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Ich komm aus Beton, aus vier Räumen auf sechzigvier, DDR‑Plattenbau, sieben Seelen, doch kein Platz mehr hier. Die Stadt hat mich geprägt, doch sie trägt mich nicht mehr, und der Landkreis im Ost‑Mitte Deutschlands macht’s mir schwer. Wir leben eng, Wand an Wand, Kinderlachen trifft auf Amtsschreiben. Ich such nur Raum zum Atmen, doch sie lassen uns im Kleinen bleiben. Also miet ich drei Räume extra, ein bisschen Luft, ein bisschen Licht. Vorher sagten sie: „Ihr dürft das“, doch danach hieß es plötzlich: „Nein, das geht nicht.“ Mietschulden wachsen wie kalter Schimmel, nicht weil ich’s wollte, sondern weil man uns belog. Ich hab alles versucht, jeden Weg, jeden Antrag, doch am Ende blieb nur: „Pech gehabt, selbst schuld, genug.“ Ich schreib, ich ruf an, ich kämpfe, doch jede Antwort fällt wie Staub. Akten verschwinden im Nirgendwo, und ich frag mich, wem man hier überhaupt noch glaubt. Die Stadt sieht mich nicht, der Landkreis im Ost‑Mitte Deutschlands bricht jedes Wort, das man mir gab. Ich steh im Licht, doch sie lassen mich nicht. Akteneinsicht verweht im Wind, jede Seite fehlt, jeder Satz bleibt blind. Die Stadt gegen mich, der Landkreis gegen mich — und ich trag das alles mit. Ich bin ein Ostkind, ’87 geboren, hab hier geliebt, gebaut, verloren. Ich hab gehofft, die Stadt hält mich fest, doch sie hält nur fest, was ihr selbst passt. Ich seh meine Kinder wachsen, seh ihre Chancen, ihren Weg. Und während sie nach vorne laufen, bleib ich im Kreisverkehr stehen. Versprechen brechen wie dünnes Glas, und ich schneid mich an jedem Splitter. Ich wollte nur ein bisschen Raum, doch stattdessen wurd alles bitter. Doch hör mir zu, du Stadt — ich geh, weil ich muss, nicht weil ich will. Ich komm zurück, wenn ich alt bin, wenn mein Herz nach Ruhe sucht, ganz still. Ich will hier sterben, wo alles begann, wo mein erster Atemzug fiel. Ich geh jetzt raus in die Welt, doch mein letzter Weg führt zurück zu dir. Die Stadt sieht mich nicht, der Landkreis im Ost‑Mitte Deutschlands bricht jedes Wort, das man mir gab. Ich steh im Licht, doch sie lassen mich nicht. Akteneinsicht verweht im Wind, jede Seite fehlt, jeder Satz bleibt blind. Die Stadt gegen mich, der Landkreis gegen mich — doch ich geh, weil mein Weg beginnt.