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Vorstellung des Buches "Einfach zu einfach - Wie die leichten Lösungen unsere Demokratie bedrohen" von Prof. Dr. Joachim Weimann, Professor für Wirtschaftspolitik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, im 73. Treffen des Hayek-Clubs Frankfurt am Main Montag, 24. Oktober 2022 Vortragstitel: "Einfach zu einfach - Wie die leichten Lösungen unsere Demokratie bedrohen" Thema: Unser Referent beschäftigt sich seit Jahrzehnten als Volkswirt u.a. mit der Klimapoli-tik, mit dem Arbeitsmarkt und der Rentenversicherung. Vor diesem Hintergrund fragt er die Leser seines neuen Buches: „Stellen Sie sich vor, ein demokratischer Staat muss ein komplexes Problem lösen. Der Lösung muss eine Mehrheit der Bevölke-rung zustimmen. Es stehen zwei Lösungen zur Wahl: Eine komplizierte, die schwer zu verstehen ist, das Problem aber löst und eine einfache, die leicht verständlich dar-gestellt werden kann, aber falsch ist, und das Problem nicht löst. Welche wird die Wahl gewinnen? Vermutlich die leichte, falsche Lösung.“ Als eine Begründung nennt Herr Prof. Weimann den Wunsch vieler Menschen zu verstehen, was um sie herum geschieht. Die Welt sei aber zu schwierig und zu kom-pliziert, um sie tatsächlich begreifen zu können. Das mache „leichte Scheinlösungen“ so verführerisch: „Wir lieben sie, weil sie uns vorgaukeln, wir wüssten Bescheid“, warnt Herr Prof. Weimann vor den einfachen und scheinbar schnellen und günstigen Lösungen. Und vor Politikern, die sie versprechen und propagieren. Er beschreibt Fehlentwicklungen u.a. am Beispiel der Klimapolitik und der Unterschätzung der Effi-zienz des europäischen Emissionshandelssystems (ETS). „Zum Glück leben wir in einem Land mit einer stabilen Demokratie und einer leis-tungsfähigen und robust aufgestellten Wirtschaft. Wir halten Fehler aus. Aber nicht beliebig viele Fehler und nicht beliebig schwere Fehler. Es ist noch nicht sehr lange her, da galt Deutschland als der kranke Mann Europas und die Zahl der Arbeitslosen hatte 5 Millionen erreicht. Auch wir sind anfällig, und wie stark unsere Demokratie wirklich ist, wird sich erst zeigen, wenn wir in Krisen geraten, die uns stärker fordern als die Pandemie oder ein Konjunkturabschwung. Das Klimaproblem ist von diesem Kaliber. (…) Wenn in unserer Demokratie nur noch die einfachen Lösungen mehr-heitsfähig sind, wenn wir zu den guten, aber komplexen Lösungen nicht mehr die Kraft und den Mut aufbringen, dann geraten wir über kurz oder lang in ernste Schwierigkeiten. Deshalb macht es viel Sinn, darüber nachzudenken, was man denn tun kann, um den guten Narrativen, die uns informieren und nicht manipulieren, eine neue Chance zu geben.“ Prof. Weimann hält strukturelle Verbesserungen in unserer Demokratie für erforder-lich. Beispielsweise plädiert er für eine bessere wissenschaftliche Ausbildung von Journalisten. Außerdem soll die wissenschaftliche Politikberatung aus der Wissen-schaft heraus organisiert werden: „Man muss die Frage, wer zu welcher Frage die Politik berät, in die Hände der wissenschaftlichen Gemeinschaften legen. (…) Sie müssen den Auftrag erhalten, dabei ausschließlich auf wissenschaftliche Exzellenz, Integrität und weltanschauliche Offenheit der beratenen Männer und Frauen zu ach-ten.“ Referent: Herr Prof. Joachim Weimann (66) ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, leitender Direktor des Magdeburger Labors für experimentelle Wirtschaftsforschung (MaXLab) und Vorsitzender der Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung, der weltweit ältesten Vereinigung experimentel-ler Ökonomen. Er studierte Volkswirtschaft an der Universität Bielefeld. 1986 wurde er promoviert. Nach der Habilitation an der Universität Dortmund 1992 erhielt er einen Ruf an die Ruhr-Universität Bochum. 1994 wechselte er nach Magdeburg auf den Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik. Von 1998 bis 2008 war er Dekan der Fakultät für Wirtschaftswis-senschaft. Seine Forschungsschwerpunkte sind Umweltökonomik, Wirtschaftspolitik, Glücksforschung, Verhaltensökonomik und experimentelle Wirtschaftsforschung. Er hat im Springer-Verlag Lehrbücher verfasst zur Umweltökonomik, zur Wirtschaftspoli-tik und zur Experimentellen Wirtschaftsforschung.