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Ein ungewöhnliches Geläut der Barockzeit hängt im Turm von St.Nicolai zu Krummendeich im Land Kehdingen. Erstmals wurde eine Kapelle in Krummendeich im Jahre 1339 erwähnt. Bis zur Gründung des eigenen Kirchspiels 1635 war die kleine Gemeinde dem benachbarten Freiburg (Elbe) angegliedert. Unter der Leitung des Stader Baumeisters Anton Dresser erfolgte 1709 ein Neubau der Kirche. Parallel zum Deich entstand ein Backsteinsaal mit pfannengedecktem Walmdach. Der Dachreiter sowie der freistehende hölzerne Glockenstuhl wurden schließlich im Jahr 1759 durch den noch heute bestehenden gedrungenen Westturm ersetzt. Für den Bau des barocken Turmhelmes zeichnete sich der Brockdorfer Zimmermeister Hinrich Reese verantwortlich. Seitdem hat sich am Gebäude nicht sonderlich viel verändert. Unter dem Tonnengewölbe des Innenraums befindet sich neben Priechen und einer raumumfassenden Empore auch ein prächtiger hölzerner Kanzelaltar aus der Erbauungszeit der Kirche. Erwähnenswert sind auch zwei Grabplatten aus den Jahren 1540 und 1588. Die erste Orgel der Krummendeicher Kirche wurde 1918 von der Orgelbaufirma Furtwängler & Hammer aus Hannover erbaut. Dieses Instrument ist 1973 durch ein neues der Werkstatt Gebr. Hillebrand aus Altwarmbüchen ersetzt worden. Doch auch diese Orgel wurde durch baubedingte technische Mängel im Laufe der Jahre unbrauchbar, sodass man 2007 den Orgelbauer Jens Steinhoff aus Schwörstadt mit dem Bau einer neuen Orgel betraute, welche zwei Jahre später fertiggestellt werden konnte. Das einmanualige Instrument verfügt über 10 Register, wovon zwei als Transmissionen aus dem Manual im Pedal dienen. Neben der Uhrschlagglocke, die 1658 von Hermann Benningk gegossen wurde, verfügt St.Nicolai über zwei barocke Läuteglocken des Hamburger Glockengießers Johann Andreas Bieber. Die kleinere Glocke entstand 1752 und läutete vermutlich noch im alten freistehenden Glockenstuhl. Sieben Jahre später, anlässlich des Neubaus des Turms, goss Bieber eine größere Glocke für Krummendeich. Offensichtlich ist ihm hierbei ein Fehler unterlaufen, da beide Glocken den selben Schlagton aufweisen. Zurückzuführen ist dies wohl auf die unterschiedliche Rippenkonstruktion. Auch der fast originale Erhaltungszustand der technischen Anlage ist eine Rarität. So besitzen beide Glocken beispielsweise noch teilweise historische geschmiedete Flachstahlbänder und die große Glocke ihr aus einem Stück gefertigtes, noch vermutlich originales Holzjoch. Auch ein historisches mechanisches Betglockenwerk ist noch vorhanden. So ist hier insgesamt ein Geläut in einem authentischen technischen Umfeld erhalten geblieben, wie man es sonst in der Region zwischen Elbe und Weser kaum findet. Der hohe denkmalpflegerische Wert ist somit unumstritten gegeben! Große Glocke, Schlagton f'+1, Gewicht ca. 920 kg, Durchmesser 1155 mm, gegossen im Jahre 1759 von Johann Andreas Bieber. Kleine Glocke, Schlagton f'+1, Gewicht ca. 810 kg, Durchmesser 1137 mm, gegossen im Jahre 1752 von Johann Andreas Bieber. Herzlichen Dank allen Beteiligten für die Ermöglichung dieser Aufnahme!