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"Der Flüchtlingsjunge" - Land der dunklen Wälder Der Text stammt von meinem lieben Onkel Martin Trzaska, der nach seiner Pensionierung seine zweite Heimat Schleswig Holstein wieder verließ, um in der alten Heimat Masuren seinen Lebensabend zu verbringen. Im Land der dunklen Wälder, das er nie vergessen konnte, starb unser Onkel Martin im Dezember 2009. Do widzenia, Martin! Sönke Trzaska Heide, im Oktober 2010 ======================= Das ist die Lebensgeschichte eines Jungen, dem man mit 12 Jahren die Heimat genommen. Die neuen Wurzeln, die er schlug, waren flach und derer nicht viel er wollte alles, alles zu schnell und kam oft nicht ans Ziel. Er war von einer Unrast getrieben - und lebte nicht immer, wie in der Bibel geschrieben. Er wuchs auf in dem Land der dreitausend Seen und Wälder, es war seine Heimat, Kornblumen, Mohn und die Felder. Der Fluß, der gleich zweimal im Städtchen bekannt, es war Angerburg, heute Wegorzewo genannt. Doch dann kam der Krieg, Millionen haben dieses Land verloren, auf der Flucht vor der Armee, sie tat vielen Menschen so weh. Zu Fuß, mit Transporten und Pferdewagen, im Frischen Haff sind heute noch viele Gespanne begraben. Auch er hat durch diesen Wahnsinn die Heimat verloren, er kam in ein Land zwischen den Meeren. Auch Holstein genannt, nur flach das Land und die Felder. Es war nicht sein Land, er dachte an die Seen und die Wälder. Und dann fiel ihm ein, das alte Lied, es war für ihn ein Bindeglied, das die Eltern schon sangen, und es erfasste ihn ein schwermütiges Verlangen, und er summte leise, ganz leise die Melodie: Land der dunklen Wälder und kristallnen Seen über weite Felder lichte Wunder gehn Er lernte seinen Beruf und wechselte oft, es war nicht immer, was er erhofft, seine Gedanken waren bei den dreitausend Seen und Wäldern, und wieder fiel das alte Lied ihm ein von den weiten Feldern: Starke Bauern schreiten hinter Pferd und Pflug über Ackerbreiten streicht der Vogelzug Und als er dann genau 60 Jahr, sagte er: Frau ich weiß es für wahr, ich muss heim in das Land meiner Väter, jetzt, sofort und nicht später. Er verkaufte alles, was ihm geblieben und zog nach Masuren, es wird heute noch ähnlich geschrieben. Am See erwarb er ein Stück Land und baute ein Haus, fast mit eigener Hand. Jetzt steht er abends und schaut auf den See und die Wälder und sagt: Frau, schau hin und sieh die herrlichen Felder. Wir haben es geschafft, ich bin im Land meiner Väter, es mußte sein, jetzt und nicht später. Und dann, wenn die Sonne versinkt, fällt ihm ein das Lied, das so schwermütig klingt, und er hat das Gefühl, als sei ihm doch alles geblieben und dieser Vers nur für ihn damals geschrieben: Licht ist aufgegangen über Haff und Moor Tag ist angefangen steigt im Ost empor Und er sagt: Frau, wenn ich als erster geh, habe keine Angst, es tut nicht sehr weh. Laß mich nur noch eine Nacht unten im Haus, dann bring mich, den alten Masuren hinaus. Fahr mich noch einmal runter zum See, den leichten Wellenschlag hören, dann Adieu. Fahr mich nach Rohmanen, dem alten Dorf, da gibt es für uns Tote einen stillen Ort. Frau, hab Dank für die Jahre und Stunden, die wir allein verbracht und mit Freunden in fröhlichen Runden, senkt mich dann in die Erde meiner Väter, wir sehen uns wieder, bald oder später. Schütze und behüte, was wir uns erworben, es gibt für alle immer einen Morgen Höre, wie der letzte Vers des alten Liedes klingt, als ich es erstmal hörte, war ich noch ein Kind: Und die Meere rauschen den Choral der Zeit Elche stehn und lauschen in die Ewigkeit Ich hoffe, ich ruhe jetzt in Frieden, obwohl ich "den da oben" oft schon abgeschrieben, doch in Zeiten großer Not, gab er mir trotzdem immer mein täglich Brot. Frau, glaube auch Du an "ihn" und nicht an die Erben, obwohl er ließ Millionen unschuldiger Menschen sterben. Er ist oft das Licht in dunkler Nacht - hat er da oben auch die Sterne gemacht? Adieu, Servus i do widzenia