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Ökonomie. Subjektivierung. Geschlecht. - Feministisch-Materialistische Perspektiven in der empirischen Sozialforschung Lisa Haller & Sarah Speck im Gespräch mit Christina Engelmann Live-Veranstaltung im Café KoZ (Aufzeichnung) 07.04.20222 18:00 – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - Veranstaltung 03 der Reihe "Zur Aktualität Materialistischer Feminismen" | Februar – Juli 2022 Alle Infos zur Reihe unter: https://www.forumkw.de/2022/02/04/zur... – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - Wir leben in Zeiten, in denen sich das, was man gemeinhin als kapitalistische Verwertungslogik begreift, nahezu vollständig verallgemeinert hat. Sie strukturiert viel mehr als nur die Erwerbssphäre, eine Grenzziehung zum Privaten ist oft schwer. Freundinnen, Familie, Politik und Arbeit bilden das moderne Konglomerat der Selbstverwirklichung und versprechen Glück – sofern wir es schaffen, alle Bereiche ausreichend zu bedienen, also effizient zu koordinieren und zu gestalten. Damit sind wir sehr beschäftigt und schimpfen gleichzeitig über unser Wirtschaftssystem, den Kapitalismus, der uns all das antut. Die Kritik am Kapitalismus scheint zeitgemäß, sie ist alltäglich und allgemein akzeptiert. Wir kritisieren ihn beim Pizzaessen in der Mittagspause, wir lesen zwischendrin darüber in den Social Media, diskutieren abends beim Date oder morgens bei der Vorlesung an der Universität. Wie das Reden übers Wetter ist Kapitalismuskritik ein unverfängliches Gesprächsthema. Und wie das Wetter erscheint die kapitalistische Verwertungslogik als vernünftigstes Organisationsprinzip aller Lebensbereiche ohnehin unantastbar. Je weniger aber die ökonomischen Verhältnisse gestaltbar erscheinen, desto wichtiger wird die Bestätigung der eigenen Handlungsfähigkeit im Angesicht der scheinbar überwältigenden Ohnmacht gegenüber den größeren Zusammenhängen. Materialistisch-feministische Perspektiven haben vor diesem Hintergrund in jüngerer Zeit in Theoriedebatten neue Aufmerksamkeit erfahren. In empirischer Sozialforschung sind sie allerdings weiterhin eher marginal. Hier nehmen Lisa Yashodhara Haller und Sarah Speck den Ausgang für ihr Gespräch, in dem sie sich mit materialistischen Perspektiven der Gegenwart auseinandersetzen und Entwicklungen und Desiderate innerhalb der aktuellen Geschlechterforschung diskutieren. Ausgehend von ihren Studien nähern sie sich dabei der Frage, welche Dimensionen der empirischen Analyse eine materialistisch-feministische Perspektive umfasst, und verhandeln die Bedingungen der Möglichkeit gesellschaftlicher Emanzipation. - - - - - - - - - Lisa Yashodhara Haller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Frankfurter Institut für Sozialforschung (IfS). Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört die vergleichende Forschung zu Familienpolitiken sowie die Paar- und Geschlechterforschung. Ihre empirischen Arbeiten zielen unter anderem auf die Untersuchung der Vermittlungszusammenhänge zwischen der staatlichen Steuerung der kapitalistischen Wirtschaft und darin stattfindenden vermeintlich privaten Alltagsentscheidungen. Sarah Speck ist Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung an der Goethe-Universität Frankfurt, Mitglied des Kollegiums des Instituts für Sozialforschung und stellv. Direktorin des Cornelia Goethe Centrum. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Geschlechterforschung, feministische Gesellschaftstheorie, Paar- und Familiensoziologie, soziale Reproduktion, soziale Ungleichheit und Milieus. In ihren empirischen Studien hat sie unter anderem Paar- und Machtdynamiken im Kontext des Wandels der Erwerbswelt und Paradoxien der Gleichheit in modernen Geschlechterarrangements erforscht.