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Brambauer, seit 1928 Teil der Stadt Lünen, ist, bzw. war eine stark vom Steinkohlebergbau geprägte Ortschaft. Mit der Abteufung des ersten Schachtes der Zeche Minister Achenbach (geschlossen 1992) begann eine rasante Bevölkerungsentwicklung, die auch die Gründung einer eigenen, ev. Kirchengemeinde nach sich zog. Zuvor gehörten die ev. Christen zur Gemeinde Dortmund-Brechten. Seit der Reformation waren die Einwohner Brambauers mehrheitlich evangelisch. Die Gründung der Kirchengemeinde Brambauer erfolgte zum 1. Januar 1907, bereits im Oktober dieses Jahres erfolgte der erste Spatenstich für den Kirchneubau nach Plänen des Architekten Gustav Mucke, Hagen. Die Kirchweihe war am 4. Juli 1909. Dank großzügiger Spenden, u. a. auch durch die Gewerke der Zeche Achenbach, konnte die Kirche reichhaltig ausgestaltet werden. Sie lässt sich stilistisch nicht sicher zuordnen und vereint Elemente der Neoromanik und -gotik und des Jugendstils. Bereits 1936 wurde der Innenraum vereinfacht umgestaltet um damit den sich abzeichnenden, politischen Umwälzungen und den Belangen der „Bekennenden Kirche“ Rechnung zu tragen. Nach erheblichen Kriegszerstörungen wurde die Martin-Luther-Kirche bereits 1947 wieder in Gebrauch genommen. Die derzeitige Raumfassung geht auf Sanierungen der Jahre ab 1969 und 2010 zurück, entstanden ist ein lichter, sehr einladender Raum. Hinweise zur Ausstattung finden sich bei den Fotos im Film, ein Wort ist jedoch zur in dieser Form sonst nicht zu findenden Orgelsituation zu sagen. Als Erstausstattung erhielt die Kirche ein Werk der Stuttgarter Orgelbaufirma Friedrich Weigle. Über den Umfang dieses Instrumentes ist dem Autor nichts bekannt. Nach Schäden durch Kriegseinwirkungen galt die Orgel um 1969 als nicht mehr sanierbar. In Brambauer wurde zwar der Prospekt erhalten, der Spieltisch jedoch entfernt und an seine Stelle eine kleine Orgel mit 13 Registern aus der Firma E. Hammer, Hannover, gesetzt. Während die Weigle-Orgel nur noch in Resten vorhanden ist, besteht die Gesamtsituation bis heute. 1909 erhielt die Kirche auch ihr bis heute bestehendes Geläut aus 3 Gußstahlglocken des Bochumer Vereins, die wohl bereits zur Kirchweihe geläutet haben. Geplant, ggf. auch bestellt als Durdreiklang c‘ e‘ g‘, lieferte der Bochumer Verein (BVG) einen weit gespannten, verminderten Dreiklang c‘ -5 es‘ +3 ges‘ +7, zusätzlich gestört durch unsaubere Innenharmonien jeder Glocke. Besonders die beiden großen Glocken fallen durch eine sehr kurze Resonanz und stumpfe Tongebung auf. Eigentlich müsste hier also von einem eher minderwertigen Geläut gesprochen werden. Beim Läuten stören die o. g. Faktoren aber nur wenig, das Geläut erklingt dennoch charaktervoll und ausgewogen. Und: es ist eines der letzten Stücke der Originalausstattung, hat Generationen von Gemeindemitgliedern zu Gottesdienst und Kasualien gerufen und die Bevölkerung durch zwei Weltkriege begleitet. So ist dem Geläut ein Denkmalwert nicht abzusprechen – folgerichtig wurde 2012 der abgängige Stahlglockenstuhl von 1909 durch einen Holzstuhl der Firma Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher, ausgetauscht, Glocken und Joche blieben dabei unangetastet. Inwieweit die schwache Resonanz auch mit der groben Patinierung, vor allem auf den Innenseiten der Glocken, zu tun hat, kann nur gemutmaßt werden. Die starke Luftverschmutzung durch die nahe Zeche und ihre Kokerei wird das ihre zu den teils erheblichen Rostschäden an den Glocken beigetragen haben. Daten und Inschriften der Glocken finden sich im Film. Die Aufnahme bringt teils kräftige Nebengeräusche zu Gehör, die Mauer der Gefallenengedenkstätte hält jedoch einen Großteil davon zurück, eine vorbeidonnernde Straßenbahn kann aber auch sie geräuschmäßig nicht „bremsen“. Aufnahme: 14.06.2020, Vorläuten zum Gottesdienst ab 9.30 Uhr. Alle Fotos eigener Provenienz. Herzlicher Dank gilt Herrn J. Salamon von der Kirchengemeinde Brambauer für die Initiative zu diesem Projekt, für das Beibringen von nötigen Unterlagen und vor allem für die angenehme Begleitung bei beiden Ortsterminen. Verwendete Quellen/Literatur: Alle Angaben und Inschriften der Glocken: Dr. Claus Peter, Hamm: Inventarisationsbericht zum Geläut, 2004/2016. KG Brambauer (Hrsg.): Ein feste Burg ist unser Gott – 100 Jahre Martin-Luther-Kirche Brambauer – Chronik einer Gemeinde, Brambauer 2009. Horst Prenzel: Kurz gefasste Geschichte der Martin-Luther-Kirche, Brambauer 1909-2011, Brambauer 2011/2014. Netzauftritt der KG Brambauer, abgerufen am 20.06.2020: https://www.evk-brambauer.de/martin-l... Wikipedia-Artikel zur Geschichte Brambauers, abgerufen am 19.06.2020: https://de.wikipedia.org/wiki/Brambauer