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Die Flensburger Rum & Zucker Meile: Der Handel mit den Kolonien in Dänisch-Westindien bescherte Flensburg im 18. und 19. Jahrhundert eine wirtschaftliche Blütezeit. Noch heute zeugen viele prächtige Kontorhäuser und Kaufmannshöfe in der historischen Altstadt von dem Reichtum, den Flensburger Reeder und Kaufleute im Überseehandel erwirtschaftet haben. Seit 1755 segelten Flensburger Schiffe zur Insel St. Croix in der Karibik und brachten neben Baumwolle, Tabak, Farb- und Edelhölzern vor allem Rum und Zucker zurück in die Fördestadt. Flensburg entwickelte sich neben Kopenhagen und Altona zu einem der bedeutendsten Standorte der Zuckerproduktion im dänischen Gesamtstaat. Flensburgs Ruf als „Rum-Stadt" ist bis heute weit bekannt. Dass auf den Plantagen der karibischen „Zuckerinseln" Millionen von verschleppten Afrikanern unter unmenschlichen Bedingungen von den europäischen Kolonialherren als Sklaven ausgebeutet wurden, kümmerte hierzulande zur damaligen Zeit kaum jemanden. Die kolonialen Luxusgüter waren begehrt und wurden auch in den Flensburger Höfen veredelt und weiterverarbeitet. Zucker und Rum bildeten die Rohstoffe einer neuen Genusskultur. Die Flensburger Rum & Zucker Meile führt Sie zu den Spuren, die die Westindienfahrt im Flensburger Stadtbild hinterlassen hat. Entdecken Sie das bauliche Erbe der großen Flensburger Kaufmannsfamilien, Zuckerraffinadeure und Rumhäuser!