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Ausstellung Hermann Krupp in Weilburg – ein Bericht von Sabine Gorenflo DJV - Anlässlich des 100. Geburtstages des weithin bekannten Kunstmalers Hermann Krupp widmet das Weilburger Museum dem Künstler eine besondere Ausstellung im kleinen Kabinett des Hauses. Krupp, der seinen Lebensabend im Oberlahngebiet auf Schloss Elkerhausen verbrachte, zählt zu den bedeutenden Persönlichkeiten der regionalen Kunstgeschichte. Die Ausstellung wurde persönlich von seiner Tochter, der Kunsthistorikerin Dr. Ingrid Krupp, eröffnet, die damit zugleich einen sehr persönlichen Rahmen für diese Würdigung schuf. Die Präsentation umfasst nahezu neunzig sorgfältig ausgewählte Werke aus Privatbesitz, die dem Publikum einen Einblick in das umfangreiche und vielseitige künstlerische Schaffen Hermann Krupps ermöglichen. Zu sehen sind Arbeiten auf Leinwand in Öl- und Acryltechnik ebenso wie Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen, Linolschnitte und Offsetlithographien. Obwohl diese Auswahl nur einen kleinen Ausschnitt seines Gesamtwerkes darstellt, vermittelt sie dennoch ein anschauliches Bild der künstlerischen Entwicklung und der unterschiedlichen Ausdrucksformen, mit denen sich Krupp im Laufe seines Lebens auseinandersetzte. Die Ausstellung zeichnet den Weg des Künstlers von seinen frühen Arbeiten bis hin zu den späten, stark abstrahierten Bildserien nach. Beginnend mit den ersten Versuchen und den sogenannten Atelierbildern lässt sich beobachten, wie sich sein Stil allmählich weiterentwickelte und immer stärker von experimentellen Ansätzen geprägt wurde. Daraus entstanden unter anderem die abstrakten Sandmischfarben-Kompositionen, die sogenannten Sonnenvergleiche sowie die charakteristischen Kreisbilder. Die Fensterdarstellungen führten zu Stillleben, die der Künstler aus einer ungewöhnlichen Perspektive – aus der Vogelperspektive – inszenierte. Diese wiederum bildeten die Grundlage für neue Werkreihen, in denen zunächst Messer und später Schrauben als zentrale Motive auftauchten. Auch die Gestaltungsmittel wandelten sich im Laufe der Zeit. Aus einfachen farbigen Balken entstanden sogenannte Dialogbilder, deren kompositorische Spannung schließlich in den Arbeiten mündete, die Krupp selbst als Dichotomien bezeichnete. Kennzeichnend für sein Werk ist die Verbindung verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen. Zeichnung und Malerei, die traditionell oft als getrennte Disziplinen betrachtet werden, verschmelzen bei ihm zu einer Einheit innerhalb eines einzigen Bildes. Gleichzeitig kombiniert er gegenständliche, realistische Darstellungen mit streng geometrischen und abstrakten Formen. Trotz dieser Vielfalt besitzen alle Werkserien eine gemeinsame Grundlage: Sie sind konsequent durchkomponiert und reichen in ihrer Ausdrucksweise vom farblich überschwänglichen Gestus bis hin zur radikalen Reduktion auf das Wesentliche. Hermann Krupp wurde im Juli 1926 in Hofheim am Taunus geboren. Zunächst studierte er Komposition am Konservatorium in Offenbach, bevor er von 1950 bis 1956 an der Städelschule in Frankfurt ein Studium der freien Malerei sowie der Wandgestaltung absolvierte. Im Laufe seiner langen künstlerischen Laufbahn präsentierte er seine Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Seine Werke fanden ihren Weg in öffentliche Sammlungen ebenso wie in privaten Besitz und sind heute in verschiedenen Ländern Europas sowie auch in Übersee vertreten. Die Ausstellung im städtischen Museum bietet somit eine seltene Gelegenheit, sich mit dem vielschichtigen Werk dieses Künstlers auseinanderzusetzen und einen Eindruck von der Entwicklung seines Schaffens zu gewinnen. Besucherinnen und Besucher haben noch bis Ende April während der regulären Öffnungszeiten des Museums Gelegenheit, diese bemerkenswerte Präsentation zu besichtigen.