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Die Geschichte: Juni und die unbenannten Dinge „Wir haben uns im Juni kennengelernt“, sagte sie. „Ja … im Juni dieses Jahres.“ Sie wiederholte den Monat als wichtigen Meilenstein, als ob die explizite Nennung alles klarer machen würde. Sie kannten sich noch nicht lange, aber irgendetwas war ihnen sehr vertraut. So sehr, dass ihr auffiel: Sie sahen sich sehr ähnlich. Nicht nur ihre Gesichter, sondern auch ihr Schweigen, ihr Vermeiden von Augenkontakt, wenn das Gespräch zu tiefgründig wurde. Manchmal bat sie darum, auflegen zu dürfen. Nicht aus Wut, sondern weil die Gefühle zu schnell aufkamen. Sie wollte nichts sagen, was sie selbst noch nicht verstand. Sie sagte, sie liebe Peter – nicht wegen der Umstände, nicht aus Mitleid –, sondern weil er so war, wie er war. Sie liebte ihn von ganzem Herzen. Auf eine Weise, die ihr selbst Angst machte. Sie fragte sich: War das nicht genau die Situation? Die fantasievollen Gedanken, über die sie einst gespottet hatte, wenn andere ihr davon erzählten. Sie nannte es beim Namen, so wie Shanice es ihr einmal gesagt hatte: „So sage ich es, wenn ich Angst habe.“ Dann traten die ungewöhnlichen Symptome auf. Der Arzt vermutete, dass etwas nicht stimmte. Sie sprachen über einen möglichen Darmdurchbruch. Er musste eine Darmspiegelung machen lassen. Kalte medizinische Fachbegriffe fielen, Wort für Wort. Er erzählte von der Gerichtsverhandlung – sie wusste nicht, was für eine Verhandlung es war, nur dass es ein Raum war, in dem er sitzen und anderen zuhören musste, die über sein Leben sprachen. Sie wollte jemandem sagen, wie schlecht er aussah. „Schrecklich“, wiederholte sie, als wollte sie sichergehen, dass sie nicht übertrieb. Alle standen um ihn herum. Er saß einfach nur da. Kein Widerstand. Keine Erklärung. Als wäre er zu müde, um vor irgendjemandem ein Bild aufrechtzuerhalten. Dann tauchte diese Frau auf. Sie sagte nicht, wer sie war. Nur, dass sie seitdem versucht hatte, ihn zu kontaktieren. SMS geschrieben. Angerufen. Auf ein Zeichen gewartet. Nicht um mit ihm zu konkurrieren, sondern um zu verstehen, wo ich in dieser Geschichte stehe. Das Gespräch nahm kein klares Ende. Nur ein Gefühl bleibt: Manchmal schmerzt uns nicht die Wahrheit selbst – sondern die Tatsache, dass wir nicht wissen, wo wir sie in unserem Herzen verorten sollen.