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Adorno definiert philosophisches Denken nicht als besondere kognitive Fähigkeit, sondern als eine distinkte Haltung – eine, die sich weigert, sich von der gegebenen Welt besänftigen zu lassen, die unmittelbaren Zweckmittelverhältnissen und dem dominanten "Betrieb" widersteht. Es ist ein Denken, das "sich nicht abspeisen lassen [will], mit dem was dieses Leben... uns weismachen will, dass es selbstverständlich und schlechthin gültig sei." Er übt scharfe Kritik am methodologischen Fetischismus, bei dem das Denken zur reinen Methode gerinnt, zur Verdinglichung wird, zu einer selbstgenügsamen Apparatur, die den Kontakt zur Sache verliert. Dies birgt die Gefahr der Nachahmung von Maschinen: "Machen die denkenden Subjekte sich angestrengt zu Vollzugsorganen solcher Formalisierung, so hören sie virtuell auf überhaupt Subjekt zu sein." Wahres philosophisches Denken beinhaltet eine Dialektik von Spontaneität und Passivität. Aufbauend auf Kant betont Adorno, dass Spontaneität ein entscheidendes rezeptives Moment enthält: "Passivität steckt im Kern des Aktiven, ein Sich-Anbilden des Ichs ans Nicht-Ich." Dies erfordert sowohl aktive Konzentration als auch Geduld – "der lange und gewaltlose Blick auf den Gegenstand." Zentral hierfür ist der Vorrang des Objekts: Das Denken muss "einem Objekt sich anschmiegen", bleibt abhängig von seiner Sache, auch wenn dieses Objekt zunächst unklar oder umstritten ist. Dies erdet das Denken und wirkt reinem Subjektivismus entgegen. Philosophisches Denken ist inhärent kritisch und widerständig. Es bedarf der "Zivilcourage", um das "Vorgedachte" (Konventionen, etablierte Meinungen) herauszufordern und das Unbehagen der Nonkonformität auszuhalten. "Emphatisches Denken fordert Zivilcourage." Folglich sind philosophische Resultate keine statischen Doktrinen, die man resümieren oder extrahieren könnte. Wahrheit ist eine zerbrechliche, "werdende Konstellation", untrennbar vom "Denkprozess", der sich in ihr sedimentiert. "Philosophische Gedanken, die auf ihr Skelett... zu bringen sind, taugen nichts." Dieses Denken strebt danach, genuine Erfahrung auszudrücken und den Begriff vor den Verengungen des Empirismus zu retten, den Adorno als letztlich erfahrungsfeindlich ansieht. Die Formulierung ("Darstellung") ist dabei integraler Teil des Gedankens selbst. Adorno benennt die Aporie, in der sich die Philosophie befindet: der Balanceakt zwischen der Vereinnahmung durch den Betrieb und dem Rückzug in sterile, selbstzufriedene Abstraktion ("leere Tiefe"). Dies zu navigieren erfordert ständige kritische Selbstreflexion. Das letztendliche, vielleicht utopische Ziel ist ein befreites Denken – eines, das instrumentelle Zwänge überwindet und in seinem Objekt "zur Ruhe käme", befreit "vom Fluch der Arbeit". Obwohl explizit auf das Denken fokussiert, schwingt im gesamten Vortrag implizit eine tiefe Kritik an gesellschaftlicher Verdinglichung und Konformität mit. ___ Der Vortrag wurde gehalten 1967 in Wien. MP3 & Quelle: https://archive.org/details/AdornoAnm... - Wenn ihr ideologiekritische Vorträge habt, könnt ihr sie uns gerne übermitteln. / nokturnaltimes