У нас вы можете посмотреть бесплатно Flugangst muss nicht sein | Tipps vom Profi или скачать в максимальном доступном качестве, видео которое было загружено на ютуб. Для загрузки выберите вариант из формы ниже:
Если кнопки скачивания не
загрузились
НАЖМИТЕ ЗДЕСЬ или обновите страницу
Если возникают проблемы со скачиванием видео, пожалуйста напишите в поддержку по адресу внизу
страницы.
Спасибо за использование сервиса ClipSaver.ru
Flugangst ist ein großes Thema auch auf der ITB. In unserem Gespräch erklärt Dr. Udo Wortelboer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, warum Flugangst so unterschiedlich wirkt. Viele Menschen kennen ein leichtes Unwohlsein beim Fliegen, zum Beispiel bei Turbulenzen oder beim Start. Das ist oft nur ein kurzer Moment. Eine starke Flugangst kann aber viel früher beginnen, manchmal schon bei dem Gedanken, überhaupt fliegen zu müssen. Dann wird aus einem normalen Unbehagen schnell echter Stress, der Puls geht hoch, und im schlimmsten Fall kommt Panik auf. Genau deshalb ist es schwer, feste Zahlen zu nennen, denn wer sehr stark betroffen ist, fliegt oft gar nicht mehr und taucht in Statistiken kaum auf. Wenn du selbst betroffen bist oder jemanden begleiten möchtest, gibt es einfache Dinge, die helfen können. Dr. Wortelboer nennt als ersten Punkt, offen darüber zu sprechen, in der Partnerschaft oder im Freundeskreis. Allein auszusprechen, dass dir beim Start manchmal schwindelig wird oder dass du dich bei Turbulenzen unwohl fühlst, kann Druck rausnehmen. Wenn es zu dir passt, kann auch Humor entlasten, weil er dem Moment einen anderen Rahmen gibt. Das funktioniert aber nur, wenn es respektvoll bleibt und du dich dadurch nicht noch mehr ausgeliefert fühlst. Ein weiterer Ansatz ist kognitive Kontrolle. Das bedeutet, du gibst deinem Gehirn bewusst eine Aufgabe, damit es weniger Platz für Angstgedanken hat. Rätsel, Sudoku oder andere Denksportaufgaben sind dafür Klassiker. Inzwischen gibt es auch Apps, die genau dafür gedacht sind, sogar mit Übungen für bestimmte Flugphasen. Hörbücher können ebenfalls helfen, weil sie dich gedanklich stabil in einer Geschichte halten, statt dass du ständig in deinen Körper hineinhorchst. Spannend sind auch VR Brillen. Damit lassen sich Flugsituationen teilweise simulieren, zum Beispiel visuell und auditiv. Start, Landung und Turbulenzen realistisch nachzustellen ist technisch schwieriger und nicht immer frei verfügbar. Trotzdem können solche Ansätze sinnvoll sein, wenn sie in ein gutes therapeutisches Konzept eingebettet sind. Entscheidend ist, dass du verstehst, wie sicher Fliegen ist und welche normalen Veränderungen in deiner Wahrnehmung auftreten, wenn Angst hochgeht. Erst dann kannst du das richtig einordnen und passende Gegenstrategien nutzen. Wenn du merkst, dass deine Flugangst stark ist und dich wirklich einschränkt, ist professionelle Unterstützung oft der beste Schritt. Dr. Wortelboer spricht über Flugangstseminare, die du online finden kannst. Manche dauern nur zwei bis drei Stunden, andere arbeiten zusätzlich mit einem Simulator, um zu verstehen, wie Fliegen technisch funktioniert. Die klassischen Programme enden oft mit einem Abschlussflug. Dazu gibt es Untersuchungen, die eine gute Wirksamkeit zeigen, wobei wichtig ist, dass Teilnehmer meist sehr motiviert sind und bewusst investieren. Ein wichtiger Hinweis ist, wenn schon der Gedanke an das Fliegen sofort Panik auslöst. Dann kann es sinnvoll sein, das fachärztlich oder psychotherapeutisch abklären zu lassen. Flugangst ist manchmal nicht das einzige Thema, sondern Teil einer größeren Angstkette. Wenn du das erkennst, kannst du an der richtigen Stelle ansetzen, statt dich nur am Symptom festzubeißen. Und wenn du sagst, du willst es trotzdem erstmal ohne Therapie versuchen, dann fang klein an. Nicht direkt ein sehr langer Flug, sondern ein überschaubarer Schritt. Der wichtigste Hebel ist laut Dr. Wortelboer ein gutes Ziel. Wenn du ein Ziel hast, das dich wirklich begeistert, rückt der Flug eher in die Rolle einer Brücke. Dann steigen die Chancen, dass du deine Angst vorher besser regulieren kannst. Du kannst testen, ob dir ein Selbsthilfebuch, ein Hörbuch oder eine App reicht. Und wenn du in der Nähe wohnst, kann auch ein Besuch am Flughafen helfen, einfach beobachten, Atmosphäre aufnehmen, dich annähern. Genau so funktioniert es in der Angsttherapie oft ganz grundsätzlich, du näherst dich der Situation, merkst, dass dein Puls nicht automatisch immer weiter hochgeht, und sammelst neue sichere Erfahrungen.