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Heinrich von Morungen (ca.1150-1222) Ez tuot vil wê I Ez tuot vil wê, swer herzeclîche minnet an sô hôher stat, dâ sîn dienst gar versmât. sîn tumber wân vil lützel dar ane gewinnet, swer sô vil geklaget, daz ze herzen niht engât. Er ist vil wîse, swer sich sô wol versinnet, daz er dient, dâ man sîn dienst wol enpfât, und sich dar lât, dâ man sîn genâde hât. II Ich bedarf vil wol, daz ich genâde vinde, wan ich hab ein wîp ob der sunnen mir erkorn. dêst ein nôt, die ich niemer überwinde, sîn gesaehe mich ane, als si tet hie bevorn. Si ist mir liep gewest dâ her von kinde, wan ich wart dur sî und durch anders niht geborn. ist ir daz zorn, daz weiz got, sô bin ich verlorn. III Wâ ist nu hin mîn liehter morgensterne? wê, waz hilfet mich, daz mîn sunne ist ûf gegân? si ist mir ze hôh und ouch ein teil ze verne gegen mittem tage unde wil dâ lange stân. Ich gelebte noch den lieben âbent gerne, daz si sich her nider mir ze trôste wolte lân, wand ich mich hân gar verkapfet ûf ir wân. - - Sinngemäße Übertragung ins Hochdeutsche: Es tut sehr weh Heinrich von Morungen I Es tut sehr weh, wenn jemand von Herzen liebt an so hohem Ort, wo man seinen Dienst gar verschmäht. Sein törichter Wahn gewinnt dabei nur sehr wenig, wer so viel klagt und es das Herz doch nicht erreicht. Wahrlich ist weise, wer sich so besinnt, dass er dort dient, wo man seinen Dienst auch annimmt, und sich dorthin begibt, wo man ihm Gnade gewährt. II Ich bedarf sehr wohl, dass ich Gnade finde, denn ich habe mir eine Frau über der Sonne erkoren. Das ist eine Not, die ich niemals überwinde, sähe sie mich an, wie sie es einst getan hat. Sie war mir lieb von frühester Kindheit an, denn ich wurde ihretwegen, nicht für andere, geboren. Ist sie zornig – das weiß Gott –, so bin ich verloren. III Wo ist nun hin mein lichter Morgenstern? Ach, was hilft es mir, dass meine Sonne aufgegangen ist? Sie ist mir zu hoch und auch ein wenig zu fern gegen den Mittag und will dort lange stehen. Ich bin noch so gern am geliebten Abend, dass sie sich zu mir herabneigen wollte, zu meinem Trost, denn ich habe mich ganz und gar in ihre Hoffnung verstrickt. ___________________ Über diesen Kanal: Hier findest du Musik zwischen Folk, Mittelalter, Gothic und Ambient – ideal zum Entspannen, Träumen oder als atmosphärische Hintergrundmusik für Pen&Paper-Abenteuer. Ich vertone eigene Texte und gemeinfreie Gedichte, oft aus alten Zeiten, und lasse sie in neuer Klanggestalt wieder aufleben. Der Fokus liegt dabei meist auf deutscher Sprache und einer stimmungsvollen, manchmal düsteren, oder meditativen Atmosphäre. Ob du in fernen Welten wanderst, dich ins Kopfkino zurückziehst oder dein Rollenspiel musikalisch begleiten möchtest – hier findest du den passenden Soundtrack. Wenn du Lust hast, regelmäßig in andere Klangwelten einzutauchen, freue ich mich über ein Abo – das unterstützt mich und gibt mir Motivation, weiter zu machen. –––––––––––––– Da ich häufiger gefragt werde, ob und wie man mich auch monetär unterstützen kann, gibt es hier die Möglichkeit dazu (natürlich absolut freiwillig): ko-fi.com/projekt_nachtraab Dankeschön! Euer Nachtraab