У нас вы можете посмотреть бесплатно Das „wahre Selbst“ und wie sich dadurch meine Beziehung zu einer Klient*in verändert hat. 17.3.26 или скачать в максимальном доступном качестве, видео которое было загружено на ютуб. Для загрузки выберите вариант из формы ниже:
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#wahresselbst #angeborenewürde #selbstwert #naturbasiertetherapie Vor 50 Jahren, als junger Psychiater, hatte ich gelernt, eine „Patient*in“ („Leidende“) nach ihren Symptomen zu befragen, und daran orientiert eine „Diagnose“ zu erstellen und ein Behandlungskonzept zu entwickeln. Das heisst: damals hatte ich eine Patient*in mit ihren „Problemen“ identifiziert. Ich hatte noch nicht gelernt, ihre unverlierbare Würde, ihr Selbst wahrzu-nehmen und zu achten. Dadurch hatte ich ihre bereits bestehende Tendenz verstärkt, sich mit ihren Problemen zu identifizieren, und sich selber dafür abzuwerten. Diese Einstellung einer Patient*in wurde als "Krankheitseinsicht" bezeichnet. Sie war von den Ärzten erwünscht, die symptom-orientierte Therapiekonzepte vertraten, und wurde als „Compliance“ be-zeichnet. Demzufolge war dann „Non-Compliance“ unerwünscht, da sie „un-nötig“ die Behandlung erschwerte. Heute mit einem „Trauma-basierten“ Verständnis weiß ich, dass auch eine extrem verwirrte Klient*in ein wahres Selbst besitzt, selbst wenn sie offen-sichtlich gerade nicht mit ihm verbunden ist. Daher kann ich sie nicht mehr mit ihren Problemen identifizieren, da ich diese inzwischen als unvermeidbare Überlebens-reflexe einer belasteten Kindheit verstehe. Diese Probleme überlagern ihren gesunden Wesenskern, aber sie haben ihn nicht ausgelöscht. Und ich weiß, dass jede Klient*in eine tiefe Sehnsucht spürt zu ihrem wahren Selbst – auch wenn es bisher von anderen weder wahrgenommen noch wert-geschätzt wurde. Diese Sehnsucht versuche ich zu aktivieren, sodass sie ihre Verhaltensmuster als früher lebensnotwendig erkennen und würdigen kann. Wenn ihr dann bewusst wird, dass diese Verhaltensweisen heute nur noch stressig sind, fällt es ihr leichter, sie loszulassen, ohne sich heute dafür abwerten zu müssen. Wenn sie diese alten Verhaltensmuster abstreifen kann, wie eine zu eng gewordene "Haut", dann kann sie – vielleicht zum ersten Mal – das „Glück der Selbstverbindung“ spüren. Aus: Langlotz, Leid in Glück verwandeln - durch Perspektivwechsel, S. 32