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Der mächtige Turm von St. Philippus und Jakobus im Dorf Güsten beherbergt ein durchaus interessantes Geläute. Erstmalig wird ein Gotteshaus in dem Dorf im Jahr 847 erwähnt. Eine Kapelle, welche um das Jahr 1400 durch eine gotische Kirche mit drei Schiffen ersetzt wurde. Diesem Bau wurden im Laufe der Zeit noch zwei Sakristeien an der Nord- und Südseite des Chores. Hervorzuheben ist, dass der ehemalige Glockenturm der Kirche im zweiten Weltkrieg gesprengt wurde. Nach dem Krieg wurde er in zeitgenössischer Form wiederaufgebaut. In der Kirche befindet sich ein steinernes Taufbecken von 1250 und ein Antwerpener Schnitzaltar von 1520. Der derzeitige Glockenbestand der Güstener Kirche wankt wohl zwischen sehr wertvoll und Schrottreif. Doch zunächst: besonders hörens-, sehens- und erhaltenswert sind die beiden größeren der vier Glocken. Historisch besonders wertvoll ist die zweitgrößte Glocke, welche die Inschrift: "MENTEM • SANCTAM • SPONTANEAM • HONOREM • DEO • ET • PATRIE • LIBERANTIONEM +" trägt. Ins Deutsche übersetzt: "Den Heiligen, dem freiwilligen Willen, die Ehre dem Gott und dem Vaterland die Befreiung." Sie entstammt dem Ende des 13. Jahrhunderts und kann aufgrund der Inschrift vermutlich in den Zeitraum zwischen 1278 und 1288 einkategorisiert werden (mehr dazu unten). Somit ist sie eine der größten erhaltenen Glocken dieser Zeit in der Region, direkt vergleichbare Glocken gibt es im Umkreis ebenso nicht. Die tontiefste Glocke, der Gottesmutter geweiht ist wiederum genau datierbar auf das Jahr 1415. Sie goss Jan van Hintam aus Köln. Die beiden Mittelalterlichen Glocken wurden im Jahr 2011 aufgearbeitet bzw. Restauriert. Erstmalig von einer Erweiterung der historischen Glocken in der späten Neuzeit erfahren wir im Jahr 1913, als die Glockengießerei Otto aus Hemelingen bei Bremen das klassische Regina Cæli des Rheinlandes auf die Töne es¹-f¹-g¹-as¹ goss. Diese Glocken wurden jedoch im zweiten Weltkrieg zerstört. Doch noch ein zweites Mal sollte die Hemelinger Werkstatt Glocken nach Güsten liefern. Dieses Mal jedoch in den Tönen g¹-b¹. Diese Glocken sind beide (!) nach gerade einmal 69 Jahren in einem desolaten Zustand. Mit Zement zugespachtelte Handtellergroße Löcher brechen auf, die Patronatsglocke der Kirche weist einen ausgewachsenen Riss auf. _____________________ Ablauf des Videos: 00:00 - Präsentation der Glocken mit Tonaufnahme der historischen Glocken 01:30 - Einzelläuten der Freiheit 03:09 - Einzelläuten der Maria 05:10 - Vollgeläute der vier Glocken _____________________ Die Glocken: Glocke 1: Maria Ton: es' +4 Gussjahr: 1415 Gießer: Jan van Hintam Gewicht: ca. 1.600 kg Durchmesser: 1.345 mm Glocke 2: Freiheit Ton: f' -1 Gussjahr: zwischen 1278 und 1288 * Gießer: vermutlich. Meister Godefridus aus Köln * Gewicht: ca. 1.000 kg Durchmesser: 1.180 mm Glocke 3: Philippus & Jakobus Ton: g' +4 Gussjahr: 1957 Gießer: Fa. Otto, Bremen-Hemelingen Gewicht: ca. 550 kg Durchmesser: 1.020 mm Glocke 4: Johannes Ton: b' +6 Gussjahr: 1957 Gießer: Fa. Otto, Bremen-Hemelingen Gewicht: ca. 350 kg Durchmesser: 855 mm Motiv: "Freu dich, du Himmelskönigin" / ausgefüllter Durdreiklang (es'-f'-g'-b') Die angegebenen Daten können nur geschätzt werden. Die Inschrift der Glocke bedeutet in das Deutsche übersetzt: "Den Heiligen, dem freiwilligen Willen, die Ehre dem Gott und dem Vaterland die Befreiung." Daraus lässt sich schließen, dass Güsten und die Grafschaft Jülich zu der Güsten gehörte besetzt waren bzw. von Außenstehenden Truppen belagert wurden. Dies war im 13./14. Jahrhundert ausschließlich im Zeitraum zwischen 1278 und 1288 der Fall. Um das Jahr 1278 starb der Jülicher Graf Wilhelm IV. In Folge dessen griff der Kölner Erzbischof das nun Herrenlose Land an und verwüstete die Kernstadt Jülich. Diese "Besetzung" hielt bis zur Schlacht von Worringen (1288) an. Demnach muss die Glocke genau dieser Zeit entstammen, da die nächste Besetzung Jülich dann erst wieder Anno Domini 1543 verzeichnet wird. Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass ein Kölner Gießer den Guss vollzog. Besonders erwähnenswert ist dabei die Qualität der Glocke, besonders der Oberfläche und der Inschrift. Auf der Schulter der Glocke befinden Sich zwei Buchstaben: "G A". Dies könnten die Initialen des Kölner Gussmeisters Godefridus sein, welcher im 13. Jahrhundert als "Campanator" erwähnt wird. _____________________ Bettina und Tom sei an dieser Stelle genau so gedankt wie Moritz, Gerd und Propst Hans-Otto von Danwitz für das Ermöglichen der Aufnahmen und die Genehmigung des Sonderläutens! Aufnahme vom 15. März 2025 (Sonderläuten)