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Hanns Dieter Hüsch wuchs in einer bürgerlichen Familie auf und besuchte das Gymnasium in seiner Heimatstadt Moers am Niederrhein. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Soldat, was er später in seinen Erzählungen und Programmen immer wieder thematisierte. Nach dem Krieg studierte Hüsch zunächst Literaturwissenschaften und Philosophie, später auch Musik und Schauspiel an verschiedenen Hochschulen. Diese vielfältige Ausbildung sollte seine spätere Arbeit als Kabarettist und Schauspieler maßgeblich beeinflussen. In den Jahren nach dem Krieg war er von der politischen und gesellschaftlichen Situation Deutschlands betroffen. Die Entnazifizierung und die Auseinandersetzung mit der Diktatur prägten sein politisches Denken und seine Haltung gegenüber der Gesellschaft. Hüsch wuchs zu einem kritischen Beobachter und Kommentator seiner Zeit heran. Er wusste, dass Humor und Satire auch ein mächtiges Werkzeug sein können, um die Gesellschaft zu spiegeln und Missstände anzuprangern. Seine Karriere als Kabarettist begann Hanns Dieter Hüsch in den 1950er Jahren. Zu dieser Zeit war die deutsche Kabarettszene noch stark von den Erlebnissen des Krieges und den politischen Verwerfungen der Nachkriegszeit geprägt. Hüsch fand schnell Zugang zu verschiedenen Kabarettbühnen und trat in den ersten Jahren seiner Karriere mit Solo-Programmen und in Ensembles auf. Er stieg zunächst im „Politischen Kabarett“ auf, einer Strömung, die sich kritisch mit den politischen Verhältnissen in der Bundesrepublik auseinandersetzte. Dabei war er besonders bekannt für seine spitze Zunge und seine Fähigkeit, komplexe gesellschaftliche und politische Themen in verständliche, oft humorvolle Worte zu fassen. Neben politischen Themen war er auch ein Meister des Wortspiels und konnte durch seine Wortgewandtheit und seinen prägnanten Humor die Zuschauer stets in den Bann ziehen. Hüschs bekanntestes Werk in dieser frühen Phase war das Programm „Pannenhilfe“ (1962), in dem er gesellschaftliche Missstände aufgriff und mit spöttischem Humor darstellte. Der Kabarettist nutzte dabei oft das einfache Bild des „kleinen Mannes“, um auf große, abstrakte politische Themen wie die Wiederbewaffnung, die Remilitarisierung und den Kalten Krieg aufmerksam zu machen. Dabei war sein Humor stets von einer tiefen Humanität geprägt, und er bezog immer die Perspektive derjenigen ein, die unter den politischen Entscheidungen litten. Ein zentrales Merkmal von Hüschs Arbeit war seine Vielseitigkeit. Er war nicht nur Kabarettist, sondern auch Schauspieler, Dichter und Musiker. Oft begleitete er sich auf der Gitarre oder Klavier, während er seine Texte vortrug. Seine Programme bestanden nicht nur aus Satire und Humor, sondern auch aus tiefgründigen, nachdenklichen Passagen. Es war die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor, die seine Programme so einzigartig machte und ihn von anderen Kabarettisten seiner Zeit abhob. Seine Erzählkunst und sein Wortwitz waren legendär. Hüsch verstand es, aus scheinbar trivialen Alltagsbeobachtungen bedeutungsvolle und tiefgründige Geschichten zu machen. Seine Texte waren oft poetisch, manchmal melancholisch, aber immer mit einem scharfsinnigen Blick auf die Gesellschaft und den Menschen. Hüschs Humor war dabei nie oberflächlich. Er brachte komplexe Themen wie Krieg, Gewalt, politische Intrigen und die Entwicklung der westdeutschen Gesellschaft auf eine Weise auf die Bühne, die sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken anregte. Durch seine scharfzüngigen Satiren und sein Talent, auch ernste Themen humorvoll zu vermitteln, gelang es ihm, die Zuschauer nicht nur zu unterhalten, sondern sie auch zu einem kritischen Hinterfragen der Gesellschaft anzuregen. In den 1960er und 1970er Jahren setzte sich Hüsch zunehmend auch mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinander. Insbesondere in den Jahren des Kalten Krieges, der studentischen Protestbewegung und der gesellschaftlichen Umbrüche war Hüsch als kritischer Kommentator und politischer Kabarettist gefragt. Dabei war er stets auf der Seite der „kleinen Leute“ und verstand sich als Anwalt der Schwachen und Unterdrückten. Er war ein konsequenter Gegner der Wiederbewaffnung und des Vietnamkriegs, und auch die deutschen Rüstungsbestrebungen und die Politik der USA in Bezug auf den Kalten Krieg waren wiederkehrende Themen in seinen Programmen. Hüsch übte scharfe Kritik an den politischen Eliten, die aus seiner Sicht das Wohl des Volkes missachteten und ihre Macht ausnutzten. In seinen Auftritten und Programmen kämpfte er gegen Oberflächlichkeit, Ideologie und den Missbrauch politischer Macht. Hanns Dieter Hüsch war bis zu seinem Tod am 6. Dezember 2005 eine zentrale Figur in der deutschen Kabarett- und Kleinkunstszene. Er hinterließ ein umfangreiches Werk, das von seinen scharfsinnigen und humorvollen Beobachtungen der Gesellschaft geprägt ist. Dabei war sein Humor nie rein destruktiv, sondern versuchte stets, die Menschen zum Nachdenken zu bewegen und eine Veränderung zum Besseren zu bewirken.