У нас вы можете посмотреть бесплатно Johann Thielemann Cramer (1714-88): Jesus meine Zuversicht или скачать в максимальном доступном качестве, видео которое было загружено на ютуб. Для загрузки выберите вариант из формы ниже:
Если кнопки скачивания не
загрузились
НАЖМИТЕ ЗДЕСЬ или обновите страницу
Если возникают проблемы со скачиванием видео, пожалуйста напишите в поддержку по адресу внизу
страницы.
Спасибо за использование сервиса ClipSaver.ru
Orgel der Klosterkirche Michelstetten (Velesovo) The English version of the video description has been added as a comment! Wie im Video vermerkt werden die Lebensdaten von Johann Thielemann Cramer meist mit 1713-93 angegeben. Cramer, über 50 Jahre Mitglied der Gothaer Hofkapelle (er bewarb sich dort 1736 und wird im Hofkalender von 1786 noch immer geführt) genoß zu Lebzeiten hohes Ansehen, doch über Einzelheiten seiner Biographie und selbst die Lebensdaten ist aktuell nurmehr wenig Verläßliches zu ermitteln. Hier wartet ein lohnendes Forschungsprojekt. Was ich vorläufig über Cramer herausgefunden habe, ist in der Videobeschreibung meiner Einspielung von Cramers Orgelsonate C-Dur nachzulesen: • Johann Thielemann Cramer (1714-88): Orgel-... Cramer veröffentlichte eine Anzahl seiner Kompositionen, nämlich Lieder und Werke für Tasteninstrument allein. Letztere sind sämtlich manualiter darstellbar, auch die beiden ausdrücklich als Orgelsonaten bezeichneten. Es ist daher besonders interessant, hier auf ein Cramersches Orgelstück mit Pedalpart zu stoßen. Das angesprochene hypothetische Forschungsprojekt sollte auch der Frage nachgehen, wo und in welchem Zusammenhang Cramer -- offenbar Sohn eines Landorganisten und also von klein auf mit der Orgel vertraut -- an der Orgel auftrat (bei der Gothaer Hofkapelle war er als Sänger und Cembalist angestellt). Das eingespielte Werk findet sich als Manuskript in der Staatsbibliothek Berlin, versehen mit einer besonderen Titelseite, auf der die Worte "Vorspiel / über / den Gesang / Jesus meine Zuversicht / auf / 2 Clavier / und Pedal / vor / die Orgel / von Cramer" mit einem gewissen, wenn auch nicht übertriebenen kalligraphischen Anspruch erscheinen. Der dreiseitige Notentext selbst ist nicht sonderlich kalligraphisch gestaltet, aber doch so sauber, daß jemand, der mit dem Stück unvertraut ist, es sich daraus wohl ohne größere Schwierigkeiten erarbeiten könnte -- zumal das Stück, für die Zeit keineswegs selbstverständlich, auf drei Systemen notiert ist, der Pedalpart also gesondert und nicht zusammen mit dem für die linke Hand. Der Notentext enthält auch keinerlei Korrekturen. All das deutet darauf hin, daß die Abschrift nicht für den Eigengebrauch des Schreibers bestimmt war. Von anderer Hand wurde vor "Cramer" ergänzt "Joh. Thielemann", unter dem Namen "in Gotha", noch weiter unten der Vermerk "Eigene Handschrift des Componisten". Diese Zusätze stammen vermutlich mindestens teilweise von Georg Poelchau (1773-1836), ein zuletzt in Berlin ansässiger Musiker und Sammler von Musikhandschriften, dessen Nachlaß die Berliner Königliche Bibliothek (jetzt Staatsbibliothek) 1841 ankaufte. (Der ursprüngliche Text der Titelseite ist überwiegend in "deutscher" -- "gebrochener" -- Schreibschrift gehalten, mit Ausnahme des "lateinisch" geschriebenen Wortes "Pedal". Im Notentext erscheint zur Kennzeichnung des Cantus firmus mehrfach das Wort "Choral", außerdem der Vermerk "Volti subito", d.h. "Sofort umblättern", jeweils in "lateinischer" -- "runder" -- Schreibschrift. Die unterschiedlichen Schrifttypen erklären sich daraus, daß man, wie ebenso in Drucken, damals "deutsche" Worte oder selbst Wortteile in "deutscher" Schrift schrieb und Worte oder Wortteile lateinischen oder griechischen Ursprungs oder in romanischen Sprachen in "lateinischer" Schrift. "Clavier" in "deutscher" statt "lateinischer" Schrift auf der Titelseite ist dann allerdings ein Lapsus. Unklar scheint, ob die drei Zusätze auf der Titelseite: "Joh. Thielemann", "in Gotha" und "Eigene Handschrift des Componisten" alle von derselben Person stammen. Der erste Zusatz ist in "deutscher" Schreibschrift gehalten, wenngleich der Buchstabe "a" eher "lateinisch" aussieht, die beiden anderen in "lateinischer" Schreibschrift. Die dem Digitalisat der Staatsbibliothek beigegebene bibliographische Information kennzeichnet nur den ersten Zusatz als möglicherweise von Poelchau.) Die geforderten zwei Manuale mit Pedal standen Cramer in Gotha mehrfach zur Verfügung, nicht nur in den beiden Stadtkirchen, sondern auch schon etwa in der Schloßkirche der herzoglichen Hauptresidenz Schloß Friedenstein mit der Orgel des dänischen Orgelbauers Severin Holbeck von 1692 (davon erhalten das Gehäuse wie auch die jetzt stummen Prospektpfeifen, das Werk indes 1855 ersetzt). Wie im Video vermerkt ist es wahrscheinlich, daß Cramer das Stück auf dieser Orgel spielte. Tatsächlich wird er es wohl sogar für dieses Instrument komponiert haben. Ich wunderte mich, daß das Stück im Pedal das Cis der Großen Oktave erfordert, das Orgelbauer vor dem 19. Jahrhundert so gut wie immer wegließen. Wie sich herausstellt besaß es die Holbeck-Orgel aber (Christian Ahrens, "Die Holbeck-Orgel der Gothaer Schlosskirche im 18. Jahrhundert", Ars Organi 60 [2012]). Großen Dank für den Hinweis auf dieses Stück schulde ich Peter Roberts -- ebenso für die zur Verfügung gestellte Transkription. a_osiander(at)gmx.net . http://andreas-osiander.net . / andreas.osiander