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Die Anfänge kirchlichen Lebens in Güntersleben liegen ebenso im Dunkel der Geschichte wie die Entstehung des Dorfes, das im Jahr 1113 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird. Soweit die Nachrichten zurückreichen, war Güntersleben zunächst Filialpfarrei von Veitshöchheim, das 1097 durch bischöfliche Schenkung der Benediktinerabtei St. Stephan in Würzburg zugesprochen worden war. Um diese Zeit gab es wohl auch schon in Güntersleben eine erste Kirche oder Kapelle. Sie hatte St. Laurentius zum Patron und stand auf dem Gelände des heutigen Dürrbachparks. Die Überreste der Ruine wurden 1688 beim Bau des Pfarrhauses verwendet. Aus der Zeit um 1100 stammen die ältesten Teile der jetzigen Pfarrkirche. Es sind die unteren Geschosse des Turms, im romanischen Baustil angelegt. Ihre Entstehung fällt in die Zeit, in der ein Bruder des damaligen Abtes von St. Stephan, von diesem als Verwalter eingesetzt, eine Herrschaft in Güntersleben aufbauen wollte, die aber keinen dauerhaften Bestand hatte. Möglicherweise sollte der Bau einer neuen Kirche auf exponierter Anhöhe diesen Machtanspruch begründen und festigen. 1345 wurde Güntersleben nach der Trennung von Veitshöchheim eine eigene Pfarrei, wie die bisherige Mutterpfarrei seelsorglich betreut auch von den Benediktinern des Klosters St. Stephan. Zu ihnen gehörte auch P. Ignatius Gropp, bekannt als bedeutender fränkischer Geschichtsschreiber und von 1749 bis zu seinem Tod im Jahr 1768 Pfarrer in Güntersleben. In der Gründungsurkunde der Pfarrei wird als Kirchenpatron der darin zur Pfarrkirche bestimmten Kirche auf dem Berg bereits St. Maternus genannt. Er war um das Jahr 300 der erste Bischof von Köln, ist einer der dortigen Stadtheiligen, in unserer Gegend aber so gut wie unbekannt. Wie die Verbindung mit Güntersleben zustande kam, ist ein bis heute nicht beantwortetes Rätsel. In das Jahrhundert der Pfarreigründung ist der Bau des gotischen Chors der Pfarrkirche zu datieren. In seiner Größe ist er ausgelegt auf ein stattliches Bauwerk mit erstaunlichen Dimensionen für ein kleines Dorf, wie es Güntersleben damals war. Es muss Spekulation bleiben, ob hier ein Zusammenhang mit einer angeblichen Wallfahrt besteht, die über einige Zeit in hoher Blüte gestanden haben soll und dem Dorf zu einem gewissen Wohlstand verholfen haben könnte. Der Niedergang der Wallfahrt könnte auch erklären, dass die Kirche nicht in gleicher Größe wie der Chor vollendet wurde. Vielmehr hatte sie über Jahrhunderte ein viel zu kurzes Langhaus mit nur einem Seitenschiff, das im Gegensatz zum Chor auch noch sehr schlecht gebaut und reparaturanfällig war. 1602 wurde der Kirchturm unter der Regierungszeit von Fürstbischof Julius Echter in der für damals charakteristischen Spitzform, bekannt auch unter der Bezeichnung Echtertum, auf seine heutige Höhe von 47 Metern aufgestockt. Zwischen 1730 und 1760 erhielt die Kirche eine neue Innenausstattung im Stile des Barock bzw. Rokoko. Davon sind noch zwei Altäre erhalten: Der Maternusaltar von 1750 aus der Werkstatt von J.W. von der Auwera; er steht in der gleichnamigen Kapelle, die einige Jahre vorher an den Turmdurchgang angebaut worden war. Der Altar der schmerzhaften Gottesmutter stammt von Johann Peter Wagner und steht seit 1759 in der Nebenkapelle des Chorraums.. 1802 endete mit der Säkularisation und der Auflösung des Klosters St. Stephan die lange Folge der Günterslebener Pfarrer aus dem Benediktinerorden, die viel zur Entwicklung des Dorfes beigetragen haben. Zwischen 1863 und 1893 war Jakob Hofmann Pfarrer in Güntersleben, bekannt als Begründer und langjähriger erster Schriftleiter des Katholischen Sonntagsblattes. 1902 bis 1903 waren die Jahre des großen Kirchenbaus. Das zu kleine und schlecht gebaute Langhaus wurde bis auf die Seitenwand zum Kirchplatz abgebrochen und in einer jetzt auch zum Chor passenden Größe neu gebaut, mit einem allerdings verkürzten rechten Seitenschiff, um die Belichtung der benachbarten Schule nicht zu beeinträchtigen. Das Kircheninnere wurde weitgehend neu ausgestattet mit Altären, Kanzel, Chorgestühl und Kreuzwegstationen im neugotischen Stil und einer neuen Orgel. Die Ausmalung der Kirche übernahm der aus Güntersleben stammende Künstler Augustin Kolb. 1952 wurde mit der Verlängerung des rechten Seitenschiffs die Kirche ein letztes Mal erweitert. Sie hat damit ihre endgültige Gestalt gefunden als ein imposantes, das Ortsbild beherrschendes Bauwerk, in dem die unterschiedlichen Stilformen seiner über acht Jahrhunderte reichenden Baugeschichte eine harmonische Vereinigung eingegangen sind. 1957 wurden im Zuge einer grundlegenden Renovierung die Wandmalereien des Augustin Kolb einschließlich seiner monumentalen Darstellung des Jüngsten Gerichtes über dem Chorbogen entfernt. Seit 1974 erklingt zu den Gottesdiensten nach der schon vorher erfolgten Umgestaltung des Altarbereiches gemäß den liturgischen Neuerungen des II. Vatikanischen Konzils eine neue Orgel.