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Eckart Hahn hört beim Malen Hörbücher, vor allem schräge Erzählungen, schaurige Romane oder spannende Krimis. Dieser literarische Einfluss prägt Motive und Stimmungen seiner Bilder, deren poetisch-surreale Kraft die Betrachterin und den Betrachter in den Bann schlagen. Als gegenständlich malender Künstler entwirft Hahn Szenerien, in denen die Wirklichkeit verfremdet wird. Menschen, Objekte, Tiere und Landschaften verschwinden in Plastiktüten, werden mit Farbe beworfen, gehen in Flammen auf, wechseln die Farbe oder ändern den Aggregatzustand. Der Bildhintergrund ist zumeist monochrom und zurückgenommen gestaltet, wodurch Hahn die Betrachterin und den Betrachter oft im Unklaren lässt, in welchen Räumen die Handlungen zu verorten sind. Der Fokus richtet sich dadurch auf die genauestens wiedergegebenen Bildmotive, deren Detailgenauigkeit einen geradezu haptischen Eindruck vermittelt. Der Künstler konstruiert so bühnenartige Szenerien, deren phantastische Elemente eine ganz eigene Wirklichkeit ausbilden. Eckart Hahn verweist in seinen Bildern auf traditionelle kunsthistorische Gattungen und Motive wie Stillleben oder Historienmalerei, die Kreuzigung oder die Heilige Familie. Durch Verfremdungen werden diese in zeitgenössische Kontexte überführt. So setzen sich die Werke mit den Zwängen zivilisatorischen Lebens, mit Religion, Familie, sozialen Strukturen und deren Auflösungserscheinungen auseinander. In dramatischer Weise inszeniert Hahn seine märchenhaften, manchmal komischen, meist aber schonungslosen Darstellungen. Die Bilder loten die Grenze zwischen Traum und Alptraum aus, den Zwischenbereich zwischen Nacht und Tag, zwischen Irrationalem und Rationalem. Die souveräne Bildmetaphorik gleicht nicht selten einem russischen Roulette. Kontextuelle Fallen konfrontieren den Betrachter unvermittelt mit dem Gewalttätigen, Grotesken und Absurden menschlichen Handelns. Dabei lassen sich die ramponierten Idyllen stets als Metaphern für unsere heutige Zeit verstehen. Film und Schnitt: Rosalin Hertrich