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Im Zentrum von Rottenbauer, dem südlichsten Stadtteil von Würzburg, befindet sich die evangelische Trinitatiskirche, in deren Turm ein historisches Glockenpaar von 1789 seinen Platz hat. Auch wenn zur vorausgehenden Geschichte der Geläutes keine Einzelheiten vorliegen, ist zumindest gesichert, dass der ortsansässige Adel, Johann Phillip und seine Frau Maria Anna von Wolfskeel, 1789 aus dem Material der alten Glocken den Guss eines neuen Geläutes finanziert hat. Es ist davon auszugehen, dass der, weder in den Akten, noch auf den Glocken selbst namentlich genannte Würzburger Glockengießer Lorenz Roth sich für den Guss verantwortlich zeichnete - nicht nur, weil er zu diesem Zeitpunkt in der Domstadt tätig war, sondern auch aufgrund der Ähnlichkeit der beiden Glocken von Rottenbauer zu weiteren in dieser Zeit entstandenen Glocken aus dem Hause Roth, wie bspw. in Sommerhausen (1785). So weisen die Glocken von Lorenz Roth unterhalb der Schulterumschrift meist einen offenen Fries, Akanthusumrahmungen und Früchtegehänge auf - auffallend ist daneben der stark gekehlte Absatz. Auch die beiden Glocken in Rottenbauer verfügen über diese Merkmale und tragen als Schulterumschrift neben den Namen ihrer adeligen Stifer in Kapitalis: "IESUS NAZARENUS REX IUDEORUM • IN WURZBURG GEGOSSEN • AO 1789" (Große) und "GOTT ALLEIN DIEEHR (sic!) • INWURZBURG GEGOSSEN • AO 1789" (Kleine). Nur wenige Jahrzehnte später, 1825, sollte das Wolfskeel-Glockenpaar noch um eine dritte, von Georg Peter Jäger ebenfalls in Würzburg gegossene, Glocke ergänzt werden. Bereits im 1. Weltkrieg musste das Instrument zu Rüstungszwecken eingeschmolzen werden. Während die beiden Glocken von 1789 seinerzeit noch im Turm verbleiben durften, konnte ihre Ablieferung 1942 nicht verhindert werden. Glücklicherweise überstanden sie die Kriegswirren auf dem Hamburger Glockenfriedhof und konnten im Dezember 1947 wieder nach Rottenbauer zurückkehren. Für eine letztmalige Veränderung am Geläute war es 1975 an der Zeit, als parallel zur Einrichtung der elektr. Läuteanlage der hist. Holzglockenstuhl zugunsten eines neuen Glockenstuhles und neuer Joche aus Stahl entfernt wurde - (ironischerweise) zwei Jahre nach Inkrafttreten des bayerischen Denkmalschutzgesetzes. Heute rächt sich diese Maßnahme, v. a. der Austausch des Holzglockenstuhles insofern, dass an der Anlage durchaus Sanierungsbedarf besteht. So werden in näherer Zukunft Klöppel und Joche, mittelfristig evtl. auch der Glockenstuhl ausgetauscht. Es besteht also durchaus Grund zur Hoffnung, dass das historische Glockenpaar als bedeutendes Zeugnis der Ortgeschichte Rottenbauers alsbald wieder in angemessener Form erklingen darf - schließlich existiert auf dem Würzburger Stadtgebiet nur ein Glockenpaar, dass sich vollständig aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert erhalten hat. Gl. 1 | Christus | h'-1 | 300 kg | 849 mm | Lorenz Roth, Würzburg (1789) Gl. 2 | Gloria | d''-3 | 150 kg | 709 mm | Lorenz Roth, Würzburg (1789) Am 1. Mai des Jahres 1252 wird Rottenbauer, noch ohne eigene Kirche, erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem nicht nur die Gemeinde, sondern auch der hiesige Adel von alters her die Gottesdienste im nahegelegenen Fuchsstadt zu besuchen hatte, begann man 1490 unter Wolf von Wolfskeel mit dem Bau der gotischen Trinitatiskirche. Das 1493 mit vier Altären geweihte Gotteshaus diente fortan nicht nur der Gemeinde, sondern zunächst auch als Hauskirche und Grablege der Wolfskeels - so sind im Kirchenraum bis heute einige wertvolle Epitaphe der Adelsfamilie erhalten. Im Jahre 1501 erfolgte die Erhebung Rottenbauers zur Pfarrei und nachdem Jakob von Wolfskeel 1581 lutherisch wurde, wurde es auch die Bevölkerung. In den folgenden Jahren hatte man das Kirchenschiff auf gegenwärtige Größe erweitert, aber auch die Kanzel und den bis heute vorhandene Taufstein angeschafft. Eine weitere Besonderheit ist die mechanische Orgel der Fa. Steinmeyer von 1884, die ihre Luftzufuhr über Kegelventile erhält. Abschließend erwähnt werden soll die Renovierung des Jahres 1975, die das Ende für vieles an historischer Substanz bedeutete: So wurde nicht nur der alte Holzglockenstuhl, sondern auch das alte Glockengeschoss (ein verputzter Fachwerkbau!) restlos abgetragen. In der Kirche entfernte man die Kanzel aus dem 16. Jahrhundert, während u. a. ein neuer Altar und Ambo Einzug hielten. Nichtsdestotrotz darf man sich glücklich schätzen, mit der Trinitatiskirche über ein hübsches Kleinod zu verfügen, das allemal einen Besuch der Würzburger Stadtgrenze rechtfertigt. Ablauf der Vorstellung: 00:00 Eindrücke der Kirche, Geläut "von außen" 02:00 Einzelglocken 05:45 Vollgeläute Herzlich danken möchte ich Fr. Neuhauser-Riess für die freundliche Ermöglichung der Aufnahme und Felix für die Begleitung! Quellen: 1* Ev.-Luth. Pfarramt Rottenbauer (Hrsg.): 500 Jahre Trinitatiskirche Rottenbauer 1493-1993. Rottenbauer, 1993. 2* Manuskript Kirchenführer 2022. 3* Inventarisation der Glocken, 31.01.2022. Text, Ton und Bild: Ben Schröder, "Glockenzeit".