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0:05 Stille Nacht, Heilige Nacht Op.124/1 4:47 Es ist ein Ros entsprungen Op.124/2 10:06 O du fröhliche Op.124/3 Paul Blumenthal (1843 - 1930) war ein deutscher Organist, Komponist und Kirchenmusiker. Blumenthal studierte Kirchenmusik in Berlin an der Akademie der Künste und am dortigen Institut für Kirchenmusik. 1870 wurde er Organist an St. Nicolai und St.Marien, den zwei Hauptkirchen in Frankfurt an der Oder, später führte er auch den Kantorendienst dort aus. 1876 wurde Blumenthal zum Königlichen Musikdirektor ernannt, 1909 erfolgte die Berufung zum Professor. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit gehörte auch die Arbeit als Orgelrevisor zu seinen Aufgaben. 1921 endete seine Laufbahn als Organist, 1930 starb Blumenthal hochbetagt in Frankfurt/Oder. Sein kompositorisches Werk umfasst neben vier Orgelsonaten diverse Orgelstücke für den liturgischen Gebrauch, Klavierwerke, Chorstücke und auch Oratorien. Daneben erschienen aus seiner Feder auch pädagogische Werke. Blumenthals Tonsprache ist tief in der deutschen Hochromantik verwurzelt, teils kühn, teils konservativ, aber handwerklich immer in sich geschlossen und von vielen gut durchdachten Einfällen gekennzeichnet - dabei nutzt Blumenthal den Farbenreichtum und die technischen Möglichkeiten der hochromantischen deutschen Orgel voll aus, seine Werke sind aber auch auf kleineren, in der 8'-Lage farbigen Instrumenten wie dem hier vorliegenden gut spielbar. Die drei Weihnachtsstücke Op.124, von denen nun endlich einmal eine Aufnahme erscheinen soll, mögen für diesen Farben- und Einfallsreichtum als Beispiel dienen - drei bekannte Weihnachtslieder (Stille Nacht, Es ist ein Ros entsprungen und O du fröhliche) sind hier, jedes auf seine Weise, höchst charakteristisch durchgeführt und bearbeitet. Das erste (Stille Nacht) nimmt dabei den fließenden Charakter des Liedes auf, um ihn in chromatischen Wechselmotiven weiter zu entwickeln, während die Nr.2 (Es ist ein Ros) zuerst das Aufblühen des Reises schildert, um dann nach einer zweimaligen Durchführung des Chorals in eine kunstvolle, kurze Fuge überzugehen, die in einem nochmaligen Zitat der letzten Choralzeile kulmuliert, und in einen verminderten Akkord mündet - aetherisch, fast wie aus einer anderen Welt folgt ein Schluss nach F-Dur. Das dritte Werk (O du fröhliche) legt neben der kompletten Durchführung des Chorals im Mittelteil den Fokus vor allem auf leicht melancholische, und doch oft nahezu übersprudelnde Freude in Triolen mit reicher Harmonik in Medianten und paralleler Moll-Tonart, triumphal in die letzte Choralzeile und eine kurze Coda, hier mit Organo Pleno gespielt, mündend. Der Farbreichtum, der dabei bedient wird, ist durchaus bemerkenswert und verlangt bedachtes Registrieren. Gespielt von Johannes Richter auf der Rühlmann-Orgel (Op.363, 1913) des Freylinghausen-Saales der Franckeschen Stiftungen in Halle/Saale. Alle Verwendung von Bildern, Daten, Videos und Texten bedarf meiner Genehmigung!