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Wann der ‚Arschengel‘ hilft – und wann er Toxizität verschleiert – ein Plädoyer für bewusste Führung Was tun, wenn Teammitglieder, Kolleg:innen oder Vorgesetzte dich emotional triggern – ständig kritisieren, Termine sprengen oder dich „auf die Palme bringen“? In dieser Solo-Folge stellt Julia Peters das provokante, aber wirkmächtige „Arschengel“-Konzept von Robert Betz vor: ein Reframing, das schwierige Menschen als Botschafter für ungelöste Themen in uns selbst begreift. Doch Vorsicht: Nicht jeder Konflikt ist ein „Geschenk“ – manchmal stecken toxische Strukturen, Machtmissbrauch oder systemische Probleme dahinter. Julia zeigt, wie du das Prinzip konstruktiv nutzt, ohne dich zu überfordern: „Nicht jeder Konflikt oder jede schwierige Person ist ein „Geschenk“ – manchmal ist es schlicht Alltagsrassismus oder ein Systemproblem, das Veränderung braucht.“ (Julia Peters) Wichtigste Impulse für die Führungspraxis – kurz & knackig: Wofür das Arschengel-Konzept gut ist: • Der „Arschengel“ ist ein Reframing: „Schwierige“ Menschen können als Spiegel für eigene Unsicherheiten, Ängste oder ungelöste Konflikte gesehen werden. Beispiel: Ein kritischer Mitarbeiter könnte deine Angst vor Fehlern spiegeln – eine Chance, Fehlertoleranz zu üben. • Führung beginnt mit Selbstführung: Nur was du in dir löst, kannst du nach außen tragen. • Neugier statt Widerstand: Trigger als Hinweis auf unerfüllte Bedürfnisse oder Entwicklungsfelder nutzen; Übung macht souverän: Rollenspiele im Coaching oder Teamentwicklung, um konstruktive Reaktionen zu trainieren. • Psychologische Sicherheit gelingt leichter mit weniger Impulsivität = mehr Raum für offene Kommunikation. WICHTIG: Grenzen des Konzepts – wann es nicht reicht: • Toxizität erkennen: Mobbing, Diskriminierung oder Machtmissbrauch sind keine Lernchancen, sondern erfordern Intervention (HR, Betriebsrat, Mediation). Das gilt auch im Umgang mit marginalisierten Gruppen. • Systemische Probleme: Überlastung oder unklare Rollen lassen sich nicht durch Selbstreflexion allein lösen. • Sprache: Der Begriff „Arschengel“ und das Konzept des Triggers als „Geschenk“ versucht, mit esoterisch nahen Bildern und vereinfachten Konzepten ein vermeintliches Allheilmittel zu plazieren – die Wahrheit ist komplexer. „Es gibt einen Bereich, da bist du als Führungskraft relevant persönlich verantwortlich – und dann gibt es einen anderen Bereich, da muss ein System verändert werden. Und es ist wichtig, das zu kombinieren.“ (Julia Peters) Experiment: „Wo war dein letzter ‚Arschengel‘-Moment? War es ein Geschenk, ein Systemproblem – oder beides?“ Feedback: Schreib Julia, wie du den Ansatz für dich nutzt (kontakt@juliapeters.info). Teilen: Kennst du Führungskräfte, die sich weiterentwickeln wollen? Teile die Folge mit dem Hashtag #NextLevelLeadership! Shownotes: Das erwähnte Video von Robert Betz bei YouTube: • Robert Betz - Die Geschenke der "Arsch-Eng... Buch-Tipp: „Psychological Safety“ von Amy Edmondson Trage dich hier für meinen Newsletter ein: Newsletter | Julia Peters Coaching & Training Podcast abonnieren und alle anderen Folgen: Auf Julias Webseite: https://juliapeters.info/podcast/ Auf YouTube - (2) Julia Peters Coaching & Training - YouTube Podcast Next Level Leadership bei Spotify https://open.spotify.com/show/7IS4nbQ... Podcast Next Level Leadership bei Itunes https://podcasts.apple.com/de/podcast... Tags: #EmotionalLeadership #Führungskompetenz #Selbstführung #NextLevelLeadership #Resilienz #Teamkultur #trigger