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Pfeile aus der Merowingerzeit gehören zu archäologischen Raritäten. Das betrifft weniger die eisernen Spitzen als die Pfeilschäfte und Befiederungen. Es sind keine Pfeile vollständig erhalten. Einige Bildquellen aus der Karolingerzeit wie der "Stuttgarter Psalter" überliefern Pfeile mit rautenförmigen Fahnen, erhabenen Nocken und Spitzen, wie man sie bereits zur Merowingerzeit nutzte. Blattförmig schlanke Pfeilspitzen mit Tülle gibt es in germanischen Kontexten seit der Spätantike in großer Zahl. Anfangs findet man sie bei Franken und Alamannen als Grabbeigaben oft mit einer Axt als weiterer Waffe kombiniert. Im Laufe der Merowingerzeit wird die Axtbeigabe durch ein einschneidiges Langmesser, den Sax, ersetzt. Die kulturhistorischen Gründe dafür sind unklar. Es handelte sich jeweils um die Bewaffnung einfacher Leute, welche sich Pfeile, Bogen und Axt oder Sax aber keinen Schild, Lanze und Schwert (lat. "spatha") leisten konnten. Widerhakenspitzen mit einer Breite um die 3 cm sind als Zweckform vor allem Jagdspitzen für stärkeres Wild gewesen. Man findet sie häufig in wohlhabenden Bestattungen wie im Grab des Alamannen von Altdorf in der Schweiz aus dem 7. Jh. n. Chr. Dort waren die Tüllenspitzen durch eine Fadenwicklung zusätzlich am konischen Schaftende gesichert. Prinzipiell ist davon auszugehen, das Eisenspitzen eingeklebt wurden (Birkenpech, Gluteinleime). Die Unterscheidung in Pfeilspitzen mit geschlossener oder nicht geschlossener Tülle, sogenannte "Schlitztüllen", im archäologischen Schrifttum ist theoretischer Natur. Tatsächlich handelte es sich um einen mehr oder weniger akurat ausgeführten Schmiedeaufwand. Ohne zusätzliche Sicherung wären Pfeile im Einsatz spätestens beim Aufprall auf feste Ziele durch die Prellwirkung abgelöst worden. In einigen Fällen wurden auch kleine Nietstfifte verwendet, um Spitzen verlässlich zu fixieren. Als Hölzer sind fragmentarisch der Wollige Schneeball, Birke, Esche, Hasel oder Pfaffenhütchen überliefert. Dies waren in Europa bewährte Pfeilhölzer, die bereits aus vorgeschichtlichen Zeitläufen bekannt sind. Die Pfeilauszugstechniken waren fingerbasiert oder daumenunterstützt. Die Nocken wurden kelchförmig erhaben vom Schaft abgesetzt. Dazu bieten die alamannischen Pfeilfunde aus Oberflacht, Lkr. Tuttlingen, weiterhin unsere beste Referenz aus der Merowingerzeit. Vergleichbare Pfeilnocken sind auch aus spätantiken Opfermooren der Germanen in Norddeutschland und Dänemark bekannt. Die Pfeilfahnen wurden dort mit Birkenpech in eingetiefte Partien geklebt und mit Garn umwickelt. Eine Eintiefung ergibt sich aus den Fundzeichnungen des 19. Jh. von Oberflacht nicht. Allerdings ist eine Umwicklung der Fahnen erkennbar. Die Pfeile von Oberflacht waren zur Spitze hin verdickt ausgeformt. Vorne ist eine rote Bemalung beschrieben. Ansonsten wird es zur Merowingerzeit wie in der Spätantike auch Pfeile mit gleichmäßiger oder leicht "gebarrelter", d.h. in der Mitte etwas verdickter, Form gegen haben. Die Pfeillängen variierten je nach Bogentyp und Größe der Bogenschützen. In Oberflacht waren die Pfeile aufgrund der Machart der Bogen mit rund 65 cm relativ kurz. Bei traditionellen Langbogen aus Eibenholz wie in Altdorf ist von Pfeilen auszugehen, wie sie anhand älterer Pfeilfunde wie zum Beispiel in Nydam etc. bekannt sind. Das wären etwa 70-80 cm Länge. Vollholzpfeile mit eiserner Tüllenspitze wiegen bei 8-9 mm Profil je nach Länge, Holzart und Typ der Spitze zwischen etwa 35-45 Gramm. Schwere Pfeile haben eine relativ bessere Durchschlagskraft. Holger Riesch: Pfeil und Bogen zur Merowingerzeit. Eine Quellenkunde und Rekonstruktion des frühmittaltlerlichen Bogenschießens. Wald-Michelbach. Karfunkel Verlag. 2002 https://d-nb.info/965792765/04