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CLAUDIO MONTEVERDI (1567 - 1643) MADRIGALE 00:00 Altri canti d‘amor für 6 Stimmen (Text anonym) 08:40 Il combatimento di Tancredi e Clorinda für Tenor, Sopran, Bariton (Text: Torquato Tasso) 27:03 Duo seraphim für 3 Stimmen (aus Vespro della beata vergine - Text aus der Liturgie) 33:14 Lamento di Arianna für Mezzo bzw. Sopran (Text: Ottavio Rinuccini) 43:22 Gira il nemico für 3 Stimmen (Text: Giulio Strozzi) 48:55 Hor che il ciel e la terra für 6 Stimmen (Text: Francesco Petrarca) CANTO | ARIANNA - Sydney Penny QUINTO | CLORINDA - Sarah Sophia Malki ALTO | ARIANNA - Catarina Taira TENOR 1 | TESTO - Marcel Hubner TENOR 2 | TESEO - Nicolás Spierling BASSO | TANCREDI - Juho Stén Die Sopranistin Sydney Penny spielt und singt wegen eines gebrochenen Beins die Vorstellung im Rollstuhl. Im "Combatimento di Tancredi e Clorinda" und im "Duo Seraphim" agiert die Regieassistentin Paula Kaiser szenisch und Sydney Penny singt von der Seite. PRODUKTIONSTEAM REGIE & GESAMTLEITUNG - Katharina Thoma DIRIGAT - Julius Ebert LEITUNG ENSEMBLE F. HIST. INSTRUMENTE - Ralf Waldner BÜHNENBILD - Verena Hemmerlein KOSTÜMBILD - Ben van Heyden KAMPFCHOREOGRAPHIE - Boris Wagner LICHT - Andreas Herold MASKE - Olga Grass REGIEASSISTENZ & ÜBERTITELINSPIZIENZ - Paula Kaiser, Eva Schellong EINSTUDIERUNG & KORREPETITION - Jia Jia, Julius Ebert, Laura Verdejo Romero, David Todd, Yifan Yao, Andreas Ntellas BÜHNENTECHNIK - Andreas Herold, Bernd Schwab, Reinhard Wolz AUFNAHME - Jürgen Rummel Theater Bibrastrasse, 2. Juni 2025 SYNOPSIS UND INSZENIERUNGSANSATZ (von Katharina Thoma) Eine Gruppe von Menschen begegnet sich, ein Liebespaar wird verspottet und aggressive Männlichkeit siegt über vermeintliche Schwäche und Gefühlsduselei. Der Krieg wird besungen, Begeisterung breitet sich aus. Eine alte Geschichte wird vorgetragen: der christliche Kreuzritter Tancredi trifft auf dem Schlachtfeld seine Geliebten Clorinda, die jedoch dem feindlichen, muslimischen Lager angehört. Er erkennt sie nicht und tötet sie im Zweikampf. Sterbend verlangt sie nach der Taufe, erst da wird ihm klar, wen er mit seinen eigenen Händen erschlagen hat. Zwei Engel übernehmen die Regie, machen Clorinda zur Märtyrerin und erheben sie effektvoll in den Rang eines dritten Engels. Als alle die Bühne verlassen haben, findet sich Arianna allein auf einer einsamen Insel wieder. Ihr Geliebter Teseo ist auf göttliche Weisung ohne sie weitergesegelt und hat sie einfach zurückgelassen. Sie durchlebt alle Stadien der Hoffnung und Verzweiflung, des Kummers und der Wut und schließt mit der Erkenntnis: so geht es einem, wenn man zu viel glaubt und zu viel liebt. Sie wird etwas ruppig aus ihrer Trauer gerissen von drei Bühnenarbeitern, die sie und ihre Tragik verspotten und ihrem Spieltrieb freien Lauf lassen. Eine Gruppe von Menschen findet sich in einem Klagegesang über die Unerreichbarkeit des geliebten Wesens und beschreibt die Qualen der unerfüllten Liebe. Unter dem Titel GLAUBE, LIEBE – HOFFNUNG? lotet die Opernschule Konflikte aus, die zwischen Liebenden entstehen können, insbesondere dann, wenn starke religiöse Gefühle der Liebe entgegenwirken. Wir leben in einem Jahrhundert, in dem Kriege allgegenwärtig sind, aus unterschiedlichsten Motivationen – aber eben auch wegen religiöser Differenzen. Religiöser Radikalismus ist (wie jede Form von Extremismus) zu keiner Zeit Teil der Lösung gewesen, sondern immer Teil des Problems. Umso erstaunlicher ist es, dass in vermeintlich aufgeklärten, säkularen Gesellschaften plötzlich wieder Gesinnungskriege geführt werden, dass Freiheiten, die man längst als selbstverständlich ansah, wieder in Frage gestellt werden, und dass Menschen wegen ihres Glaubens diskriminiert werden. Es zeigt uns, dass der Glaube zu allen Zeiten und auch heute eine ähnlich heftige Antriebskraft sein kann wie die Liebe. Und dass er die Menschen zu ähnlich irrationalen, zerstörerischen Handlungen anstacheln kann. Diese Geschehnisse finden wir in Musik(theater)stücken, die 400 Jahre alt sind, ebenso wie in neuesten Werken – das allein beweist die Zeitlosigkeit dieser Problematik. Mit elementaren Mitteln setzt die Bühne Zeichen aus Licht und Dunst, Papier und Stoff. Die Kostüme tragen biographische Merkmale der einzelnen Charaktere und weisen Spuren von Durchbrochenheit und Zerstörung auf. Die Inszenierung vertraut ganz auf die Spannung zwischen den einzelnen Darstellern, auf Gruppendynamik und die Kraft der Person im Raum. So erschließen wir uns die Gefühle und Konflikte der Figuren, ihren Glauben und ihre Liebe – ob es für sie wohl auch Hoffnung gibt?