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Das Video zeigt die Abschiedsvorlesung von Herrn Prof. Dr. Aaron Schart am 18. Juli 2024 mit dem Titel "Die für Gott reservierten Verben im Alten Testament". Herr Schart ist Professor für Altes Testament und Neues Testament am Institut für Evangelische Theologie der Fakultät für Geisteswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen. Abstract in English The lecture addresses the 62 verbs in the Old Testament that are exclusively used with God as the logical subject. The aim is to understand in 5 cases, why these verbs are exclusively associated with God. Kurzfassung des Vortrags 1. Zum ersten Mal in der Forschung wird eine vollständige Liste der Verben präsentiert, die im Alten Testament ausschließlich mit Gott als logischem Subjekt konstruiert werden: Es sind 62 Stück. Als Beispiele werden 5 Verben vorgestellt: 2. bara' (erschaffen) Das Verb bara' kommt am häufigsten vor. Im ersten Schöpfungsbericht (Gen 1,1-2,4a) wird das Verb an den entscheidenden Stellen gezielt eingesetzt: Es bezeichnet in der Überschrift (Gen 1,1) zusammenfassend die Gründungsakte, die Gott unternahm, um die Grundlagen der Schöpfung zu legen. An der Stelle, an der erstmals Lebewesen geschaffen werden, nämlich die Seetiere (Gen 1,21), wird erneut das Verb bara' eingeführt. Im Falle der Erschaffung des Menschen wird es dreimal gebraucht, im Falle des Sabbats zweimal. Den Schöpfungsakten liegt eine Gottesvorstellung zu Grunde, nach der Gott die Welt „aus dem Nichts“ (creatio ex nihilo) erschaffen hat. Die Verwendung eines Verbs, das ausschließlich Gott als logisches Subjekt hat, unterstreicht, dass im Falle der Schöpfermacht Gottes ein Handeln im Blick ist, das sich kategorial von dem unterscheidet, was menschlicher Kreativität und Macht möglich ist. 3. maṭar (regnen lassen) Das Verb bezeichnet die Durchfeuchtung des Erdbodens mit Hilfe der Regenzeit, so dass der Boden fruchtbar wird. Die Kraft der Fruchtbarkeit ist für den Menschen unverfügbar. Sie ist mit Gottes allgemeiner Schöpfungsmacht verbunden. Die Fruchtbarkeit sorgt dafür, dass die Pflanzen, Tiere und Menschen sich entfalten und vermehren. Sie ist die wichtigste Kraft der creatio continua. Aus Sicht des alten Israel korrespondieren Regen und Dürre mit dem moralischen Verhalten des Volkes. Das Ausbleiben der Regenzeit kann als Strafe aufgefasst werden, deren Einsetzen als Akt der Gnade. 4. gazah (abnabeln), 1x, Ps 71,6; (vgl. gaḥah in Ps 22,10 mit ähnlicher Bedeutung) Gott wird vom Beter als Hebamme geschildert, die das Neugeborene abnabelt und in den Raum des Vertrauens stellt, den die Familie, insbesondere die Mutter, bietet. Die Geburt stellt die Erschaffung einer Einzelperson dar. Die „am Anfang“ erfolgte creatio ex nihilo setzt sich strukturanalog in der fortwährenden Erschaffung von Einzelwesen fort (creatio continua). 5. śakak (abschirmen), 1x, Ex 33,22 Gott gewährt Mose den Kontakt im unmittelbaren persönlichen Nahraum muss ihn aber gleichzeitig vor der destruktiven Seite von Gottes Heiligkeit schützen. 6. salaḥ (verzeihen, vergeben), 46 mal, Nur Gott kann „ex nihilo“ vergeben. Nur Gott kann den Menschen aus seiner tödlichen Schuldverfangenheit herauslösen. Gottes Barmherzigkeit übersteigt dabei menschliches Ermessen. Ohne die Kraft der Vergebung würde die Schöpfung nicht in einem heilvollen Gleichgewicht verbleiben. Ohne die Hoffnung auf eine endzeitliche Tilgung der Schuld, kann die Welt nicht in Frieden leben. 7. Fazit Die für Gott reservierten Verben betonen die Unfassbarkeit und Transzendenz göttlichen Handelns. Das Verfahren der syntagmatischen Begrenzung einiger Verben auf Gott als Subjekt sollte zu einem sorgsamen Sprachgebrauch in der Theologie führen. Die Rede von Gott, die auf der einen Seite gewagt werden muss, will man die Transzendenzerfahrungen des Menschen zur Sprache bringen, sollte sich auf der anderen Seite ihrer eigenen Unzulänglichkeit bewusst bleiben.