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Oliver Tjabben spielt an der Walcker-Orgel von 1909 der ev.-ref. Kirche zu Lübeck die Fantasie Nr. 3 d-Moll op. 55 von Moritz Brosig (1815-1887) und liefert damit die erste Einspielung dieses Stücks aus den schätzungsweise 1880er Jahren. 00:00 Walcker-Orgel 00:08 Allegro maestoso. 02:23 Andante con moto. 05:17 Moderato. 06:52 L'istesso tempo. 08:33 [Moderato.] 10:07 Molto moderato. (Fuge) ______________________________ FORM Wie die Fantasien Nr. 1 f-Moll und Nr. 2 Es-Dur, die beide die Struktur 'Plenum (mit Choralmittelteil) – „Andante“ – Überleitung – Fuge' aufweisen, liegt auch der Nr. 3 d-Moll dieselbe Vierteiligkeit zugrunde, die allerdings insofern variiert wird, als dass nicht das eröffnende Plenum durch Einschub einer choralhaften Sequenz dreigeteilt wird, sondern der modulierende dritte Abschnitt. Dadurch wird die Eröffnung kürzer und die Fantasie gewinnt einen weiteren lyrischen Teil, denn es ist hier kein choralhafter Teil, der in den dritten Abschnitt geschoben wird. Es ergibt sich für Fantasie Nr. 3 die Struktur: (I.) Allegro maestoso. d (II.) Andante con moto. B (III.i) Moderato. D (III.ii) L'istesso tempo. Fis (III.iii) [Moderato.] d (IV.) Molto moderato. (Fuge) D. Diese de facto Fünfteiligkeit lässt die Fantasie Nr. 3 besonders groß erscheinen, mit rund 12 Minuten Spieldauer ist sie aber ebenso lang wie Nr. 1 und 2. Neu ist, dass hier die Teile durch Halbschlüsse und / oder Überlappung in der Notation mehr ineinander fließen, was an das behutsame Anstreben einer Einsätzigkeit gemahnt. DYNAMIK Typischerweise für Brosigs Kompositionsweise oder für die Breslauer Orgelschule lässt sich das Anwachsen und Abnehmen der Stimmenanzahl trotz der polyphonen Natur der Musik beobachten. So liegen im Andante eine bis acht Stimmen auf den Tasten und auch die modulierenden Moderato-Abschnitte werden gut beobachtbar in den richtigen Momenten auf einen Triosatz reduziert. Dadurch ist der Einsatz eines Schwellers nicht notwendig. ERSTER TEIL Die Fantasie öffnet mit einem improvisatorisch daherkommenden, also tatsächlich fantastischen Abschnitt. Als Besonderheit fällt auf, dass durch Sequenzierung von kleinen, meist eintaktigen Motiven eine im Kontext dieser drei Fantasien neue Art der Periodik, eine hohe Stimmigkeit und musikalischer Fluss erzielt werden. Daraus resultiert auch das für das vorgeschriebene "maestoso" höher gewählte Tempo. ZWEITER TEIL Bemerkenswert ist, dass der zweite Teil einen Alternativschluss hat (nicht im Video dargestellt), der das Andante als eigenständiges Stück gebräuchlich macht. Nach 04:32 folgen andere zwei Zeilen mit der Anmerkung: „Wird nicht die ganze Fantasie, sondern nur das Andante con moto vorgetragen, dann spielt man diesen Schluss.“ 📝 Wenn ihr Interesse an einem Upload mit diesem Andante als eigenständigem Stück habt, schreibt es gern in die Kommentare. DRITTER TEIL Wie oben schon beschrieben, liegt in allen drei Fantasien in den jeweiligen dritten Abschnitten der Fokus auf der harmonischen Überleitung zur folgenden Fuge. Die motivische Ausgestaltung ist also zweitrangig, der Satz ist meist akkordisch und die Zielakkorde klar bestimmbar. Das erste Moderato in D-Dur beschreibt mit seinem Tonartenplan D-h-fis-cis-A-Cis7 einen Weg über die Kreuztonarten, das zweite in d-Moll mit d-B-b-g-d-B-A7 hingegen einen über die b-Tonarten, wobei in beiden Fällen vor Gis-Dur bzw. Ces-Dur nicht Halt gemacht wird. FUGE Das verlangte Pedalspiel in der finalen Fuge ist bemerkenswert virtuos. Die unzähligen kleinen motivischen Strukturen offenbaren sich weder im Lesen, noch im Hören, sondern bei mehrfachem Spielen. Auch wenn die pianistische Fuge pausenlos in 16teln forttreibt, steckt auch sie voller Ideen. Feierlich beschließt sie dieses späte Werk von Moritz Brosig. ______________________________ REGISTRIERUNGEN Allegro maestoso. I. Man.: Bourdon 16', Prinzipal 8', Flöte 8', Gamba 8', Oktave 4', Blockflöte 4', Piccolo 2', Mixtur 3f. II. Man.: Gedackt 8', Quintatön 8', It. Prinzipal 4', Traversflöte 4', Waldflöte 2', Quinte 1 1/3' Ped.: Violonbass 16', Gedecktbass 16', Prinzipal 8', Nachthorn 4' II-I, I-P, II-P, Superoctave I. Andante con moto. I. Man.: G 8 Q 8 Gb 16 II-I, I-P, II-P Moderato. I. Man.: P8, F8, O4 II. Man.: G8, Tf4, Wf2 Ped.: Gb16, P8 II-I, I-P, II-P L'istesso tempo. I. Man.: F8, G8 II. Man.: G8, Q8, Tf4 Ped.: Gb16, P8 II-I, I-P, II-P, Schweller zu „etwas schwächer“: -F8, -Tf4 [Moderato.] wie vorher Molto moderato. (Fuge) I. Man.: P8, F8, G8, O4 II. Man.: G8, Q8, IP4, Tf4, Wf2 Ped.: Vb16, Gb16, P8, N4 II-I, I-P, II-P 11.58 auf 2. 16tel: I. Man.: +B16 12.14 auf 6. 16tel: I. Man.: +P2, +Mix; II. Man.: +Q ______________________________ Aufgenommen am: 3. 10. 2025