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Karlheinz Böhm, geboren am 16. März 1928 in Darmstadt, war einer der bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler des 20. Jahrhunderts – und zugleich ein humanitärer Visionär, dessen Lebensweg sich von der Filmwelt bis zur entwicklungspolitischen Arbeit spannte. Als Sohn des berühmten Dirigenten Karl Böhm und der Sängerin Thea Linhard verbrachte er seine Kindheit in einer künstlerisch geprägten Umgebung. Seine frühen Jahre waren von häufigen Ortswechseln begleitet, da sein Vater an verschiedenen Opernhäusern tätig war. Die Nähe zur Bühne prägte Karlheinz früh, und nach dem Zweiten Weltkrieg wandte er sich der Schauspielerei zu. Sein Bühnendebüt gab Böhm Ende der 1940er-Jahre, bald folgten erste Filmrollen. Der endgültige Durchbruch gelang ihm 1955 mit der Rolle des jungen Kaiser Franz Joseph an der Seite von Romy Schneider in „Sissi“. Die Trilogie wurde ein Welterfolg und machte Böhm zum internationalen Star. Doch obwohl der charmante und höfliche Kaiser ihm ungeheure Popularität bescherte, empfand Böhm die Rolle zunehmend als künstlerisches Korsett. Er wollte nicht auf das Bild des sanften Monarchen festgelegt sein. In den späten 1950er- und 1960er-Jahren suchte Böhm anspruchsvollere Aufgaben. Eine seiner bedeutendsten Arbeiten war die Hauptrolle im britischen Film „Peeping Tom“ (1960), einem damals skandalumwitterten, heute als Klassiker geschätzten Psychodrama von Michael Powell. Böhm verkörperte darin den voyeuristischen Mörder Mark Lewis mit verstörender Intensität – ein radikaler Gegenentwurf zur „Sissi“-Figur und ein Meilenstein seiner Karriere. Auch im Fernsehen feierte er Erfolge, etwa in Literaturverfilmungen und Theaterinszenierungen. Er spielte bei Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder und wirkte in zahlreichen internationalen Produktionen mit. Doch in den 1970er- und frühen 1980er-Jahren veränderte sich Böhms Lebensweg grundlegend. Bei einer Reise nach Afrika wurde er mit der Armut und Perspektivlosigkeit in Äthiopien konfrontiert – eine Erfahrung, die ihn tief erschütterte. 1981 trat er in der ZDF-Sendung „Wetten, dass..?“ auf und versprach, keinen Pfennig seines Gewinns für sich zu behalten, sondern alles für Menschen in Not einzusetzen. Dieser Moment markierte den Beginn seines humanitären Engagements. 1983 gründete er die Organisation „Menschen für Menschen“, die in Äthiopien langfristige Entwicklungsprojekte aufbaute. Böhm sprach sich gegen kurzfristige Hilfslieferungen aus und setzte stattdessen auf nachhaltige Maßnahmen: Brunnenbau, Landwirtschaftsförderung, Schul- und Gesundheitsprojekte, Frauenförderung und Wiederaufforstung. Durch seine besonnene, glaubwürdige Art gewann er große Unterstützung. Über Jahrzehnte wurde „Menschen für Menschen“ zu einer der angesehensten Hilfsorganisationen im deutschsprachigen Raum. Böhm selbst verbrachte jährlich mehrere Monate vor Ort und identifizierte sich mehr und mehr mit seiner Arbeit für Äthiopien. Privat war Karlheinz Böhm viermal verheiratet und Vater mehrerer Kinder, darunter die Schauspielerin Sissy Böhm und der Musiker Bernhard Böhm. Seine vierte Ehe mit Almaz Böhm, einer gebürtigen Äthiopierin, verband ihn zusätzlich emotional mit dem Land, dem er sein späteres Leben widmete. Böhm galt trotz seiner Star-Vergangenheit als bescheiden, freundlich und tief moralisch. In seinen letzten Jahren zog er sich krankheitsbedingt zurück; er litt an Alzheimer und lebte gemeinsam mit seiner Frau in Salzburg. Am 29. Mai 2014 starb er im Alter von 86 Jahren. Karlheinz Böhm hinterließ ein zweifaches Vermächtnis: Als Schauspieler prägte er das europäische Nachkriegskino, als Humanist veränderte er das Leben Hunderttausender Menschen. Sein Wandel vom Filmstar zum Entwicklungshelfer ist einzigartig – und macht ihn zu einer der bemerkenswertesten Persönlichkeiten seiner Generation.