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Präsentiert wird eine Aufnahme der kath. Pfarrkirche St.Gudula in Rhede Rhede ist ein Ort und eine Kleinstadt im westfälischen Münster und liegt zu nahe der niederländischen Grenze. Geschichte und Architektur: Im 12. Jahrhundert gründete die Familie von Rhete eine Eigenkirche. Die gotische Hallenkirche wurde bis in das 19. Jahrhundert immer wieder ausgebaut. Aus Platzgründen wurde das Gebäude abgerissen und von 1898 bis 1901 nach Plänen von Hilger Hertel ein neues errichtet. Die Einweihung erfolgte am 12. Juni 1901. Die neugotische, dreischiffige Backsteinhalle mit drei Chorapsiden hat einen polygonalen Zentralraum. Der Turm ist 77,5 Meter hoch. Patrozinium der hl. Gudula: Die Heimat der hl. Gudula ist Belgien, wo sie um 650 geboren wurde. Besonders geprägt wurde sie von ihrer Taufpatin, der hl. Äbtissin Gertrud von Nivelles. Als strenge Einsiedlerin widmete sich Gudula ganz dem fürbittenden Gebet und den vielen Menschen, die von weither kamen, um Rat und Trost zu suchen. Sie starb am 8. Januar 712. Der Graf von Löwen holte 1047 ihre Gebeine nach Brüssel in die Hauptkirche Kathedrale St. Michael und St. Gudula (Brüssel). In der Pfarrkirche von Eibingen bei Rüdesheim wird der Schädel der heiligen Gudula aufbewahrt. Er wurde der hl. Hildegard von Bingen geschenkt. Dargestellt wird Gudula als einfach gekleidete Frau mit einer brennenden Kerze in einer Laterne. Meistens trägt sie ein Buch. Ausstattung: Besonderen Reiz erhält die Kirche durch ihre komplett erhaltene bauzeitliche, neugotische Ausstattung, zumeist heimischer Künstler (unter anderem Bildhauer Stracke in Bocholt), und es darf als besonderes Verdienst der Gemeinde und ihrer Verantwortlichen nicht zu gering bewertet werden, dass die Ausstattung und Fenster auch in der Zeit nach dem Konzil, wo vielerorts vor allem Ausstattungen des Historismus aus den Kirchen rigoros entfernt wurden, erhalten geblieben ist. Orgeln: Die Orgel wurde 1998 von der Firma Orgelbau Romanus Seifert & Sohn (Kevelaer) erbaut.Das Schleifladen-Instrument hat 52 Register (3.576 Pfeifen) auf drei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen elektrisch. Ausgestattet ist die Orgel mit einer elektronischen Setzeranlage und einem Registercrescendo. Die Chororgel wurde maßgeblich in Eigenarbeit der Gemeinde aus zwei Instrumenten gebaut, insbesondere unter Verwendung von Pfeifenmaterial der alten Hauptorgel. Die Chororgel hat 28 Register auf drei Manualen und Pedal. Glocken: Glocke 1 Name: Christusglocke Ton: c1 +1 Gießer: Petit & Edelbrock, Gescher Gussjahr: 2006 Durchmesser: 155 cm Gewicht 2.349 kg Glocke 2 Name: Marienglocke Ton: es1 Gießer: Petit & Edelbrock, Gescher Gussjahr: 1951 Durchmesser: 132 cm Gewicht: 1.432 kg Glocke 3 Name: Josefsglocke Ton: f1 Gießer: Petit & Edelbrock, Gescher Gussjahr: 1951 Durchmesser: 115 cm Gewicht: 1.007 kg Glocke 4 Name: Gudulaglocke Ton: g1 Gießer: Petit & Edelbrock, Gescher Gussjahr: 1951 Durchmesser: 102 cm Gewicht: 659 kg Glocke 5 Name: Schutzengelglocke Ton: b1 Gießer: Petit & Edelbrock, Gescher Gussjahr: 1951 Durchmesser: 81 cm Gewicht: 355 kg Glocke 6 Name: Liudgerglocke Ton: c2 Gießer: Petit & Edelbrock, Gescher Gussjahr: 2006 Durchmesser: 82 cm Gewicht: 372 kg