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Ein recht kurioses Geläute aus dem Mittelalter hängt im Dachreiter der Schmargendorfer Dorfkirche. Gegen Ende des 13.Jahrhunderts begann man mit dem Bau einer kleinen Kirche aus Feldsteinen in Schmargendorf. Im Zuge der Reformation wurde die Kirche protestantisch. Grund war, dass der damalige Kurfürst Joachim II. zur damals neuen Konfession übertrat und somit auch die Bauern in den kleinen Dörfern samt ihrer Kirchen protestantisch wurden. Im Dreißigjährigen Krieg kam die Kirche unbeschadet davon, aber nicht die Familie von Wilmersdorff, denen damals der Ort Schmargendorf gehörte. 7 Familienmitglieder starben und wurden in der Dorfkirche beigesetzt. Ihre Särge samt schmuck- und knochenvollen Inhalt fand man im Jahre 1937, als man eine neue Heizung für die Kirche installierte. Man übergab den Fund dem Märkischen Museum in Berlin. Ende des 19.Jahrhunderts begann man mit einem radikalen Umbau der Kirche. Ein Tonnengewölbe wurde eingebaut, der Eingang an die Nordseite verlegt und einige Fenster wurden vergrößert. Der Flügelaltar wurde ebenfalls neu angeschafft. Auf der Westseite wurde ein Fachwerkdachreiter errichtet. Allerdings waren diese Umbauen sehr unzufriedenstellend, weshalb man von 1937 bis 1939 weitestgehend den frühgotischen Originalzustand wiederherstellte. Der Dachreiter blieb erhalten. Im Inneren stattete man die Kirche relativ schlicht aus. Eine neue flache Holzdecke wurde eingebaut und von Paul Thol mit Motiven aus dem Leben des Heilands und anderen Darstellungen von Flora und Fauna bemalt. Diese Malereien sind heute weitestgehend verblasst. Im 2.Weltkrieg kam die Kirche glücklicherweise ohne größere Schäden davon. Der Dachreiter wurde 1957 mit Brettern verkleidet. 1970 wurde eine neue Orgel mit 14 Registern von Dieter Noeske eingebaut. Die alte Schuke-Orgel steht nun im Gemeindehaus und wird dort noch benutzt. Von 1990 bis 1992 wurde die Kirche letztmals umfassend restauriert. Die beiden mittelalterlichen Glocken sind Raritäten ersten Ranges! Besonders die kleinere Glocke aus dem 14.Jahrhundert sticht mit ihrem Klang und mit ihrer Optik hervor. Auf der Glocke selber sind interessante Verzierungen anzufinden. Neben kreuzförmig an je 4 Punkten angebrachten kleinen Kreisen fällt dem aufmerksamen Beobachter eine figürliche Darstellung ins Auge. Vermutlich handelt es sich dabei um eine Marienfigur. Jedoch ist dieses Relief im Laufe der Zeit stark verwittert. Durch eine Schweißung der Glocke in den 1950er-Jahren verzog sich der Schlagring. Ebenfalls geschweißt wurde die größere der beiden Glocken. Diese schöne spätgotische Glocke aus dem 15.Jahrhundert trägt die Inschrift "o rex glorie veni cum pace". Die gut lesbaren Minuskeln sind im Verhältnis zum Glockenkörper recht groß. Bevor man den Dachreiter im 19.Jahrhundert baute hingen die Glocken in einem hölzernen Glockenstuhl neben der Kirche. Im Zuge der Dachreiterverbretterung im Jahre 1957 wurde ein Stahlglockenstuhl eingebaut. Seit damals hat sich nichts gravierendes mehr an der Glockenanlage selber verändert. Das Geläute stellt ein besonderes Zeugnis des Mittelalters dar! Christusglocke, Schlagton dis''+2, Gewicht ca. 200 kg, Durchmesser 681 mm, gegossen im 15.Jahrhundert von einem unbek. Gießer. Kleine Glocke, Schlagton fis''-4, Gewicht ca. 180 kg, Durchmesser 657 mm, gegossen im 14.Jahrhundert von einem unbek. Gießer. Ein herzliches Dankeschön geht an die Pfarrerin sowie an den Hausmeister für das Sondergeläute!