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Das Lied „Es ist gewißlich an der Zeit“ gilt als eines der kraftvollsten und bekanntesten Lieder der lutherischen Tradition zum Thema der „Letzten Dinge“ – also des Jüngsten Gerichts und der Wiederkunft Christi. Der Text stammt von Bartholomäus Ringwaldt (1532–1599), einem lutherischen Theologen und Pfarrer, der in Frankfurt an der Oder und später in Langenfeld (Neumark) wirkte. Ringwaldt verfasste das Lied um 1581/1582. Interessant ist dabei die Entstehungsgeschichte: Es handelt sich um eine sogenannte Kontrafaktur (eine Umdichtung) des lateinischen Hymnus „Dies irae“ aus dem 13. Jahrhundert. Während das mittelalterliche „Dies irae“ vor allem Furcht und das Zittern vor dem göttlichen Zorn thematisiert, transformiert Ringwaldt diese Motive in eine typisch lutherische Perspektive: Trotz der gewaltigen und erschreckenden Bilder des Weltendes steht am Ende die Zuversicht des Gläubigen, der durch Christus Erlösung findet. Diese Melodie wird oft Martin Luther zugeschrieben oder zumindest seinem engsten Umfeld. Charakteristisch für diese Zeit war es, bekannte, eingängige Volksweisen zu nehmen und sie mit geistlichen Texten zu unterlegen, damit die Gemeinde sie leichter mitsingen konnte. Die Melodie zeichnet sich durch einen drängenden, fast marschartigen Rhythmus aus, der die Dringlichkeit der biblischen Botschaft („Es ist gewißlich an der Zeit“) unterstreicht.