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Peire Cardinal (~1180 – ~1278) Nachdichtung von Karl Voßler (1872 - 1949) Peire Cardinal , ein Satiriker aus dem Zeitalter der Albigenserkriege, Aus: Sitzungsberichte der kgl. bayer. Akademie der Wissenschaften, 1916 War eine Stadt, ich weiß nicht wo … War eine Stadt, ich weiß nicht wo, dort fiel ein Regen. Der war so, daß allen Leuten, die er netzte, sich plötzlich der Verstand versetzte. Nur einen hat es nicht getroffen in der Stadt, weil er an jenem Regentag in einem Hause schlafend lag. Der stand nun auf, verließ das Haus, und draußen war der Regen aus. Und als er auf die Straße trat, dort jeder schon wie närrisch tat: Der ein' im Hemd, nackend der zweit', ein anderer gen Himmel speit. Und Steine werfen sie und Scheiter. Einer zerreißt seine Kleider. Der eine stößt, der andre schlägt, einer stch wie ein König trägt stemmt in die Hüfte stolz die Faust -, ein andrer über Bänke saust... Auch drohen hörte man und schelten, und Flüche und Gelächter gellten. Sie schwatzten, wußten selbst nicht was, drehten einander eine Nas'. Und der, der bei Verstände war, verwunderte sich dessen gar und merkte wohl: die stnd verrückt! Er schaute vorwärts und zurück, ob irgendwo ein Kluger wär'. Doch nirgends war kein Kluger mehr. So wunderlich die Welt ihm schien... Die wunderte sich über ihn, weil er sich nicht wie sie benimmt. So glaubten alle nun besiimmt, daß sie die Klugen sei'n und Weisen. Er aber ward ein Narr geheißen. Er wird gezerrt, gepufft, gesiellt; springt unter Schlägen auf und fällt, siolpernd und stürzend reißt er aus, mit Müh' entkommt er in sein Haus... Die Fabel will die Welt bedeuten und was darinnen lebt an Leuten. Unsere Zeit, das isi die Stadt, in der es so viel Narren hat. Ein Regen isi bei uns gefallen! Begehrlichkeit regiert in allen Kindern der Welt. Und nichts gedeiht, als Hoffart und als Schlechtigkeit. Und wen der Herr bewahrt davor, der gilt den andern gleich als Tor. Auf und ab wird er geprellt, weil er sich nicht wie sie verhält. Sie halten frommen Sinn für Wahn. Doch wer dem Herrn isi zugetan, erkennt in ihnen bald die Toren, die ihres Gottes Sinn verloren, weil sie an ihm den Narren hän, weil er den Weltsinn abgetan ___________________ Über diesen Kanal: Hier findest du Musik zwischen Folk, Mittelalter, Gothic und Ambient – ideal zum Entspannen, Träumen oder als atmosphärische Hintergrundmusik für Pen&Paper-Abenteuer. Ich vertone eigene Texte und gemeinfreie Gedichte, oft aus alten Zeiten, und lasse sie in neuer Klanggestalt wieder aufleben. Der Fokus liegt dabei meist auf deutscher Sprache und einer stimmungsvollen, manchmal düsteren, oder meditativen Atmosphäre. Ob du in fernen Welten wanderst, dich ins Kopfkino zurückziehst oder dein Rollenspiel musikalisch begleiten möchtest – hier findest du den passenden Soundtrack. Wenn du Lust hast, regelmäßig in andere Klangwelten einzutauchen, freue ich mich über ein Abo – das unterstützt mich und gibt mir Motivation, weiter zu machen. –––––––––––––– Da ich häufiger gefragt werde, ob und wie man mich auch monetär unterstützen kann, gibt es hier die Möglichkeit dazu (natürlich absolut freiwillig): 🔗 https://ko-fi.com/projekt_nachtraab Dankeschön! Euer Nachtraab