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Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Bäuerinnen erklärt. Ein Anlass, der den Blick auf eine Berufsgruppe lenkt, die oft im Hintergrund steht – und ein guter Grund, ihr rund um den Internationalen Frauentag am 8. März besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Denn in der kollektiven Vorstellung gelten landwirtschaftliche Berufe in der Europäischen Union noch immer vielfach als Männerdomäne. Solche Bilder wirken fort: Sie erschweren Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit, bremsen Innovationen – und halten nicht zuletzt viele davon ab, überhaupt eine berufliche Zukunft in der Landwirtschaft in Betracht zu ziehen. Wie lassen sich diese Denkmuster verändern? Und wie können Frauen in der europäischen Landwirtschaft die gleichen Chancen erhalten wie Männer? In der 67. Folge von „Nahrung für Europa“ kommen dazu ganz unterschiedliche Stimmen zu Wort. Vorgestellt werden zwei Landwirtinnen mit sehr verschiedenen Lebenswegen: Mara Walz, Winzerin in Deutschland, die den elterlichen Betrieb übernimmt, und Ina Grecka, ausgebildete Stadtingenieurin, die in Litauen Landwirtin geworden ist. Einen wissenschaftlichen Blick auf die strukturellen Ursachen geschlechtsspezifischer Ungleichheiten in ländlichen Räumen werfen Professorin Sally Shortall von der Universität Newcastle und Professorin Maura Farrell von der Universität Galway. Sie sprechen über mögliche Lösungsansätze und über besondere Formen weiblicher Innovation in der Landwirtschaft.