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Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) war einer der größten Denker des 17. und 18. Jahrhunderts und gilt als das letzte „Universalgenie“. Er leistete tiefgreifende und wichtige Beiträge in den Bereichen Metaphysik, Erkenntnistheorie, Logik, Religionsphilosophie sowie Mathematik, Physik, Geologie, Rechtswissenschaft und Geschichte. Selbst der französische Atheist und Materialist Denis Diderot aus dem 18. Jahrhundert, dessen Ansichten oft im Widerspruch zu denen von Leibniz standen, konnte sich seiner Bewunderung für dessen Leistungen nicht entziehen und schrieb in seinem Eintrag über Leibniz in der Encyclopédie: „Vielleicht hat noch nie ein Mensch so viel gelesen, so viel studiert, so viel nachgedacht und so viel geschrieben wie Leibniz ... Was er über die Welt, Gott, die Natur und die Seele verfasst hat, ist von höchster Eloquenz. Wären seine Ideen mit dem Flair Platons ausgedrückt worden, hätte der Philosoph aus Leipzig dem Philosophen aus Athen nichts nachstehen müssen.“ Tatsächlich war Diderot in diesem Werk fast verzweifelt: „Wenn man seine Talente mit denen eines Leibniz vergleicht, ist man versucht, seine Bücher wegzuwerfen und still in der Dunkelheit einer vergessenen Ecke zu sterben.“ Mehr als ein Jahrhundert später drückte Gottlob Frege, der glücklicherweise seine Bücher nicht aus Verzweiflung weggeworfen hatte, ähnliche Bewunderung aus und erklärte, dass „Leibniz in seinen Schriften eine solche Fülle von Ideen zeigte, dass er in dieser Hinsicht für sich praktisch eine Klasse ist.“ Auch wenn Leibniz sich vielleicht physisch von der intellektuellen Szene Europas abgeschnitten fühlte, gelang es ihm doch, durch ein riesiges Netzwerk von Briefkontakten in Verbindung zu bleiben. (Im Laufe seines Lebens schrieb Leibniz Briefe an über 1100 verschiedene Leute.) Trotz der großen Anforderungen, die an Leibniz als Bibliothekar, Historiker und Geheimrat am Hof von Hannover gestellt wurden, schaffte er es, ein Werk zu vollenden, das in seiner Breite, Tiefe und schieren Menge beeindruckend ist. Leibniz letzte Jahre waren düster. Er war in eine heftige Debatte mit Newton und dessen Anhängern über die Priorität der Entdeckung der Infinitesimalrechnung verwickelt und wurde sogar beschuldigt, Newtons Ideen gestohlen zu haben. (Die meisten Mathematikhistoriker gehen heute davon aus, dass Newton und Leibniz ihre Ideen unabhängig voneinander entwickelt haben: Newton entwickelte die Ideen zuerst, Leibniz veröffentlichte sie jedoch als Erster.) Am Hof wurde er wegen seiner Perücke und seiner altmodischen Kleidung verspottet (man denke an das Paris der 1670er Jahre!). Als Georg zum König wurde, war die Feindseligkeit gegenüber Leibniz in England so groß, dass Leibniz gebeten wurde, in Hannover zu bleiben, anstatt seinem Arbeitgeber nach London zu folgen. Leibniz starb am 14. November 1716. ------- Autor dieser Biografie ist Waldemar Seidel. Das Buch erschien 1975 im Urania-Verlag (Leipzig, Jena, Berlin). ------- Inhalt Vorwort Einleitung Kindheit und Jugend Leibniz im Dienst des Mainzer Kurfürsten Logische Studien Bemühungen um die Erhaltung des Friedens Mathematische Erfolge Leibniz im Dienst des Hannoveraner Fürstenhauses Geschichtsstudien Bemühungen um die Gründung von Akademien Leibniz und Peter I. Der Prioritätsstreit zwischen Leibniz und Newton Die Leibnizsche Philosophie Tod und Nachwirken Textauswahl aus der »Monadologie«