У нас вы можете посмотреть бесплатно Glocken der Pfarrkirche St. Laurentius in Nordheim am Main или скачать в максимальном доступном качестве, видео которое было загружено на ютуб. Для загрузки выберите вариант из формы ниже:
Если кнопки скачивания не
загрузились
НАЖМИТЕ ЗДЕСЬ или обновите страницу
Если возникают проблемы со скачиванием видео, пожалуйста напишите в поддержку по адресу внизу
страницы.
Спасибо за использование сервиса ClipSaver.ru
Zwischen Würzburg und Schweinfurt befindet sich in ländlicher Idylle der Volkacher Mainschleife und ertragreicher Weinberge das Winzerdorf Nordheim. Der Ort wurde erstmals 918 im Zuge einer Schenkung von Weinbergen an die nahegelegene Abtei Münsterschwarzach erwähnt. Auf Veranlassung der Benediktiner begann man schon 1074 mit dem Bau einer kleinen Kapelle. Kirchlich zugeordnet war Nordheim jedoch für viele Jahrhunderte der Urpfarrei Gerlachshausen. Erst nachdem man ab 1540 die kleine Michaelskapelle abgetragen hatte - lediglich der gotische Unterbau des Turmes ist von ihr erhalten geblieben - wurde mit dem Bau der heutigen Kirche im spätgotischen Stil begonnen. Gemeinsam mit der Kirche in Sommerach, dem zweiten Ort auf der Weininsel, wurde auch St. Laurentius in Nordheim am 29. Juli 1598 (vor 425 Jahren) zur Pfarrkirche erhoben und die jahrhundertelange Abhängigkeit von Gerlachshausen beendet. Äußerlich sichtbar wird dieses Ereignis durch die spitze Echterhaube, welche unter Fürstbischof Julius Echter auf den Kirchturm aufgesetzt wurde und ihn bis heute krönt. In der Barockzeit wurden nicht nur Veränderungen an der Fassade der Kirche vorgenommen, auch Orgelprospekt und Hochaltar stammen noch aus dieser Zeit. Ab 1732 hatte man zudem den Kirchturm erhöht, bis 1737 waren alle Arbeiten abgeschlossen. Es ist zumindest davon auszugehen, dass spätestens mit der Erhöhung des Turmes auch ein größeres Geläute angeschafft wurde. Die dem Verfasser vorliegenden Quellen zur Nordheimer Glockengeschichte aus früheren Jahrhunderten und der Barockzeit sind jedoch bisher sehr spärlich. Im Unterfränkischen Glockenatlas bzw. den Kunstdenkmälern des Amtsbezirkes Gerolzhofen ist lediglich eine Marienglocke aus dem 15. Jh. erwähnt. Das mit Zinnen- und Maßwerkfriesen sowie gotischer Minuskelinschrift verzierte Instrument wurde höchstwahrscheinlich noch für die alte Michaelskapelle gegossen und im Geläute der neuerbauten Kirche übernommen. Allerdings verlieren sich im 1. Weltkrieg die Spuren der Glocke; sie musste vermutlich zu Rüstungszwecken eingeschmolzen werden. Die gegenwärtig älteste Glocke auf dem Turm wurde 1926 gegossen und ist zugleich die kleinste. Mit ihrer Hilfe lässt sich die jüngere Glockengeschichte der Nordheimer Glocken ergründen. In den 'Nachkriegsglockenlieferungen', einem Magazin der Glockengießerei Ulrich Apolda/Kempten aus den 1920er Jahren, ist ohne Jahresangabe die Lieferung eines vierstimmigen Geläutes in der Tonfolge es'-f'-g'-b' mit einem Gesamtgewicht von 4229 kg für Nordheim am Main verzeichnet. Somit kann also davon ausgegangen werden, dass zu diesem Zeitpunkt keine ältere Glocke mehr vorhanden war bzw. eventuell vorhandene im Austausch für das neue Geläut in Zahlung gegeben wurde. Dem Ulrich-Geläut war jedoch keine Beständigkeit vergönnt, denn die Glockenablieferungen des 2. Weltkrieges machten auch vor Nordheim nicht Halt. Die drei großen Glocken mussten zu Rüstungszwecken abgeliefert und eingeschmolzen werden. Auf dem Turm verblieb während der Kriegsjahre lediglich die o. g. kleine Petrus-Canisius-Glocke, laut Gießerzeichen gegossen im Jahre 1926. Das Läuten des klangvollen Instruments lässt die Qualität des einstigen Geläutes nur erahnen. Die Glockengießerei Ulrich hatte zu dieser Zeit einen guten Ruf - für die neuerbaute Abteikirche in Münsterschwarzach fertigte sie 1936 sechs Glocken, die allerdings ebenfalls im 2. Weltkrieg zugrunde gingen. Nach Ende des 2. Weltkrieges sollten vier weitere Jahre vergehen, bis der Guss eines neuen Geläutes für Nordheim beauftragt werden konnte. Die Wahl fiel auf die Glockengießerei Karl Czudnochowsky in Erding, in welcher am 12. August 1949 zunächst die Marienglocke gegossen wurde. Am 25. August folgten Agatha und die große Glocke Laurentius, wobei letztere einen Halbton tiefer als ihre Vorgängerglocke von 1926 gestimmt wurde. So erhebt das für eine fränkische Dorfkirche recht stattliche Geläute seit 1949 zwischen Weinbergen und Main seine kräftige Stimme und begleitet das Gemeindeleben der Pfarrei Nordheim auch zu ihrem 425. Jubiläum im Juli 2023. Technische Daten der Glocken I. Laurentius, Ton: d'-4 1395 kg, 1393 mm; K. Czudnochowsky, Erding (1949) II. Marien, Ton: f'-2 778 kg, 1153 mm; K. Czudnochowsky, Erding (1949) III. Agatha, Ton: g'+0,5 555 kg, 1029 mm, K. Czudnochowsky, Erding (1949) IV. Petrus Canisius, Ton: b'-0,5 ~475 kg, 899 mm, Gebr. Ulrich, Apolda/Kempten (1926) Weitere Daten gerne auf Anfrage. Quellen: Turmbesteigung, 06.07.2023. Bezugston für Schlagtonangaben: a' = 435 Hz (elektr. Analyse). Gewichte nach Liste der Fa. Czudnochowsky. Text, Ton und Bild: Ben Schröder. Literatur: Hans Karlinger, Die Kunstdenkmäler von Unterfranken & Aschaffenburg: Bezirksamt Gerolzhofen. Verlag R. Oldenbourg, 1913. Michael Nitz, Glockenatlas von Unterfranken, ohne Jahr. (Manuskript) Herzlichen Dank für die Einladung nach Nordheim und Ermöglichung der Aufnahme der #Glocken!