Damaszener Abende Ich habe mitgenommen Auf dem nackten Arm Der Sonnenkarawane Spuren Beladen mit der Sehnsucht meiner Urahnen Nach den kühlenden Schatten Friedlicher Oasen In der Seele Die Reinheit der Propheten Wie sie im Buche steht Und die Wildheit kahler Berge Ich habe mitgenommen Auf meinen Lippen von Mutter Die Melancholie Und den Durst vom Vater Nach dem Quellfeuer aller Frauen Grün der Minze 1 Aus dem Land der Märchen war ich gekommen Dem Land der tausendundeinen Sonne Den goldenen Tanz der Schmetterlinge Schützte am Herz mir das leinene Hemd Die Jasminkette um meinen Hals gewunden Von Märchen und Sonnen Blickte in die Welt so Wie ein Kind Der Baum ist eine Fee Die Wolke ist der Prinz Der Regen ist die Hochzeit der Natur 2 Aus dem Land der Märchen Dem Land des tausendundeinen Elends war ich gekommen In die großen Städte der Hochjunktur Wo das Rad sich drehte hundert Jahre schneller „Wo der Kalender sich selber abreißt vor Ohnmacht und Hast“ Unter den Schatten der Gleichgültigkeit Liegen verborgen die Spuren der Kriege Wo alles verboten ist Der Eingang der Durchgang der Ausgang Wo der Baum nur Baum ist und der Regen Nichts als Niederschlag 3 In diesen Schneewäldern erfroren mir die Schmetterlinge Die fröhlich-trunkenen Der Eiswind Streute den Zweifel ins Lied Peitschte aus dem Pinsel die Farben Riß vom Jasmin die Blätter Satz 4, Lied 2 (Verwurzelung) Im Sowohl-Als-Auch verwurzelt sind die Füße. Die Arme gespannt wie eine Saite. So halt` ich mein Gleichgewicht. So schlag` ich Wurzeln ins Zentrum der Welt. So erträum` ich die Hochzeit von Sonne und Schnee. Meine zwei Länder und ich, wir sind vermählt, bis dass der Tod uns scheidet. Und jetzt bin ich hier unter euch, mit euch Und ich lasse nicht ab von mir und von euch. In diesem Land, hier, dahin ich gekommen bin Mit grünen Träumen um die Stirn. Satz 5, Teppich 2 1 DAS SEIL Also sprach Abdulla zu mir Fremde ist zu deiner Rechten Und zu deiner Linken ist die Fremde Denn du tanzt auf einem Seil Und er sprach Die Frage steht der Frage im Wege Die Antwort der Antwort desgleichen Denn du tanzt auf einem Seil Und er sprach Weder der Osten ist Osten Noch der Westen ist Westen in dir Denn du tanzt auf einem Seil Und er sprach Schließe deine Augen Und laufe so schnell du laufen kannst Denn du tanzt auf einem Seil 2 EILENDE WINDE Und also sprach Abdulla zu mir Stelle dem Fremden einen Stuhl hin Decke dem Fremden einen Tisch Bringe dem Fremden zu essen herbei und zu trinken Und er sprach Halte dein Ohr geneigt wenn ein Fremder spricht Nimm in deine Hände die seinen Denn sie zittern vor Kälte noch Und er sprach Vielleicht beschuhst auch du eines Tages Deine Füße wie er Mit eilenden Winden EPILOG (Die Brücke) Also sprach Abdulla zu mir. Auf der Rose bewegt es sich. Auf dem Felsen bewegt es sich. Unter der Brücke bewegt es sich. Das Licht der Liebe. Und er sprach. Die Rose erblüht in der Rose. Der Fels ruht im Felsen. Die Brücke dehnt sich aus in der Brücke. Ich aber sprach. Das Licht wirft mich in die Rose. Die Rose läßt mich erblühen im Felsen. Der Fels verwurzelt mich in der Brücke. Und die Brücke dehnt sich aus. Von Meridian zu Meridian.