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Die am 25. März 1904 eröffnete 'Brandenburgische Städtebahn' Treuenbrietzen - Belzig - Brandenburg - Rathenow - Neustadt(Dosse) war nicht nur eine der längsten, sondern entwickelte sich auch zu einer der florierendsten Privatbahnen Preußens. Ihr militärstrategischer Nutzen spielte von Anfang an ein bedeutende Rolle, konnte man doch über sie Berlin weiträumig umfahren. Wir sahen bereits das Video "Über die südliche Städtebahn .. Treuenbrietzen - Belzig". Heute "fahren" wir ein Stück weiter und machen uns auf den Weg von Belzig, das heute Bad Belzig heißt, nach Brandenburg Hbf. Als die 'Städtebahn' nach dem zweiten Weltkrieg in der sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR lag, war sie schon zu über 90% in kommunaler Hand. Somit war es keine große Aufgabe mehr, sie schließlich in "Volkseigentum" zu überführen, die Deutsche Reichsbahn führte nun den Betrieb. In den 1950er Jahren wurde die Strecke angestrengt ausgebaut, denn über sie mußten auch viele Güterzüge Richtung Norden geleitet werden, für die es durch Berlin keine Trassen gab. Fast alle Hauptstrecken waren nur noch eingleisig, es mußte alles, wo Schienen lagen, zur Verfügung stehen. Unter diesem Aspekt, natürlich auch - aber nicht nur - aus militärischer Sicht, wurden entlang der Strecke wie auch davor und danach mehrere Verbindungskurven gebaut, damit man das Kopfmachen in Jüterbog, Belzig, Brandenburg und Neustadt(Dosse) einsparen und den Betrieb flüssiger durchführen konnte. Die Bahnhöfe wurden ausgebaut, so daß auch sehr lange Züge kreuzen konnten. So erfuhr die Städtebahn in den Nachkriegsjahren, bis in die 1960er hinein, eine regelrechte "Blüte"! Mit dem schrittweisen Wiederaufbau zweiter Gleise auf den Hauptstrecken erhöhte sich deren Kapazität, und es konnten wieder deutlich mehr Züge den direkten Weg nach Norden nehmen. Der Durchgangsverkehr nahm ab, kam aber noch lange Zeit nicht völlig zum Erliegen. Rund um Brandenburg sorgten das Stahl- und Walzwerk, aber auch diverse andere Industrie für regen Güter- und Berufsverkehr. So fuhren von Belzig aus direkte Berufszüge nach Brandenburg Altstadt über die Verbindungsbahn (eine "Kurve" ist das ja in dem Sinne nicht), um den Berufstätigen des Stahl-und Walzwerkes eine schnelle Verbindung von Süden her anzubieten. Der fortschreitende Ausbau der Hauptstrecken sowie auch der hauptbahnähnlich ausgestatteten Nebenbahn Jüterbog - Treuenbrietzen - Beelitz Stadt - Seddin / Wildpark und weiter zum Berliner Außenring machten bald den Südabschnitt Treuenbrietzen - Belzig entbehrlich. 1962 wurde hier der Personenverkehr, und bis Niemegk gleichzeitig der Güterverkehr eingestellt, von Belzig nach Niemegk besteht aber bis in die heutige Zeit noch (bzw wieder) Güterverkehr. Dem Streckenabschnitt Belzig - Brandenburg, wie auch der übrigen Städtebahn, "ging es gut". Es wurden Betriebsleistungen erbracht, die sich hinter mancher Hauptbahn nicht zu verstecken brauchten. Das blieb so bis zum landesweiten Einbruch der Wirtschaft nach der Wende 1989. Die Zeit der langen Güterzüge war über Nacht vorbei, nur noch einzeln Wagenladungen waren hin und wieder zu befördern. Auch "Berufsverkehr" war innerhalb kürzester Zeit kaum noch ein Thema, bald wurden die direkten Züge nach Brandenburg Altstadt eingestellt. Nach und nach - nachdem auch das Militär keine Ansprüche mehr hatte - wurden die Verbindungskurven stillgelegt und abgebaut. Am 13.12.2003 endete der restliche Personenverkehr zwischen Belzig und Brandenburg Hbf. Von Brandenburg bis Golzow gab es noch wenige Jahre etwas Restgüterverkehr. Inzwischen ist nahezu die gesamte Strecke abgebaut und der Bahndamm wächst zu. Da es dem Nordabschnitt Rathenow - Neustadt(Dosse) genau so erging, ist heute nur noch der Abschnitt Brandenburg Hbf - Rathenow der Städtebahn in Betrieb. Dieser ist jedoch langfristig gesichert. Verschieden Versuche zur "Lebensverlängerung" scheiterten mehr oder weniger kläglich, es gab einfach kein Interesse - und wenn man auf kein Interesse stößt, nützen die besten Ideen nichts.. Und Klimawandel war ja damals nur "grüner Unfug".. Zwischen Brandenburg und Belzig kommt die Eisenbahn nicht wieder, das dürfte sicher sein.. Gehen wir also noch mal auf die Reise, mit der Ferkeltaxe von Belzig nach Brandenburg. Unterwegs fängt es bißchen an zu tröpfeln, aber unser Scheibenwischer macht das schon.. Gute Fahrt - und schöne Erinnerung! Daten wie stets aus Wikipedia, ergänzt durch eigenes Wissen des Autors.