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Bei psychischen Störungen wie Neurasthenie oder Burnout drängt sich der Eindruck auf, dass sie das Kehrbild überzogener gesellschaftlicher Anforderungen sind. Die Psychopathologie der Zeit ging noch einen Schritt weiter und formulierte die These, dass die Erfahrung von Zeit so aus den Fugen geraten könne, dass sich von dort her psychiatrische Krankheitsbilder erschließen ließen. Ihre Blütezeit erlebte diese psychiatrisch-philosophische Psychopathologie in der Zwischenkriegszeit. Prominente Vertreter lebten (wie Ludwig Binswanger) von vornherein im Ausland oder wurden in die Emigration getrieben (wie Erwin Straus und Eugène Minkowski), Viktor Emil von Gebsattel hingegen blieb während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und machte noch in hohem Alter akademische Karriere als erster Professor für Psychotherapie und Medizinische Psychologie. Der Vortrag will seine psychiatrische Theorie nur knapp vorstellen und sich auf die Frage konzentrieren, welche Deutungsangebote Gebsattels philosophische Psychiatrie und Anthropologie bereitstellte. Cornelius Borck, Prof. Dr. med., PhD, MA phil, leitet seit 2007 das Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung der Universität zu Lübeck und er ist Sprecher des Zentrums für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL). Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte der Humanwissenschaften, die Medizinphilosophie und die Historische Epistemologie der Lebenswissenschaften. Neuere Veröffentlichungen: Hans Blumenberg beobachtet. Wissenschaft, Technik, Philosophie (Freiburg 2013), Das psychiatrische Aufschreibesystem (Hg. zus. mit Armin Schäfer, Paderborn 2015), Brainwaves: A Cultural History of Electroencephalography (London 2018), Wahnsinnsgefüge der urbanen Moderne (Weimar 2018), Medizinphilosophie zur Einführung (2. Aufl. Hamburg 2021).