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Die Beschäftigung mit dem Geläut der Bochumer Michaelkirche führt zunächst zurück ins Mittelalter, genauer in die ca. 1 km westlich gelegene ehem. Bauernschaft Ümmingen, heute keine politische Verwaltungseinheit mehr. Ümmingen besaß bereits früh ein eigenes Kirchspiel, die alte Kirche wird um 1310 urkundlich erwähnt, war aber sicher älter. Zum Kirchspiel gehörten auch die heutigen Ortsteile Laer und Querenburg, beide um 890 in den Heberegistern der Abtei Werden erwähnt. Der Adelssitze Haus Laer und Haus Heven besaßen Mitbestimmungsrechte zu Predigerstellen und Begräbnisrechte. Nach Bevölkerungszuwachs wurde unweit der alten Kirche 1886/87 die neue ev. Kirche Ümmingen errichtet, eine prachtvolle, neogotische Kirche mit Holzgewölbe. Die alte Bauernkirche verfiel zusehends und wurde 1895 abgerissen. Die ev. Gemeinde wurde in 2 oder 3 Bezirke eingeteilt, Laer wurde 1975 selbstständig. Die ehem. (neue) Kirche in Ümmingen wich 1975 monströsen Straßenbauprojekten, u. a. dem Bau des Autobahnkreuzes Bochum-Witten, und wurde gesprengt! Ihre Glocken sind jedoch noch heute zu hören. Die Gemeindebezirke Laer und Querenburg sind inzwischen ebenfalls aufgelöst und in den Nachbargemeinden aufgegangen. Die Fundamente der ersten Ümminger Kirche und der alte Kirchhof sind auf Initiative von Stadtteilhistoriker Clemens Kreuzer über die „Initiative zur Erhaltung des Ümminger Kirchhofs“ bis 2018 vorbildlich restauriert und wiederhergerichtet worden. Die Grabsteine zeichnen ein lebendiges Bild vom ehemaligen Leben in Ümmingen. vom Standort der neogotischen, zweiten Kirche fehlt allerdings jede Spur. Der Bochumer Stadtteil Langendreer erweiterte sich nach dem 2. Weltkrieg nach Südwesten durch die Ortsbereiche Kaltehardt und Westerberg, die sich durch (damals) moderne, dichte Wohnbebauung auszeichnen. Eine neue, evangelische Kirche musste gebaut werden. Die Grundsteinlegung erfolgte 1966, die Einweihung des nach Plänen der Bochumer Architekten W. Arns, A. Rupprecht und L. Buderus errichteten Baus wurde Pfingsten 1970 gefeiert. Entstanden ist eine auffällig repräsentative Anlage, stilistisch dem Brutalismus verpflichtet. Die Kirche hebt sich in ihrer kristallinen Struktur deutlich aus der Umgebung heraus. Der schlichte Innenraum wird belebt durch die abwechslungsreiche Ziegelverblendung und die strukturierte Holzdecke sowie die äußerst strenge, liturgische Ausstattung. Störend ist die immer noch vorhandene, billig wirkende Industrieverglasung. Ganz im Mittelpunkt des Gemeindezentrums, optisch verstärkt durch sich dorthin neigende Dachflächen, steht der 32,4 Meter hohe Campanile, der in seiner abwechslungsreichen Ansicht, kaum merkbar, die Faltung des Kirchengrundrisses wiederholt. Der obere Abschluss des Turmes kann an eine Krone erinnern. Ob der sehr große Turm von Anfang an für die Aufnahme der Glocken der Ümminger Kirche geplant war ist nicht bekannt, scheint aber möglich. Am 21.6.1974 kam dann das Gußstahlgeläut aus der zum Abbruch bestimmten Ümminger Kirche nach Langendreer. Eine bemerkenswerte Zusammenstellung: der Klang von wuchtigen, „mittelprächtigen“ Stahlglocken von 1920 mit der exzellenten Akustik der Glockenstube aus Beton. Das Geläut ist von außergewöhnlicher Strahlkraft, in seinem klanglichen Ernst aber auch der Baustruktur und Ausstattung der Michaelkirche mehr als angemessen. Obwohl von Langendreer aus geplant, ist die Michaelgemeinde nun, auch den Siedlungsbereich Ümmingen umfassend, zur „Nachfolgerin“ in der alten, kirchlichen Struktur von Ümmingen geworden. Geläutedaten: 1. Totenglocke ais°, ~1882 mm, ~2600 kg MAHNE BEIM GRABGELÄUT FÜR SEELE UND EWIGKEIT 2. Mittagsglocke cis‘, ~1575 mm, ~1560 kg RUFE NAH UND FERN: KOMM ZUM HAUS DES HERRN 3. Kinderglocke e‘, ~1387 mm, ~1080 kg KLAGE UNSER LEID BIS IN FERNSTE ZEIT Alle Glocken 1920 vom Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation für die ev. Kirche Bochum-Ümmingen gegossen, seit 1974 in der Michaelkirche. Die Maße sind Tabellenmaße, die Inschriften aus Quelle 2. Aufnahme: 23.01.2022 (Geläut zum Sonntagsgottesdienst) Fotos der alten Ümminger Kirche von hist. Postkarten. Alle anderen Fotos eigener Provenienz. Verwendete Quellen/Literatur: 1. Prof. Dr. Alexandra Apfelbaum (Konzeption): Bochum 5:5 – Architekturgeschichten der Nachkriegszeit in Stadt und Universität – Eine Ausstellung des Universitätsarchivs, 2011 – Teil 4: Kirchen als Gemeinschaft. Abgerufen am 24.01.22: https://www.ruhr-uni-bochum.de/archiv... 2. Kirchbaugeschichte im Netzauftritt der KG Langendreer, abgerufen am 01.02.22: https://www.evkibo7.de/einrichtungen/... 3. Christel Darmstadt (Hrsg.): Sakrale Baukunst in Bochum, Verlag Schürmann + Klagges, Bochum, 2003, S. 101, 107-108, 227 und 232. 4. S. Schritt: Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation Bochum (BVG) 1851-1970, Glocken und Geläute, Vorläufiges Gesamtverzeichnis für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland, Eigendruck, Trier, 2000, mit fortlaufender Ergänzung.