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Eines der wohl kuriosesten Geläute Ostbelgiens hängt im Turm von St.Lambertus in Manderfeld. Von der ältesten Manderfelder Kirche, die angeblich in der Zeit um 900 errichtet worden sein soll, ist noch heute der Turm erhalten. Hierbei dürfte es sich ursprünglich um einen Wehrturm gehandelt haben. In der 1.Hälfte des 16.Jahrhunderts wurde ein neues Langhaus im spätgotischen Stil gebaut. Umbauarbeiten am Turm erfolgten zur selben Zeit. Bis heute hat sich an der Nordseite des Turmes ein steinernes Wappen des damaligen Trierer Bischofs Richard von Greiffenclau erhalten. Im Jahre 1640 muss sich die Kirche in einem baulich schlechten Zustand befunden haben, da zu dieser Zeit das Dach und das Gewölbe schadhaft gewesen seien. 1656 baute man eine Sakristei an die Südseite des Chores. Die größte Veränderung an der Kirche erfolgte im Jahre 1780. Das Langhaus, dessen Gewölbe ursprünglich auf einer Mittelsäule ruhte, wurde nun flach eingedeckt und das Maßwerk aus den Fenstern entfernt. 1 Jahr später folgte der Neubau einer Orgelempore. Der Turm wurde im Jahre 1821 renoviert. Im 2.Weltkrieg wurde dieser durch eine Granate schwer beschädigt, die Schäden konnten jedoch schnell wieder behoben werden. Die letzte große Renovierung der Kirche erfolgte in den 1990er-Jahren. Bis ins vergangene Jahrhundert hing im Turm von St.Lambertus ein 3-stimmiges Geläut, welches komplett aus dem 16.Jahrhundert stammte. Den Anfang machte die im Jahre 1504 von Gregorius van Trier gegossene Anna- und Lambertusglocke. 8 Jahre später folgte ihr die Marien-, Antonius- und Sebastianusglocke, die vom selben Gießer geschaffen wurde. Die größte Glocke ist jedoch bis heute erhalten geblieben. Es handelt sich hierbei um die im Jahre 1523 von Jan van Trier gegossene Jesus-, Martinus-, Bernardus- und Rochusglocke. Sie ist die größte spätmittelalterliche Glocke Ostbelgiens, und durch ihre reiche Verzierung wohl auch eine der kunsthistorisch wertvollsten im ganzen Land. Interessant ist, dass sie zwar spätgotischen Zierrat aufweist, die Inschrift aber in frühhumanistischen Kapitalis gehalten wurde! In den Jahren zuvor hatte Jan van Trier ausschließlich die gotischen Minuskeln seines Vaters Gregorius verwendet. Auf der Manderfelder Glocke befinden sich zusätzlich mehrere Reliefs, darunter ein besonders schönes der hl. Familie! Im Zuge der Glockenablieferungen im 1.Weltkrieg mussten die Manderfelder nur eine 100 kg schwere Glocke abgeben, über die keine weiteren Informationen bekannt sind. Ob es sich dabei um ein romanisches Exemplar gehandelt haben könnte...? In den 1920er-Jahren wiesen die beiden Glocken des Gregorius van Trier Risse auf. Sie wurden daraufhin im Jahre 1927 von der Fonderie de Cloches Causard-Slégers in Tellin (B) umgegossen. Die Inschriften wurden originalgetreu übernommen. Jedoch währte die Freude über die beiden neuen Glocken nicht lange. Sie fielen dem 2.Weltkrieg zum Opfer. Übrig blieb somit nur die große Glocke von 1523, die beinahe durch den bereits erwähnten Granattreffer zerstört wurde! Nach Kriegsende zögerte man nicht lange, und bestellte sich 2 neue Glocken bei der Klokkengieterij Marcel Michiels Jr. in Tournai (B). Zusammen mit weiteren 6 Glocken für die Pfarre Manderfeld wurden diese im Jahre 1953 gegossen. Doch hier gibt es eine Überraschung: Bei den beiden Manderfelder Glocken handelt es sich offensichtlich nicht um Michiels-Glocken! Sowohl die Rippen, als auch die Kronen weisen deutlich darauf hin, dass diese Glocken von Causard-Slégers gegossen wurden. Vermutlich hatte Michiels damals so viele Aufträge, dass er den Guss der Manderfelder Glocken nach Tellin (B) weiterleitete. Diese wurden dann allerdings von Michiels geliefert und montiert. Beide Glocken wurden in sehr leichten Rippen gegossen und weisen stark erhöhte Primen sowie leicht vertiefte Untertöne auf. Dadurch erhalten sie eine besondere Klangfarbe, passen aber nur bedingt zur großen Glocke von 1523. In den 1990er-Jahren wurde die gesamte Anlage durch die Eifeler Glockengießerei H. A. Mark saniert. Ein neuer Holzglockenstuhl sowie neue gerade Holzjoche, 2 neue Klöppel und neue Motoren wurden eingebaut. Dadurch kann das Geläut seinen Klang optimal entfalten. Durch die sehr kuriose Tonfolge und die verschiedenen Glocken stellt es eine Besonderheit in der Glockenlandschaft zwischen Venn und Schneifel dar! Jesus-, Martinus-, Bernardus- und Rochusglocke, Schlagton dis'-1, Gewicht ca. 1.900 kg, Durchmesser 1388 mm, gegossen im Jahre 1523 von Jan van Trier. Christusglocke, Schlagton e'+2, Gewicht ca. 900 kg, Durchmesser 1149 mm, gegossen im Jahre 1953 von der Fonderie de Cloches Causard-Slégers in Tellin (B). Marienglocke, Schlagton fis'-8, Gewicht ca. 680 kg, Durchmesser 1051 mm, gegossen im Jahre 1953 von der Fonderie de Cloches Causard-Slégers in Tellin (B). Für die Aufnahmeermöglichung danke ich in besonderer Weise Pfarrer Hilger sowie der Kirchenfabrik!