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Die alte Pfarrkirche St. Johannis dem Täufer zu Niederlahnstein mit ihrem mächtigen und hohen Turm liegt in hervorragender Lage an der Lahnmündung am rechten Rheinufer, etwas südlich von Koblenz. Baubeginn des 34 Meter hohen Turmes war wohl schon vor dem Jahr 1000 - aus dieser Zeit sind noch die unteren fensterlosen Geschosse erhalten - die oberen Turmgeschosse sind ins 11. und 12. Jh zu datieren. Das anschließende Langhaus mit Rechteckchor wurde um 1130 gleichzeitig mit den oberen Turmgeschossen errichtet und stellt die älteste Emporenbasilika am Mittelrhein dar. Sie war als Taufkirche die Mutterkirche der St. Barbarakapelle in Niederlahnstein sowie für St.Maximin in (KO)-Horchheim. Ein zweiter, wesentlich schlankerer Turm (Horchheimer Turm) am nördlichen Seitenschiff aus spätromanischer Zeit stürzte 1844 ein. Im 30jährigen Krieg wurde die Kirche verwüstet und um 1665 barock wiederhergestellt. Schlimmer waren die Schäden in den Revolutionskriegen - die gesamte Innenausstattung war verbrannt und Anfang des 19.Jh war die Kirche ruinös, d.h. sämtliche Langhausdächer fehlten. 1856-65 erfolgte der Wiederaufbau unter Mitwirkung des Nassauischen Altertumsvereins durch Baurat Zais aus Wiesbaden. Der erhaltene Dachstuhl des Westturms von 1136 (dendrochronologische Untersuchung) ist einer der ältesten deutschlandweit. Womit wir nun zum klingenden Inhalt des Turms kommen: Die "Apollonia" mit dem Nominal as' -3, wie sie im Volksmund heißt, ist die älteste und einzig erhaltene von einst vier mittelalterlichen bzw. spätmittelalterlichen Glocken. Ihre Entstehung wird um 1320 oder sogar schon Ende des 13.Jh angenommen. Der Gießer ist bekannt: Meister Heilmanus. Ihre Inschrift lautet: L V C A S * M A R C V S * M A T H E V S * I O H A N E S * I O A E S * B A P T I S T A * H E I L M A N U + S * F E C I T * M E Die einzige Zier der Glocke ist ein Crucifixus ohne Kreuz unter dem Inschriftband. Es ist nicht völlig geklärt, ob Johannes Baptist der Vorname des Gießers war oder ob Johannes der Täufer als Nebenpatron der Glocke gemeint ist, was naheliegend wäre - man beachte das Patronat dieser Kirche. Meister Heilmanus wirkte in Mainz - u.U. könnte er der Sohn des Johannes von Mainz gewesen sein,von dem noch eine kleine Glocke in Oberwesel und ein Taufbecken im Mainzer Dom existiert. Die Klangqualität der Glocke überrascht durch eine sehr ausgereifte Klangsprache,hervorgerufen durch eine verhältnismäßig geradlinige Innenharmonie; die Teiltöne bewegen sich von +2,4 bis -3,8, lediglich die Doppeloctave as''' und die ganztonig gesenkte Prime ges' als "Ausreißer" haben die Werte +6,5 bzw. +2,6 Ht/16. Bezug ist 440Hz auf a'. Die drei anderen Glocken - davon die größte,140 cm, 40 Zentner schwer, von Peter von Echternach 1504 gegossen, eine weitere, wohl anonyme,knapp 17 Zentner schwere und eine dritte nicht näher benannte Glocke sind um 1840/47 gesprungen, wurden jedoch erst 1887 auf Veranlassung des damaligen Pfarrers nach Kaiserslautern zur Gießerei von Johann Georg Pfeifer gebracht und umgegossen. Diese mussten 1942 abgegeben werden; sie kamen jedoch nicht mehr in den Turm zurück. 1956 sprang die im Turm verbliebene Apollonia ebenfalls und konnte daraufhin erfolgreich geschweißt werden. ~~ + ~~~ + ~~ + ~~~+ ~~ + ~~~ + ~~ + ~~~ + ~~ + ~~~ + ~~ Sozusagen als Abschluss einer umfangreichen Außen- und Innenrenovation wird seit Anfang 2013 durch die Firma Winterhalter eine neue Orgel als moderne,zeitgenössische Schwalbennestkonstruktion vor der Westwand eingebaut. Sie besitzt auf Hauptwerk,Oberwerk und Pedal verteilt 17 Register. Die Gehäuseumrisse mit den gläsernen Zierelementen bilden mit dem gegenläufigen Prospektpfeifenverlauf einen stilisierten Fisch - in der Draufsicht ist die Prospektfassade wellenartig geschweift und nimmt damit Bezug auf den nahe vorbeifließenden Rhein. Zum Zeitpunkt der Videoveröffentlichung waren die Arbeiten abgeschlossen. Einen klanglichen Vorgeschmack kann ich jedoch bereits vorstellen. Zu den beiden ins Turmmauerwerk eingelassenen steinernen Köpfen eines Mannes und eines Löwen,den man auch als den einer Katze deuten könnte, gibt es eine nette Erzählung eines hiesigen Autors: Ein am Kirchbau beschäftigter Steinmetz sah seine völlig durchnässte und erschöpfte Katze heimkommen,deutete dies als unheilvolles Anzeichen einer drohenden Überschwemmung und alarmierte daraufhin die Dorfbevölkerung. Diese konnte sich und ihr Vieh damit rechtzeitig vor der sich tatsächlich ereignenden Flut in Sicherheit bringen - dank der Warnung waren keine Menschen- und Viehopfer zu beklagen. Als Dank ließen die Dörfler "ihren" Steinmetz und seine Katze am Glockenturm als Denkmal verewigen. Ein Dankeschön an die Kirchengemeinde für die Dreh- und Veröffentlichungsgenehmigung Quellen: Stadtarchiv Lahnstein sowie M. bzw. "ich"