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Kapitel 16: Die Auseinandersetzungen um die Christologie und das christologische Dogma des Konzils von Chalcedon; Teil 2: Auswirkungen im 6. und 7. Jahrhundert Zerfall, Macht und verzweifelte Kompromisse Was tun, wenn ein Reich zerbricht – und der Glaube gleich mit auseinanderzufallen droht? Nach dem Konzil von Chalcedon war klar: Die große Einigung hatte nicht gehalten. Neue Kirchen entstanden, alte Gräben vertieften sich, und Kaiser wie Theologen versuchten verzweifelt, mit immer neuen Kompromissformeln die Einheit von Kirche und Reich zu retten. In dieser Folge unseres Kirchengeschichtsseminars geht es um gescheiterte Einigungsversuche, um monophysitische und miaphysitische Kirchen, um kaiserliche Machtpolitik – und um neue Streitfragen, die alles noch komplizierter machten: Energie, Wille und Freiheit Christi. Und am Ende fragen wir: Was lernen wir heute aus diesen verwirrenden, aber hochaktuellen Auseinandersetzungen? Willkommen zu Kapitel 16, Teil 2: Die Folgen von Chalcedon im 6. und 7. Jahrhundert. Einfach reinhören! Und gerne auch bewerten, abonnieren und weiterempfehlen! Zusammenfassung: Kapitel 16, Teil 2 des Kirchengeschichtsseminars beschreibt die Entwicklungen nach dem Konzil von Chalcedon und zeigt, warum es trotz mehrfacher Einigungsversuche nicht mehr gelang, Kirche und Römisches Reich dauerhaft zusammenzuhalten. National, kulturell und sprachlich geprägte Gegensätze verbanden sich zunehmend mit theologischen Streitfragen und führten im Osten zur Ausbildung eigenständiger Kirchenstrukturen. Im 6. Jahrhundert unternahm Kaiser Justinian I. große Anstrengungen, die Einheit der Kirche wiederherzustellen. Nachdem 519 zunächst die Beschlüsse von Chalcedon erneut in Kraft gesetzt und das Schisma zwischen Ost- und Westkirche beendet worden war, versuchte Justinian die Monophysiten durch eine ihnen entgegenkommende Auslegung des Chalcedonense zu gewinnen. Dazu gehörte die nachträgliche Verurteilung dreier Theologen des 5. Jahrhunderts, insbesondere die von Theodor von Mopsuestia. Diese Maßnahmen lösten den sogenannten Drei-Kapitel-Streit aus und führten zu schweren Spannungen innerhalb der Westkirche. Auf dem fünften ökumenischen Konzil 553 ließ Justinian seine Politik trotz des Widerstands des Papstes bestätigen. Dennoch zerfiel die kirchliche Einheit im Osten endgültig. In Syrien entstand eine eigenständige miaphysitische Kirche, die von ihren Gegnern in polemischer Absicht „syrisch-monophysitische Kirche“ oder auch „jakobitisch“ genannt wurde. Auch in Ägypten bildete sich mit der koptischen Kirche eine dauerhafte monophysitische – oder besser: „miaphysitische“ Kirchenorganisation. Die Anhänger der Reichskirche blieben in diesen Gebieten eine Minderheit und wurden als „Melkiten“ bezeichnet. Trotz unterschiedlicher Sprache und kultureller Prägung unterschieden sich die syrisch-miaphysitische Kirche und die koptische Kirche kaum in ihrer Christologie. In der neueren ökumenischen Verständigung wurde deutlich, dass viele Trennungen weniger inhaltlich als begrifflich und kulturell bedingt waren. Im 7. Jahrhundert versuchte Kaiser Heraklios angesichts neuer politischer Bedrohungen eine weitere Einigung. Zunächst wurde eine monenergistische Formel eingeführt, nach der Christus mit einer göttlichen Energie gewirkt habe. Als diese scheiterte, verlagerte sich der Streit auf die Frage nach dem Willen Christi. Der sogenannte Monotheletismus sprach von einem geeinten Willen in Christus, wurde von seinen Gegnern jedoch als Leugnung des menschlichen Willens verstanden. Die Auseinandersetzungen eskalierten, führten zu Verfolgungen und trafen auch führende Gestalten wie Papst Martin I. und Maximus Confessor. Erst das sechste ökumenische Konzil von Konstantinopel 680/681, auch Trullanum I genannt, beendete den Streit. Es bekannte sich zum Dyotheletismus und hielt fest, dass Christus zwei natürliche Willen besitzt, die in einer Person geeint zusammenwirken. Der Monotheletismus wurde verworfen, ebenso die frühere Position von Papst Honorius. Eine Sonderentwicklung blieb die maronitische Kirche im Libanon, die an der monenergistischen Formel festhielt. In der abschließenden Würdigung wird deutlich, dass die christologischen Streitigkeiten keine bloßen Lehrfragen waren. Sie berühren die grundlegende Frage nach dem Verhältnis von göttlichem Handeln und menschlicher Freiheit. Das christologische Dogma erweist sich als notwendige Gratwanderung zwischen Selbstrettung und göttlicher Fremdrettung und macht zugleich die Grenzen menschlichen Denkens im Blick auf das Geheimnis Jesu Christi sichtbar.